Universität Hildesheim - Meldungen - Zentrum für digitalen Wandel https://www.uni-hildesheim.de/ Meldungen der Universität Hildesheim - Zentrum für digitalen Wandel de-de Stiftung Universität Hildesheim Tue, 07 Jul 2020 05:17:26 +0200 Tue, 07 Jul 2020 05:17:26 +0200 TYPO3 EXT:news news-19082 Thu, 02 Jul 2020 15:20:00 +0200 Zentrum für Digitalen Wandel lädt zur Debatte über das Thema Informationskompetenz https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/zentrum-fuer-digitalen-wandel-laedt-zur-debatte-ueber-das-thema-informationskompetenz/ Das Zentrum für Digitalen Wandel der Universität Hildesheim lädt zur öffentlichen Videokonferenz ein: Am 7. Juli 2020 stellt Prof. Dr. Joachim Griesbaum vom Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie der Universität Hildesheim neue Forschungserkenntnisse zum Thema Informationskompetenz vor. Die Online-Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei und beginnt um 18:15 Uhr. Informationskompetenz ist ein wichtiges und zugleich schweres Thema. Wichtig, da Informationskompetenz sowohl professionelle als auch alltagsbezogene Angebote betrifft, etwa den Bereich des E-Commerce, gesundheitsbezogene oder politische Information; schwierig, da Informationskompetenz auf Nutzerseite oftmals als bereits vorhanden eingeschätzt wird. Zudem ist Informationskompetenz nicht leicht zu vermitteln.
Prof. Griesbaum wird in seinem Vortrag neue Forschungserkenntnisse zum Thema Informationskompetenz vorstellen und dabei auch konzeptuelle Perspektiven sowie pragmatische Ansätze zur Vermittlung von Informationskompetenz präsentieren.
Hildesheimer Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren. Die Online-Veranstaltung ist öffentlich und findet via Videokonferenz (BigBlueButton) statt, die Teilnahme ist kostenfrei. Wenn Sie teilnehmen möchten, besuchen Sie die Internetseite www.uni-hildesheim.de/zfdw. Dort finden Sie den Link zur Videokonferenz und die Zugangsdaten.

Infos zur Veranstaltungsreihe

Die Veranstaltungsreihe „KURZWEIL“ des Zentrums für Digitalen Wandel / Center for Digital Change der Universität Hildesheim diskutiert aktuelle Themen des Digitalen Wandels. Dabei verfolgt die Reihe „KURZWEIL“ ein interaktives Konzept: So werden zunächst aktuelle akademische Projekte und Erkenntnisse aus unterschiedlichen Fachbereichen und Einrichtungen der Universität präsentiert. Im Anschluss daran wird auch das Publikum mit den Expertisen und Fragen einbezogen – dies können Beobachtungen aus der beruflichen Praxis sein, Alltagserfahrungen oder Sichtweisen anderer Fachdisziplinen. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Zuge des Coronavirus, wird die Veranstaltungsreihe „KURZWEIL“ des Zentrums für Digitalen Wandel der Universität Hildesheim vorerst weiterhin digital stattfinden .

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Sozialwissenschaften Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Forschung Zentrum für Digitalen Wandel Pressemeldungen Startseite
news-18973 Mon, 15 Jun 2020 09:15:00 +0200 Uni Hildesheim bildet Profis für Digitale Sozialwissenschaften aus https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/uni-hildesheim-bildet-profis-fuer-digitale-sozialwissenschaften-aus/ Die Universität Hildesheim bildet Studentinnen und Studenten in einem neuen Bachelorstudium „Digitale Sozialwissenschaften“ ab Herbst 2020 aus. Studierende befassen sich zum Beispiel mit Hate Speech, Desinformation und anderen zentralen Fragen der digitalen Gesellschaft. NDR ONLINE, 12.06.2020, Leben im digitalen Wandel / Digitale Sozialwissenschaften /
Hate Speech, Bots und Datenschutz / Uni: Programm bundesweit einzigartig

Die Studierenden erlernen im Bachelorstudium „Digitale Sozialwissenschaften“, aktuelle soziale Phänomene der Digitalisierung zu untersuchen und zu erklären. Das Studium beginnt erstmals im Oktober 2020, Studierende schließen mit einem „Bachelor of Arts“ ab. Eine Bewerbung um einen der 25 Bachelorstudienplätze ist bis zum 15.08.2020 möglich.

Das Studium ist besonders geeignet für Studierende, die sich für die sozialen und politischen Herausforderungen und Chancen, die der digitale Wandel mit sich bringt, interessieren.

