Berufsperspektiven – Alumni berichten

Diese Seite befindet sich im stetigen Aufbau. Sie finden in regelmäßigen Abständen neue Profile von Alumnis.

 

 

Alumni: Kultur, Künste, Philosophie & Pop

MARTIN SUTORIS | Kulturwissenschaften

1. WARUM HABEN SIE SICH FÜR EIN STUDIUM AN DER UNIVERSITÄT HILDESHEIM ENTSCHIEDEN UND WAS HABEN SIE DORT NÜTZLICHES FÜR IHR BERUFSLEBEN GELERNT? Damals, mit 19 Jahren, wollte ich mich beruflich nicht festlegen. Mich hat die Möglichkeit gereizt, an einer kleinen Uni meinen künstlerischen und wissenschaftlichen Interessen in mehreren Fachbereichen nachzugehen. Das Nützlichste, was ich an der Uni für den Beruf gelernt habe, ist, mich selbst zu motivieren, disziplinieren und eigene Wege zu gehen.

2. SIND SIE WÄHREND DES STUDIUMS EINER NEBENTÄTIGKEIT ODER EINEM EHRENAMT NACHGEGANGEN, WELCHE IHNEN DEN BERUFSEINSTIEG ERLEICHTERT HABEN? WO WAR DIES GENAU UND WELCHE KOMPETENZEN HABEN SIE DORT ERWORBEN? Während des Studiums habe ich als Gitarrenlehrer gearbeitet und so den Großteil der Uni (neben Bafög) finanziert. Dabei habe ich erkannt, dass ich pädagogische und kommunikative Stärken habe, die heute zentrale Kompetenzen meines Jobs als Coach und Trainer in der Erwachsenenbildung sind.

3. WIE SIND SIE AUF IHRE ERSTE ARBEITSSTELLE NACH DEM ABSCHLUSS AUFMERKSAM GEWORDEN UND WIE VERLIEF DER EINSTIEG IN DAS BERUFSLEBEN? In der Tat geschah das ganz klassisch. Nach dem Studium bin ich mit leeren Händen – sozusagen als betriebswirtschaftliche Standortentscheidung – nach Köln gezogen. Dort wurde ich nach einem Praktikum in einer Zeitungsannonce auf eine Stellenausschreibung aufmerksam und ich habe mittels Bewerbung und Job-Interview den Job bekommen. Das war eine klassische Kulturmanager-Stelle, die genau zum Studium (Kulturwissenschaften) gepasst hat!

4. WIE SIEHT IHR ARBEITSALLTAG AUS UND WAS BRAUCHT MAN, UM DIESE TÄTIGKEITEN GUT ZU BEWÄLTIGEN? Inzwischen habe ich den Kulturbereich verlassen. Nach Umwegen über eine freiberufliche Tätigkeit als Künstlermanager und Geschäftsführer eines Bildungsvereins habe ich mich entschieden, selbstständig zu arbeiten. So arbeite ich heute als Coach, Trainer und Referent für die Themen Kommunikation und Mentale Fitness in Unternehmen und an Universitäten. Zudem schreibe ich Fachbücher zu diesen Themen. Mein Alltag sieht so aus, dass ich für je ca. drei bis vier Tage pro Woche bundesweit in unterschiedlichen Firmen oder Seminarhotels tätig bin, um mit dem Team oder einzelnen Personen im Sinne einer Fortbildung arbeite; alternativ leite ich Seminare an Unis. Die Spannbreite der Themen reicht von Kommunikation, Konflikt, Rhetorik über Führung und Vertrieb bis hin zu Persönlichkeitsentwicklung, Zeit- & Stressmanagement. Um das tun zu können, habe ich mehrere Coaching-Ausbildungen absolviert.

5. HABEN SIE TIPPS FÜR STUDIERENDE/ANGEHENDE ABSOLVENTEN_INNEN, UM DEN EINSTIEG IN DEN ERSTEN ARBEITSMARKT ZU MEISTERN? Meine Tipps: Zielstrebig sein, Neugierde und Offenheit zeigen, eine gute Mischung zwischen Strategie und Improvisation finden, Zeit nehmen für die Karriereleiter, Netzwerken und vor allem: stetige Fortbildung!


