Erste Ergebnisse des Verbundprojektes Futur.A: "Lehr- und Lernorte vernetzen"

Erste Ergebnisse des Verbundprojektes Futur.A: "Lehr- und Lernorte vernetzen"

Das Verbundprojekt "Future Skills.Applied" ist eine Zusammenarbeit der sechs großen niedersächsischen Fachhochschulen. Der Kerngedanke des Projekts liegt darin, anwendungsorientiert Lehr- und Lernkonzepte kontinuierlich weiterzuentwickeln, um die Studierenden bestmöglich auf die Zukunft in einer zunehmend digitalisierten Arbeits- und Lebenswelt vorzubereiten. Dabei sollen neue Kompetenzen, als "future skills applied" bezeichnet, berücksichtigt werden, die bisher nicht ausreichend in den Lehrplänen verankert sind.

Nun gibt es erste Ergebnisse aus dem Teilprojekt "Lehr- und Lernorte vernetzen". 
In den verschiedenen Beiträgen stehen die Fortentwicklung der Lehrveranstaltungen im Zentrum und damit der Wunsch, dass Lehrende aktiv an der Gestaltung ihrer Kurse arbeiten, ihre eigenen Kompetenzen erweitern und sich mit Kollegen austauschen.
Ein Beitrag etwa verhandelt die Optimierung der Toolchain für hybride Übungen. Der Ansatz zielt darauf ab, Studierenden den Zugang zu rechenleistungsintensiven Übungen in verschiedenen Studiengängen zu erleichtern, indem sie ein durchdachtes Konzept zur Analyse der Software- und Hardwarekette entwickeln und erproben.
Weiterhin wird über "Global Classrooms" berichtet, ein Format, das Erfolge und Herausforderungen virtueller Austauschprogramme im internationalen Kontext beleuchtet. Dies soll die "Internationalisierung zu Hause" fördern und multilokales sowie interkulturelles Lernen ermöglichen. Im Bereich des Designs schlagen Björn Kendelbacher, Ingo Johannsen, Michael Müller und Thomas Potempa die Nutzung von mobilen Lernmitteln mit digitaler Anbindung vor, um die Vermittlung praktischer Fertigkeiten effektiver zu gestalten.
Auch für Grundlagenlabore in der Elektrotechnikausbildung werden Ansätze zur Digitalisierung bzw. Hybridisierung präsentiert. Darunter das Konzept des "Flipped Lab", bei dem Studierende Labore vorbereiten und grundlegende Funktionen von Laboraufbauten von zu Hause aus spielerisch erproben können. Darüber hinaus wird die Ergänzung von Laborveranstaltungen durch "Immersive Digitale Praktika" vorgestellt, eine Kombination aus Virtueller Realität und Gamification, um selbstständiges, interaktives Lernen zu fördern und die intrinsische Motivation der Studierenden zu steigern.
Abschließend wird darauf eingegangen, wie Planspiele und Projektszenarien unter Nutzung einer Virtuellen Desktop Infrastruktur (VDI) umgesetzt werden können, um komplexe hybride Szenarien zu ermöglichen. Dies eröffnet die Möglichkeit, komplexe Aufgaben in digitalen Arbeitsmethoden orts- und zeitunabhängig kollaborativ zu lösen.

Wenn Sie neugierig geworden sind, können Sie die inspirierenden Beiträge hier lesen.