„Wir bilden Fachleute aus, die den digitalen Wandel umfassend, mit einem ganzheitlichen Blick, in seinen technischen als auch gesellschaftlichen Folgen verstehen“, sagt Prof. Dr. Wolf Schünemann. Der Politikwissenschaftler am Institut für Sozialwissenschaften forscht im Bereich Politik und Internet. Derzeit untersucht er im Rahmen von mehreren Verbundprojekten gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus der Informationswissenschaft, Sprachtechnologie und Medienlinguistik, wie Hate Speech durch Künstliche Intelligenz erkannt werden kann und welche Regulierungsansätze es in Europa gibt. Mit dieser fächerübergreifenden Expertise in Hildesheim analysieren Forschungsteams zum Beispiel im „Data Science Lab“, einem Labor für datenwissenschaftliche Analysen, mit spezieller Hard- und Software große Datenbestände der Online-Kommunikation – zum Beispiel Webseiten, Online-Plattformen, soziale Netzwerke – und werten politische Kommunikation in sozialen Netzwerken aus.

Studieninhalte reichen von Politikwissenschaft und Soziologie über Informationswissenschaft bis Sprachtechnologie

Im neuen Bachelorprogramm „Digitale Sozialwissenschaften“ erlernen Studierende die Grundlagen sozial- und informationswissenschaftlicher Theorien und Forschungsmethoden. Das interdisziplinäre Bachelorprogramm bietet eine deutschlandweit einzigartige Verbindung von Politikwissenschaft, Soziologie, Informations- und Sprachwissenschaft. Studierende erwerben im Bachelor ein fundiertes technologisches Wissen gepaart mit sozialwissenschaftlichen Kompetenzen und Analysefähigkeiten.

Neben der Untersuchung und Erklärung aktueller sozialer Phänomene der Digitalisierung beschäftigen sich die Studierenden mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die politische Kommunikation und ihre Akteure. Fragestellungen sind zum Beispiel: „Wie nutzen Politikerinnen und Politiker soziale Medien?“, „Kann Partizipation an politischen Entscheidungen durch digitale Angebote verbessert werden?“ oder „Wie beeinflusst der digitale Wandel die Lebenschancen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen?“.

Analyse von vielfältigen Themen wie Auswirkungen der Digitalisierung auf die politische Kommunikation, Hassrede im Netz, Informationskompetenz oder Datenschutz im internationalen Vergleich

Zentrale gesellschaftliche Herausforderungen der Digitalisierung, zum Beispiel zu den Themen Hassrede im Netz, Fake News, Informationskompetenz oder Formen der Selbstrepräsentation in sozialen Medien werden dabei von den Studierenden wissenschaftlich analysiert und bearbeitet. Auch die neuen digitalen Instrumente auf Grundlage Künstlicher Intelligenz, zum Beispiel Social Bots, stehen im Fokus. Die Studierenden lernen, welche informationswissenschaftlichen und sprachtechnologischen Konzepte dahinterstecken und befassen sich mit digitalpolitischen Regulierungsfragen wie Datenschutz und Netzfreiheit im internationalen Vergleich.

Darüber hinaus vermittelt das Studium ein breites Methodenspektrum – von Informationsmanagement, Datengewinnung und Datenauswertung bis hin zur Erstellung benutzerfreundlicher Webseiten und Anwendungen im internationalen Kontext.

Ein Semester ist vorgesehen, um Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Dies geschieht in der Regel in einem Auslandssemester an einer der über vierzig Partnerhochschulen der Universität Hildesheim.

Das Bachelorprogramm „Digitale Sozialwissenschaften“ ist eine Studiengangsvariante des Studiengangs „Internationales Informationsmanagement“.

Berufsperspektiven

Nach dem Bachelorstudium „Digitale Sozialwissenschaften“ eröffnen sich Absolventinnen und Absolventen vielfältige Berufsperspektiven, etwa im Journalismus und Medien (z. B. Datenjournalismus), in der öffentlichen Verwaltung (z. B. elektronische Verwaltung), in Parteien und Parlamenten (z. B. Newsrooms, digitaler Wahlkampf), bei Stiftungen, Gewerkschaften und Verbänden, in internationalen Institutionen und Organisationen (z. B. digitale Diplomatie), in der Erwachsenenbildung (z. B. digitale Bildung, Medienkompetenz) oder in der Unternehmensberatung und Wirtschaft (z. B. Online-Marketing, Akzeptanz und Einführung innovativer digitaler Lösungen).

