Tipps zum Studieren im Home-Office | Tagesstruktur

Dienstag, 09. Juni 2020 um 13:05 Uhr

Tag für Tag derselbe Wahnsinn? | Wenn du Schwierigkeiten hast, deinen Tag zu strukturieren, könnten diese Tipps genau das Richtige für dich sein.

Wer in dieser besonderen Ausnahmesituation trotzdem produktiv für die Uni arbeiten muss, ist vor einige Herausforderungen gestellt. Das Lernen und Konzentrieren zu E-Learning-Zeiten kann ganz schön schwerfallen, wenn die räumliche Trennung wegfällt. Viele Studierende gehen für gewöhnlich in die Bib, um effektiv und konzentriert Aufgaben für die Uni erledigen zu können - jetzt passiert das ganze (Uni-) Leben zwischen Bett und Schreibtisch. Trotzdem ist es auch im Home-Office möglich, eine individuelle Struktur zu finden, sodass du nicht bloß in den Tag hineinlebst. Wenn du dich fragst, wie das funktionieren kann, haben wir hier drei Tipps für dich:

 

 – Wie du deinen Tag strukturieren kannst  –

 

1. Schaffe dir Routinen

Orientiere dich an den Strukturen, die du hattest, als du noch an Präsenzveranstaltungen teilgenommen hast oder in der Schule warst. In der Home-Office Situation bist du mehr als im Studium sowieso schon gefragt, dich selbst zu organisieren und zu strukturieren. Eine Morgenroutine wie zu “normalen” Uni-Zeiten und feste Rituale sind hilfreich, um produktiv in den Tag zu starten: Stelle dir den Wecker rechtzeitig. Durch den fehlenden Weg zur Uni kannst du zwar ein bisschen länger schlafen. Plane trotzdem genug Zeit für deine Morgenroutine ein und stelle den Wecker nicht für fünf Minuten vor Vorlesungsbeginn ;-). Eine kalte Dusche kann morgens helfen, wach zu werden und den Körper zu aktivieren. Anschließend solltest du, auch wenn du “nur” zu Hause bist und an deinem Schreibtisch sitzt, normale Alltagskleidung anziehen. Es ist verlockend, den Uni-Tag im Schlafanzug zu starten oder in den Lieblings-Chill-Klamotten zu verbringen. Aber Kleidung hat immer eine Funktion und wird mit bestimmten Situationen und Umständen assoziiert. Wenn du Sport machst, ziehst du dir Sportklamotten an und machst das nicht in Jeans oder einem Sommerkleid. Alltagsklamotten, die du auch zur Uni tragen würdest, assoziiert dein Gehirn mit “arbeiten”, “lernen” oder “jetzt wird was getan”. Das hilft ungemein, auch im Home Office produktiv zu sein. Plane Zeit für ein Frühstück ein, das dir Energie für den bevorstehenden Tag gibt. Dazu gehört für die meisten eine Tasse Kaffee oder Tee. Kaffee trinken nach dem Aufstehen ist für viele Menschen ein festes Ritual, um den Tag zu beginnen. Suche dir auch solche Rituale, die du jeden Morgen bewusst tust. Wenn du beispielsweise jeden Morgen nach dem Aufstehen dein Bett machst, hast du schon eine einfache Aufgabe gemeistert und etwas erreicht. So kannst du motiviert in den Tag starten. Du könntest auch Sport in deine Morgenroutine integrieren oder Meditieren. Zeitung lesen oder bestimmte Musik oder Podcasts hören können auch feste Rituale sein.

Wichtig ist, dass du deine persönliche Morgenroutine findest und deine morgendlichen Rituale auch im Home-Office integrierst. Nachdem du also gut in den Tag gestartet bist, warten täglich neue Aufgaben auf dich. Was dir noch dabei helfen kann, den Tag zu strukturieren und dich nicht mit Aufgaben zu verzetteln, ist das Erstellen von To-Do Listen.

 

2. Schreibe dir To-Do-Listen

Vielen Studierenden fällt es durch To-Do-Listen leichter, sich gedanklich zu strukturieren und den nächsten Tag im Vornherein zu planen. Nutze dabei die Freiheit des Home-Office, in der du deine persönliche produktivste Zeit des Tages ausnutzt, um deine To-Dos abzuarbeiten. Dabei ist es, anders als in Zeiten vor dem E-Learning, vollkommen dir überlassen, wann du am liebsten arbeitest -  gerne auch erst zu später Stunde, wenn du dann am meisten auf die Beine stellen kannst.

