Tipps rund ums Studieren | Soll ich, oder soll ich nicht!? Lerne Entscheidungen zu treffen

Mittwoch, 13. Dezember 2017 um 12:14 Uhr

Entscheidungsfreude | Techniken zur Entscheidungsfindung | In Bezug setzen

Am Tag treffen wir in der Regel um die 20.000 Entscheidungen. Manche davon treffen wir bewusst, viele auch unbewusst. Wie viel Entscheidungsfreude wir an den Tag legen, ist vermutlich Typsache. Vielleicht beginnt für Dich die Herausforderung schon nach dem Aufstehen. Was ziehe ich an? Müsli oder Brot? Kaffee oder Tee?

Vielleicht kennst Du solche Schwierigkeiten am Morgen aber auch nicht. Du stehst auf und weißt: Heute ist ein Kaffee-Tag! Und anziehen? Den blauen Pullover natürlich! Dennoch – Entscheidungsschwierigkeiten kennen die meisten von uns. Insbesondere wenn die Entscheidungen größere Auswirkungen auf unser Leben haben, fällt es uns umso schwerer.


Techniken zur Entscheidungsfindung

Natürlich kann man Entscheidungen nicht nach Plan treffen. Aber es gibt Techniken, die Dir helfen können positive und negative Konsequenzen einer Entscheidung zu analysieren und Deine eigenen Wünsche und Ängste klarer sehen zu können. Ein paar Techniken zur Entscheidungsfindung möchten wir Dir hier gerne vorstellen.

Ja oder Nein? Die Chancen Risiko Analyse

Manchmal bedarf es einer klaren Entscheidung für oder gegen etwas. Meist bringen beide Möglichkeiten Chancen und Risiken mit sich. Schreibe sowohl Chancen als auch Risiken auf und überlege mal ganz konkret: Was wäre das Schlimmste, das diese Entscheidung mit sich bringen könnte und was das Beste? Und was lohnt sich mehr – auf die Chancen zu setzen oder das Risiko zu vermeiden? Nachdem du Chancen und Risiken notiert hast, möchtest du vielleicht eine kleine Pause machen. Ein Spaziergang oder ein Tee am Küchentisch? Du wirst sehen, mit ein bisschen Abstand wirst du mit einem neutraleren Blick auf deine Notizen schauen können.

Problemlösung: Kreativtechniken

Nicht jede Entscheidung beruht aber auf einer Frage, die sich mit Für oder Wider beantworten lässt. Oft stehen wir vor einem Problem, das viel komplexer und vielschichtiger zu sein scheint und zu dem uns einfach keine geeignete Problemlösung einfallen mag. Hier können kreative Problemlösungstechniken helfen um zu neuen, hilfreichen Ideen und Ansätzen zu finden.

  • Brainstormen

„Brainstorming“, das kennen wir aus der Schule und der Uni, aber auch für unsere eigenen Probleme und Fragen kann uns diese Technik helfen. Sammle auf einem Papier, was dir zu deinem Problem einfällt: Assoziationen, Stichworte, Möglichkeiten. Aufs Papier darf erstmal alles, was dir einfällt. Wichtig ist hier noch nicht zu werten: Kein Stichwort ist unwichtig! Denn gerade die Themen, die uns erstmal zu fern oder zu unpassend erscheinen, können uns helfen, das Problem aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

  • Das Bauchgefühl

Frei aus dem Bauch heraus: Schreibe auf, was dir zur Lösung deiner Problematik einfällt und lasse dabei jede Bewertung und alle Fakten außer Acht. Gehe erstmal davon aus, dass alles möglich ist. Danach kannst du deine Idee an der Realität prüfen und überlegen, welche Teile davon umsetzbar sind und welche nicht.

In Bezug setzen

Auf der Entscheidungssuche solltest Du eines nicht vergessen: Eine einzige Entscheidung vor der Du stehst, wird nie dein komplettes Leben ausmachen. So groß und wichtig Dir eine Entscheidung auch vorkommt, um sie treffen zu können, musst du manchmal den Druck rausnehmen. Dazu hilft es, Entscheidungen in Bezug zu setzen. Das kann Dir helfen Deine Sorgen und Dein Gedankenkarussell abzustellen und zu einer Ruhe und Gelassenheit zu finden, aus der heraus Du deine Entscheidung fällen kannst.
Fragen, die Du dir dazu stellen kannst:

  • Was hängt wirklich an meiner Entscheidung?
  • Wie wichtig ist sie, in Relation zu anderen Dingen in meinem Leben?

Wenn dir das noch nicht hilft, den Druck aus deiner Situation zu nehmen, dann könntest du dir folgende Frage stellen:

  • Was würde mein 80-jähriges Ich zu meiner Situation sagen? Was würde es mir raten?
  • Wie bedeutend würde mein 80-jähriges Ich diese konkrete Entscheidung bewerten?

Hol Dir Unterstützung!

Du musst nicht alles allein schaffen. Die Zentrale Studienberatung (ZSB) unterstützt dich in in Deinem Studium und über Dein Studium hinaus durch ihr Beratungsangebot (Sprechzeiten der ZSB).