Neues Bachelorstudienangebot „Digitale Sozialwissenschaften an der Uni Hildesheim ab Wintersemester 2020/21

Sie möchten aktuelle soziale Phänomene der Digitalisierung untersuchen? Sie interessieren sich für die sozialen und politischen Herausforderungen des digitalen Wandels?

Ab jetzt bewerben unter:

www.uni-hildesheim.de/diso-bachelor
www.uni-hildesheim.de/diso

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Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Zentrum für Digitalen Wandel Pressemeldungen Personalportal
news-18935 Fri, 12 Jun 2020 10:59:00 +0200 Bundesweiter Digitaltag: Neues Forschungsportal des Zentrums für Digitalen Wandel und Tagung zu Informationskompetenz https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/bundesweiter-digitaltag-neues-forschungsportal-des-zentrums-fuer-digitalen-wandel-und-tagung-zu-info/ Während des bundesweiten Digitaltages am 19. Juni 2020 stellt ein Forschungsteam des Zentrums für Digitalen Wandel das neues Forschungsportal vor. Das Forschungsteam des Projekts „Informationskompetenz und Demokratie" der Universität Hildesheim richtet außerdem vom 18. bis 20. Juni eine kostenfreie internationale Online-Tagung mit Vorträgen sowie Workshops aus. Die Universität Hildesheim arbeitet während des Digitaltages mit der HAWK, der Volkshochschule, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft HI-REG und der Firma Compra zusammen. Am Digitaltag, der in diesem Jahr am Freitag, 19. Juni 2020, stattfindet, möchten unter anderem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hildesheim durch Veranstaltungen und Aktionen erfahrbar machen, welche Chancen sich durch die Digitalisierung ergeben und welche Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen sind.

Denn die Veränderungen durch die Digitalisierung gehen die gesamte Gesellschaft an. Das Einkaufen, der Arztbesuch, die Urlaubsplanung und vieles mehr – alles wird immer weiter digital vernetzt. Privatpersonen, Unternehmen, Vereine, Behörden, Institutionen oder öffentliche Akteure sind eingeladen, durch ihre Aktionen Entwicklungen der Digitalisierung für Bürgerinnen und Bürger erleb- und erfahrbar zu gestalten.

Für Hildesheim und die Region gibt es daher in diesem Jahr erstmalig eine eigene Website für den Digitaltag zum Mitmachen und Erleben:

http://hildesheim-digital.de/

Hier haben sich die HAWK, die Stiftung Universität Hildesheim, die Volkshochschule Hildesheim, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft HI-REG und die Compra GmbH mit Unternehmen, Institutionen und anderen Akteuren in der Region Hildesheim zusammen getan, um zu zeigen, welche Bedeutung die Digitalisierung in der Region besitzt.

Neues Forschungsportal des Zentrums für Digitalen Wandel

Zentrum für Digitalen Wandel

Das Zentrum für Digitalen Wandel / Center for Digital Change (ZFDW) stellt zu diesem Termin sein neues Forschungsportal vor und wird dazu einen digitalen Portalrundgang entwickeln.

Das neue Forschungsportal des ZfDW informiert jeden Interessierten interaktiv über die akademische und praktische Forschung, einschlägige Veranstaltungen und aktuelle Nachrichten zum Digitalen Wandel an der Universität Hildesheim.

Online-Tagung des Projekts „Informationskompetenz und Demokratie" der Universität Hildesheim

Internationale Online-Konferenz „Informationskompetenz und Demokratie"

Ein Forschungsteam des Projekts „Informationskompetenz und Demokratie" der Universität Hildesheim richtet vom 18. bis 20. Juni 2020 eine kostenfreie Online-Tagung mit Vorträgen sowie Workshops aus. Dabei diskutieren unter anderem Fachleute aus den USA, der Türkei, Indien, Schweden und Bosnien und Herzegowina über unser Informationsverhalten, Algorithmen in der politischen Meinungsbildung und wie Kinder den Umgang mit Informationen lernen können (https://informationskompetenz.blog.uni-hildesheim.de/).