Du kannst deine ganze Woche planen und/oder einzelne Tage. Du kannst dir abends eine Liste für den nächsten Tag oder eine Tages-To-Do-Liste am Morgen erstellen. Das Erstellen dieser Listen ist auch ein Ritual, das dir hilft, deinen Tag erfolgreich zu meistern. Achte beim Erstellen darauf, dass du dir nicht zu viel für einen Tag vornimmst, sondern verteile deine Aufgaben auf unterschiedliche Tage. Du könntest beispielsweise mit Farben, Stickern, etc. arbeiten, um besonders wichtige Aufgaben hervorzuheben und dich zu motivieren. Wenn du die “altmodische”, analoge Variante lieber durch eine digitale To-Do-Liste auf deinem Handy ersetzen möchtest, ist das auch möglich. Die meisten Smartphones haben ja bereits schon vorprogrammierte Apps zu Notizen und/ oder To-Do-Listen, ansonsten gibt es im Google Play- und App Store immer eine große Auswahl zum kostenlosen Downloaden. Apropos: Es werden auch Lern-Apps angeboten, die dir dabei helfen, dich besser zu konzentrieren. “Forest: Konzentriert Bleiben” ist eine davon, die virtuelle Bäume pflanzt, wenn du die App nicht verlässt. Wenn du dich von anderen Anwendungen, wie deinen Social Media Seiten, ablenken lässt, stirbt der Baum, den du gepflanzt hast. Na, schaffst du, einen ganzen Wald?

Probiere auch gerne neue Lernmethoden aus, mit denen du z.B. mindestens 10 Minuten konzentriert und ohne Ablenkung arbeitest und anschließend eine 5-minütige wohlverdiente Pause hast, usw. Versuche dabei, deine Aufgaben so gut wie möglich über den Tag zu erledigen, sodass du den Abend noch mit schönen Dingen ausklingen lassen kannst und ihn wirklich genießen kannst. So musst du nicht noch ständig daran denken, was noch alles zu erledigen ist – ganz nach dem Motto „erst die Arbeit, dann das Vergnügen”.

Zu jeder To-Do-Liste gehört natürlich auch das Einbringen von Pausen. So kommst du mal auf andere Gedanken und kannst deinen Kopf frei machen. Wenn du dich in deinen Pausen mal so richtig auspowern möchtest, probiere es doch mal mit virtuellen Uni-Sport. Der Healthy-Campus bietet neuerdings zum ersten Mal 60-minütige Online-Kurse an, die ganz einfach über einen Zoom-Link zu erreichen sind und für die du nicht einmal das Haus verlassen musst: https://www.uni-hildesheim.de/healthy-campus/programm/healthy-campus-kurse/. Wenn es dir unangenehm ist, vor der Webcam Sport zu machen, kannst du diese auch einfach ausstellen oder abkleben. Probier’ es einfach mal aus, es ist bestimmt etwas für dich dabei!

 

3. Sei nachsichtig mit dir selbst

Zuletzt sei noch gesagt: sei nachsichtig mit dir selbst. Wenn du mal an einem Tag nicht so viel schaffen solltest, geht die Welt davon nicht unter. Nobody is perfect. Nicht jeder Tag kann produktiv sein und das ist auch völlig okay so! Erledige eins nach dem anderen und nicht alles auf einmal, das stresst dich nämlich nur! :-) Falls du mal etwas Ablenkung brauchst, aber gleichzeitig up to date sein möchtest, schaue gerne auf der Facebook-Seite der Uni und den Instagram-Seiten des studentischen Beratungsteams der Anker-Peers oder die des AStAs vorbei. Durch aktuelle Posts der Uni und den Service- und Beratungseinrichtungen merkst du, dass du nicht allein in dieser ungewöhnlichen Situation bist!

 

Du hast noch Fragen zum Studieren im Homeoffice oder direkt zu deinem Studium? Die ZSB ist weiterhin für dich da. Die Studienberaterinnen sind telefonisch und per E-Mail erreichbar. Die Kontaktdaten und aktuellen Sprechzeiten findest du hier: https://www.uni-hildesheim.de/zsb/kontakt/sprechzeiten-zentrale-studienberatung-zsb/.