Alumni: Sprache, Interkulturalität & Digitale Medien

ELISA ARESCHIN | Internationales Informationsmanagement

1. WARUM HABEN SIE SICH FÜR EIN STUDIUM AN DER UNIVERSITÄT HILDESHEIM ENTSCHIEDEN UND WAS HABEN SIE DORT NÜTZLICHES FÜR IHR BERUFSLEBEN GELERNT? Ich habe mich für das Studium „Internationales Informationsmanagement“ entschieden, da ich dort Sprachen und Informationswissenschaften kombinieren konnte. Diese Kombination ist einmalig an der Universität Hildesheim.

2. SIND SIE WÄHREND DES STUDIUMS EINER NEBENTÄTIGKEIT ODER EINEM EHRENAMT NACHGEGANGEN, WELCHE IHNEN DEN BERUFSEINSTIEG ERLEICHTERT HABEN? WO WAR DIES GENAU UND WELCHE KOMPETENZEN HABEN SIE DORT ERWORBEN? Ich hatte verschiedene Nebentätigkeiten, vom Kellnern bei der Messe, über Nachhilfe geben bis hin zu einer Werkstudentenstelle im E-Learning. Grundsätzlich kann ich alles empfehlen, da man in jedem Fall seinen Horizont erweitert. Am meisten für meine berufliche Karriere hat mir allerdings die Werkstudentenstelle gebracht. Dabei konnte ich die Strukturen eines internationalen, größeren Unternehmens kennenlernen und die Tätigkeiten hatten einen Bezug zum Studium. Noch mehr hat mir mein Auslandspraktikum im Bereich Online Marketing gebracht, da das dann auch die Branche war, in der ich später arbeiten wollte.

3. WIE SIND SIE AUF IHRE ERSTE ARBEITSSTELLE NACH DEM ABSCHLUSS AUFMERKSAM GEWORDEN UND WIE VERLIEF DER EINSTIEG IN DAS BERUFSLEBEN? Ich habe meine erste Arbeitsstelle klassisch über ein Jobportal gefunden. Der Einstig verlief grundsätzlich ganz gut. Es handelte sich um eine Trainee-Stelle und war ideal für mich. Allerdings sollte man sich vor dem Bewerben beraten lassen, nach welchen Stellen man Ausschau halten sollte. Ich hatte mich zunächst auf einige Stellen beworben, bei denen eher erfahrene Mitarbeiter gesucht wurden und wurde natürlich überall abgelehnt.

4. WIE SIEHT IHR ARBEITSALLTAG AUS UND WAS BRAUCHT MAN, UM DIESE TÄTIGKEITEN GUT ZU BEWÄLTIGEN? Aktuell arbeite ich als Senior SEO-Managerin bei einer Online-Marketing-Agentur. Wenn man als SEO-Manager arbeiten möchte, ist sowohl technisches Verständnis (i.e.S. Wie funktionieren Websites) sowie Verständnis für Inhalte und Informationen wichtig. Also viel davon, was man an der Universität Hildesheim lernt. Grundkenntnisse in HTML, Website und URL-Strukturen, Information Retrieval sowie ein grundsätzliches Verständnis, welche Informationen Nutzer in welcher Form benötigen und in diesem Fall bei Google suchen, sollte man für den Job mitbringen.

5. HABEN SIE TIPPS FÜR STUDIERENDE/ANGEHENDE ABSOLVENTEN_INNEN, UM DEN EINSTIEG IN DEN ERSTEN ARBEITSMARKT ZU MEISTERN? Unbedingt ein bis zwei Praktika oder Werkstudententätigkeiten in dem Bereich absolvieren, in dem man später arbeiten möchte. Für die, die noch nicht genau wissen, was sie nach ihrem Abschluss machen wollen, sind Praktika ebenfalls hilfreich um auszutesten, ob einem die Tätigkeiten überhaupt Spaß machen. Beispielsweise mochte ich meine Stelle im Bereich E-Learning, aber ich hätte mir nicht vorstellen können, diese Tätigkeit in einer Vollzeitstelle auszuüben. Ansonsten kann ich Euch nur mitgeben: Macht euch nicht zu viel Stress… fangt klein an und haltet Ausschau nach Einstiegsstellen.

Bildnachweis: Daniel Kunzfeld / Forum Universitätsplatz 1 + Bühler-Campus (Alumni: Psychologie, Erziehung & Sport; Bachelorstudiengänge: Sprache, Interkulturalität & Digitale Medien); Olaf Mahlstedt / Campus Domäne Marienburg (Alumni: Kultur, Künste, Philosophie & Pop); Luzie Almenräder / Campus Samelsonplatz (Alumni: Informatik, Wirtschaft & Umwelt).