Digitaltag findet bundesweit statt

Die HAWK hat eine regionale und ergänzende Dachmarke und zusammen mit der Compra GmbH die Website für den Digitaltag entwickelt, um den verschiedenen regionalen Aktionen und Akteuren in Bildungsinstitutionen und Unternehmen einen verbindenden Rahmen und somit einen gemeinsamen Wiedererkennungswert zu geben. Durch die gemeinsame Website wird eine Plattform geschaffen, auf der die Angebote des Tages übersichtlich für alle Interessierten abzurufen sind.Unternehmen und Institutionen, die Angebote und Veranstaltungen für diesen Tag auf die Website eintragen lassen wollen, können sich per E-Mail an die HAWK unter info@hildesheim-digital.de wenden.Die Angebote und Veranstaltungen werden vielfältig sein. Prof. Stefan Wölwer von der HAWK-Fakultät Gestaltung erläutert in seinem Vortrag „Digital is so yesterday! Die Zukunft gehört den hybriden Kultur- und Arbeitstechniken“, die Potentiale des Interaction Designs und stellt innovative Gestaltungsmöglichkeiten zur Digitalisierung vor.

Unter dem Motto „digitale VHS gemeinsam gestalten“ ruft die Volkshochschule Hildesheim die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises und der Stadt Hildesheim zum Digitalen Dialog auf. Gestalten Sie mit uns gemeinsam die digitale Zukunft unserer Volkhochschule Hildesheim.

Der Digitaltag findet bundesweit seit vielen Jahren statt und wird von einem Bündnis bestehend aus 21 Organisationen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Kultur, Wirtschaft und öffentliche Hand getragen. In diesem Jahr findet der Digitaltag auf bundesweiter Ebene aus gegebenen Anlass online über die Website https://digitaltag.eu statt. Dort finden sich auch viele verschiedene Ideen, welche Aktionen sich für diesen Tag eignen und wie diese gestaltet werden können.

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Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informationssysteme und Unternehmensmodellierung Zentrum für Digitalen Wandel Pressemeldungen
news-18868 Tue, 26 May 2020 10:55:55 +0200 Zentrum für Digitalen Wandel lädt ein zur Debatte über Nachhaltigkeit und Digitalisierung https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/zentrum-fuer-digitalen-wandel-laedt-ein-zur-debatte-ueber-nachhaltigkeit-und-digitalisierung/ Das Zentrum für Digitalen Wandel der Universität Hildesheim lädt ein zur öffentlichen Videokonferenz: Am 2. Juni 2020, diskutiert Sira Möller vom Nachhaltigkeitsbüro der Uni mit den Teilnehmern über Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Die Online-Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Zuge des Coronavirus, wird die Veranstaltungsreihe „KURZWEIL“ des Zentrums für Digitalen Wandel der Universität Hildesheim vorerst weiterhin digital stattfinden .

Am Dienstag, 2. Juni 2020, um 18:15 Uhr spricht Sira Möller aus dem Green Office, dem Nachhaltigskeitsbüro der Uni Hildesheim, in einer Videokonferenz über „Nachhaltigkeit und Digitalisierung“. Sira Möller stellt das Beratungsangebot „Your Goal – Your Action“ vor, welches vom Green Office entwickelt und umgesetzt wird und Nachhaltigkeit als Inhalt und Digitalität als Medium direkt miteinander kombiniert, um Studentinnen und Studenten in ihrem Engagement für eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen.

Hildesheimer Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren. Die Online-Veranstaltung ist öffentlich und findet via Videokonferenz (BigBlueButton) statt, die Teilnahme ist kostenfrei. Wenn Sie teilnehmen möchten, besuchen Sie die Internetseite www.uni-hildesheim.de/zfdw. Dort finden Sie den Link zur Videokonferenz und die Zugangsdaten.

„Wir stehen alle vor der Aufgabe, Nachhaltigkeit im Alltag zu leben. Aber es gibt viele Barrieren, mit dem neuen Beratungsangebot bieten wir eine E-Learning-Plattform, die Videos und Basiswissen über Nachhaltigkeit und Projektmanagement zur Verfügung stellt und als Inspiration dient“

Sira Möller hat ihr Kulturwissenschaftsstudium an der Universität Hildesheim abgeschlossen und arbeitet seit 2019 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Nachhaltigskeitsbüro der Uni Hildesheim, wo sie das Beratungsangebot „Your Goal – Your Action“ aufgebaut hat. „Wir stehen alle vor der Aufgabe, Nachhaltigkeit im Alltag zu leben. Aber es gibt viele Barrieren, ich habe das selbst erlebt, als ich Studentin war, es gibt viele Studierende, die sich für nachhaltige Entwicklung engagieren wollen, auch lokal in der Stadt Hildesheim. Aber dann scheitert es an der Umsetzung von Ideen, wie setzt man die Ideen um, wie findet man andere, die mithelfen wollen? Mit dem neuen Beratungsangebot bieten wir eine E-Learning-Plattform, die online frei zugänglich und kostenfrei für Studierende und Bürgerinnen und Bürger Videos und Basiswissen über Nachhaltigkeit und Projektmanagement zur Verfügung stellt und als Inspiration dient. Die digitalen Materialien können zum Selbststudium genutzt werden, um Ideen zu realisieren“, sagt die Kulturwissenschaftlerin. Zusätzlich vernetzt die Website Personen in Hildesheim, die sich für Nachhaltigkeit engagieren wollen. So gibt es zum Beispiel einen Projektkatalog, in dem Nachhaltigkeitsprojekte und Kooperationspartner vorgestellt werden. Beispielsweise könnten Studierende, die genervt vom kaputten Fahrradreifen sind, sich dafür einsetzen, dass Fahrradreparatursäulen an den Campusstandorten installiert werden, um einen platten Reifen selbst zu flicken. Die Website befindet sich gerade im Aufbau. Sira Möller stellt diese während der Veranstaltungsreihe „KURZWEIL“ des Zentrums für Digitalen Wandel vor. 

Die Veranstaltungsreihe „KURZWEIL“ des Zentrums für Digitalen Wandel / Center for Digital Change der Universität Hildesheim diskutiert aktuelle Themen des Digitalen Wandels. Dabei verfolgt die Reihe „KURZWEIL“ ein interaktives Konzept: So werden zunächst aktuelle akademische Projekte und Erkenntnisse aus unterschiedlichen Fachbereichen und Einrichtungen der Universität präsentiert. Im Anschluss daran wird auch das Publikum mit den Expertisen und Fragen einzubezogen – dies können Beobachtungen aus der beruflichen Praxis sein, Alltagserfahrungen oder Sichtweisen anderer Fachdisziplinen.

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Fachbereich 4 Zentrum für Digitalen Wandel Green Office Pressemeldungen
news-18760 Wed, 22 Apr 2020 15:38:00 +0200 Videokonferenz: Kann digitale Partizipation auf lokaler Ebene besser gelingen? https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/videokonfere/ Das Zentrum für Digitalen Wandel lädt ein zur öffentlichen Videokonferenz: Die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Marianne Kneuer von der Universität Hildesheim diskutiert mit den Teilnehmern, wie digitale Partizipation auf lokaler Ebene gelingen kann. Die Online-Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Am Dienstag, 5. Mai 2020, um 18:15 Uhr spricht die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Marianne Kneuer in einer Videokonferenz über das Thema „Local E-Democracy – Kann digitale Partizipation auf lokaler Ebene besser gelingen?“.

Hildesheimer Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren. Die Online-Veranstaltung ist öffentlich und findet via Videokonferenz (BigBlueButton) statt, die Teilnahme ist kostenfrei. Wenn Sie teilnehmen möchten, besuchen Sie auf die Internetseite www.uni-hildesheim.de/zfdw. Dort finden Sie den Link zur Videokonferenz und die Zugangsdaten.

Wie sich Bügerinnen und Bürger aktiv an politischen Prozessen beteiligen und Meinungen austauschen

Mit dem Internet sind und waren Hoffnungen verbunden, dass Bügerinnen und Bürger sich aktiv an politischen Prozessen beteiligen, ihre Perspektiven einbringen und Meinungen austauschen. Viele versprachen sich zudem von den neuen technischen Möglichkeiten, die Schwächen und Ermüdungserscheinungen repräsentativer Demokratie – etwa die Distanz zwischen Politikern und Bürgern – zu heilen. Spätestens mit der Entwicklung zum Social Web sind viele partizipative Angebote und Formate Alltag geworden.

Was bedeutet dies jedoch für politische Prozesse? Die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Marianne Kneuer von der Forschungsgruppe „Politik und Internet“ diskutiert anhand aktueller Forschungsergebnisse die Möglichkeiten von E-Democracy. Wie kann digitale Partizipation auf lokaler Ebene besser gelingen?

Die Forschungserkenntnisse diskutiert Professorin Marianne Kneuer nach ihrem Kurzvortrag mit den Teilnehmern der Webkonferenz. Zur Videokonferenz gehört auch eine kleine Vorstellungsrunde, in der die Teilnehmer kurz erläutern, welchen Bezug sie zum Thema haben.

Veranstaltungsreihe „KURZWEIL“ des Zentrums für Digitalen Wandel

Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe „KURZWEIL“, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie vorerst digital stattfindet. Die Veranstaltungsreihe „KURZWEIL“ des Zentrums für Digitalen Wandel / Center for Digital Change der Universität Hildesheim diskutiert aktuelle Themen des Digitalen Wandels. Dabei verfolgt die Reihe „KURZWEIL“ ein interaktives Konzept: So werden zunächst aktuelle akademische Projekte und Erkenntnisse aus unterschiedlichen Fachbereichen und Einrichtungen der Universität präsentiert. Im Anschluss daran wird auch das Publikum mit den Expertisen und Fragen einzubezogen – dies können Beobachtungen aus der beruflichen Praxis sein, Alltagserfahrungen oder Sichtweisen anderer Fachdisziplinen.

Kontakt bei Fragen:

Dr. Bianca Burgfeld-Meise
Zentrum für Digitalen Wandel | Center for Digital Change
Tel.: 05121 883 90250
E-Mail: burgfeldmeise@uni-hildesheim.de

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Fachbereich 1 Sozialwissenschaften Politik Zentrum für Digitalen Wandel Pressemeldungen
news-18728 Wed, 22 Apr 2020 09:26:31 +0200 Schulen im Digitalen Wandel: Interview mit Informatikerin Dr. Bernadette Spieler https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/schulen-im-digitalen-wandel-interview-mit-informatikerin-dr-bernadette-spieler/ Die Informatikerin Dr. Bernadette Spieler entwickelt derzeit mehrere Angebote im Bereich der Digitalisierung an Schulen. Im Arbeitskreis „Schulen im Digitalen Wandel“ bietet die Wissenschaftlerin Online-Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer an. In einer kostenfreien Online-Veranstaltung am 7. Mai 2020 können Lehrerinnen und Lehrer aktuelle Fragen zum Thema Online-Lehre stellen. Im Juni 2020 folgt eine Fortbildungsreihe zum Thema „Lehren und lernen mit digitalen Medien“. Die Wissenschaftlerin Dr. Bernadette Spieler entwickelt derzeit gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen mehrere Angebote im Bereich der Digitalisierung im Bildungswesen. Die Informatikerin forscht und lehrt seit Herbst 2019 am Institut für Mathematik und Angewandte Informatik der Universität Hildesheim und leitet dort die neu gegründete Abteilung für Didaktik der Informatik. Sie war zuvor fünf Jahre an der Technischen Universität Graz in Österreich am Institut für Softwaretechnologie tätig.

Die Informatikerin hat im Auftrag des Arbeitskreises „Schulen im Digitalen Wandel“ der Universität Hildesheim die neue Webseite https://digiducation.de entwickelt und veröffentlicht. Mit der Online-Plattform stellt die Universität eine Sammlung von offenen und freien Bildungsressourcen (OERs) für fächerintegrative Informatik- und Digitalisierungskonzepte bereit, informiert über Veranstaltungen und bietet nützliche Links zu weiterführenden Online Angeboten an. Eigene Materialien und Berichte können von allen direkt über die Seite (Menüpunkt „Teilen“) zur Verfügung gestellt werden.

Der Arbeitskreis „Schulen im Digitalen Wandel“ setzt sich zusammen aus der Projektgruppe Medienbildung des Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung an der Universität Hildesheim: Prof. Dr. Barbara Schmidt-Thieme, Dr. Bernadette Spieler, Nicole Ude, Dr. Candy Walter und  Dr. Hartmut Schröder.

Der Arbeitskreis befasst sich mit den zahlreichen Anforderungen und Aufgaben im Zuge des Digitalen Wandels an Schulen und möchte ein Forum zum gemeinsamen Austausch über Bedarfe, Anforderungen, bildungspolitische Vorgaben, Kompetenzmodelle, Materialien und Medien bieten. Dazu werden Veranstaltungen direkt an Schulen, an der Universität oder zurzeit auch online angeboten. Während eines Strategieworkshops im Frühjahr erarbeiteten Forschende der Universität und Lehrende zusammen gezielte Maßnahmen zur Umsetzung und Weiterentwicklung der Digitalisierung an den Schulen in Stadt und Land Hildesheim, etwa zur Realisierung von digitalen Klassenräumen und Infrastrukturmaßnahmen und zum Einsatz von digitalen Medien.

„Eine der Aufgaben von Lehrkräften ist es, Schülerinnen und Schüler im Zeitalter der Digitalisierung auf ihren Lebensweg und ihren Berufsalltag vorzubereiten. Konzepte wie fächerübergreifender und fächerintegrativer Unterricht zeigen, dass informatisches Denken sowie der richtige aber auch kritische Umgang mit Medien – daher das Herausbilden einer Medienkompetenz – zu den neuen Schlüsselqualifikationen der Kinder gehören. Dafür gibt es verschiedene  Konzepte, Lernsoftware, Lernapps oder Audience-Response-Systeme (ARS), welche für mehr Vielfalt in der Lehre eingesetzt werden können“, sagt Bernadette Spieler.

Kostenlose Online-Veranstaltung des Arbeitskreises „Schulen im Digitalen Wandel“: Fragen und  Antworten zur digitalen Lehre an Schulen

Am 7. Mai 2020 lädt die Informatikerin Lehrerinnen und Lehrer zu einer kostenlosen Online-Veranstaltung des Arbeitskreises „Schulen im Digitalen Wandel“ ein (https://www.digiducation.de/event/online-veranstaltung/). In der Online-Fortbildung haben Lehrerinnen und Lehrer die Möglichkeit aktuelle Fragen zum Thema Online-Lehre zu stellen und können Problem- und Handlungsfelder aufzeigen. Des Weiteren können die Lehrkräfte über eigene Online-Ansätze und Lösungen aus ihrer eigenen Lehre an Schulen berichten. Die Lehrkräfte nehmen online von Zuhause teil.

Im Juni 2020 startet Bernadette Spieler die Fortbildungsreihe „Lehren und lernen mit digitalen Medien“ (PDF) (voraussichtlich online). In der Fortbildungsreihe geht es etwa um Techniken, Lernsoftware, Chancen und Risiken, praktische Beispiele, rechtliche Rahmenbedingungen für den Einsatz digitaler Medien im Unterricht und den Einsatz von digitalen Medien im Schulalltag. Mit der Fortbildung sollen die digitalen Kompetenzen von Lehrerinnen und Lehrern in Unterrichtsprozessen gestärkt werden. Die Fortbildung findet in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum für regionale Lehrkräftefortbildung der Universität Hildesheim statt. Die komplette Fortbildungsreihe kann bei Besuch von fünf der sechs Modulen mit einem Zertifikat der Uni Hildesheim abgeschlossen werden. Jedes Modul kann natürlich auch einzeln ausgewählt werden und für jede Teilnahme gibt es unabhängig vom Zertifikat eine Teilnahmebescheinigung des Kompetenzzentrums.

Wer mehr über das digitale Lernen an Schulen erfahren möchte, erreicht Dr. Bernadette Spieler am Institut für Mathematik und Angewandte Informatik der Uni Hildesheim unter spieler(at)uni-hildesheim.de.

Nachgefragt bei Dr. Bernadette Spieler von der Abteilung Informatikdidaktik am Institut für Mathematik und Angewandte Informatik der Universität Hildesheim

Die Wissenschaftlerin Dr. Bernadette Spieler hat gerade einen Online-Programmier-Kurs in Zusammenarbeit mit dem in Hildesheim angesiedelten Explore Sciencenter (https://www.explore-hi.de) für Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren angeboten, der 4-tägige Coding-Kurs fand in den Osterferien Online für Kinder statt. 21 Kinder  haben am Kurs teilgenommen und am Ende eine eigenes Spiel am Smartphone mit der an der TU Graz entwickelten App Pocket Code programmiert. Die Informatikerin möchte in Zukunft mehrere solche Kurse in Hildesheim anbieten. Im Interview spricht sie über ihre Forschung.

Frau Dr. Spieler, wie läuft der Online-Coding-Kurs für Kinder ab?

Bernadette Spieler: Dieser Kurs war unser erster Versuch. Auf Grund der aktellen Situation musste ich kurzfristig den gesamten Kurswelcher ursprünglich als Coding-Kurs vor Ort am Explore Sciencenter in Hildesheim gedacht gewesen war, als Onlinekurs anbieten und digitalisieren. Mit Unterstützung des Explore Sciencenter und drei meiner ehemaligen Studierenden haben wir diesen Kurs mit insgesamt 10 Kapiteln, 33 Lektionen und 8 Quizzes entwickelt und diesen auf der neuen Webseite des Arbeitskreises „Schulen im Digitalen Wandel“ der Uni Hildesheim zur Verfügung gestellt (https://www.digiducation.de/online-kurse/). Der Kurs selbst wurde an vier Tagen online angeboten und täglich von zwei Online Sessions in Kleingruppen (um 9 Uhr und 14 Uhr) aktiv begleitet. Wir starteten am ersten Tag mit 24 Kindern und 21 davon haben den ganzen Kurs absolviert. Für einen freiwilligen Online-Kurs ist das ein sehr guter Schnitt.

Wie haben Sie die Kinder während des Online-Coding-Kurses digital begleitet?

In der Zeit von 10 bis 14 Uhr konnten die Kinder jeden Tag alleine an den einzelnen Kapiteln arbeiten und wenn sie Hilfe benötigten, eine 1:1-Videokonferenz mit den Trainerinnen und Trainern buchen. Insgesamt wurden 53 solcher online Einzel- Sessions gebucht. Das zeigt, dass – auch wenn ein Kurs online stattfindet – es einen sehr hohen Bedarf an direkter Betreuung und Kommunikation gibt. Sehr viel Wert haben wir darauf gelegt einen persönlichen Bezug zu den Kindern aufzubauen. Dafür fanden die gemeinsamen Online-Sessions in Kleingruppen von bis zu 9 Kindern statt. Es war jeder und jedem in Meetings selbst überlassen, ob das Video eingeblendet werden soll oder nicht. Des Weiteren nutzen wir ein interaktives Whiteboard zum Austausch, haben informatische Themen wie Binärzahlen und Logik gemeinsam erarbeitet und Rätsel und Spiele durchgeführt, um den Coding-Kurs aufzulockern.

Wie gelingt das digitale Lernen in jungen Jahren? Worauf achten Sie in Ihren Online-Kursen für Kinder?

Die Kinder lernten vieles über Programmierung (Schleifen, Variablen, Bedingungen) und erstellten kleinere Programme und am Ende ihr eigenes größeres Spiel. Jedes Kapitel bestand dabei aus drei Teilen: Es startete mit einer kurzen Erklärung und einer Aufgabe ohne Computer, wie einem Arbeitsblatt oder einer Turnübung. Diese Turnübung sollte zum Beispiel durch die Abfolge der einzelnen Schritte den Kindern die Funktionsweise eines Algorithmus erklären. Darauf aufbauend wurde ein Programm Schritt-für-Schritt erklärt und abschließend gab es pro Kapitel eine Programmier-Challenge zur Festigung, welche alleine gelöst werden sollte. Die Kinder waren sehr motiviert dabei, hatten merklich Spaß beim Programmieren der Spiele und manche haben selbst nach dem Kurs noch weiter an den Lektionen gearbeitet. Zusätzlich haben wir eine Lektion hinzugefügt, die Kindern zeigt wie sie ihren eigenen Designs und Muster programmieren können. Haben sie ein solches Design programmiert, dürfen Sie – sobald es die Situation wieder zulässt – an die Uni Hildesheim kommen und dieses mit unserer progrmamierbaren Stickmaschine auf ihr T-Shirt oder auf eine Tasche sticken.

Wie bedeutsam ist die Betreuung per Chat oder Audio?

Vor allem online ist es wichtig neue Wege der Motivation zu finden. Vor Ort ist es einfacher auf das jeweilige Kind einzugehen und zu helfen. Gerade deshalb haben sich die Einzelmeetings mit den Kindern ausgezahlt. Viele Kinder kamen mehrmals zu den Meetings und nutzten das Angebot unserer Helpline – einer der Trainer oder Trainerinnen war den ganzen Tag rund um die Uhr per Videokonferenz, Chat oder Audio erreichbar. Dieses Betreuungsangebot stellte sich als sehr wichtig heraus. Von Tag zu Tag trauten sich die Kinder immer mehr, fragten öfters nach, kommentierten ihre Erfolge mit der vorhandenen Kommentarfunktion, buchten zusätzliche Sessions, wurden mit den verwendeten Techniken vertraut und beteiligten sich immer aktiver in den Online-Meetings. Wir freuen uns sehr über den Erfolg des Kurses und bedanken uns bei den Kindern, welche bis zum Ende durchgehalten haben und sich auf dieses Abenteuer eingelassen haben.

Wie geht es weiter, planen Sie weitere Online-Coding-Kurse?

Aufbauend auf diesen Erfolg möchten wir an der Universität Hildesheim weiterhin in Zusammenarbeit mit dem Explore Sciencenter Online-Kurse anbieten und neue Kurse für verschiedene Zielgruppen konzipieren. Gerade in dieser Zeit kann man Kindern so einen nützlichen Weg aufzeigen, wie sie ihr Handy und ihren Computer sinnvoll einsetzen und kreativ eigene Spiele entwickeln können.

Die Fragen stellte Isa Lange.

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Fachbereich 4 Mathematik & Angewandte Informatik Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB) Zentrum für Digitalen Wandel Pressemeldungen Lehrerbildung
news-18782 Mon, 20 Apr 2020 16:16:00 +0200 Wie man eine Uni digitalisiert https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/wie-man-eine/ Jürgen Sander leitet das Team, um die Hochschule ab heute im Online-Betrieb zu betreiben. Erstellt von Hildesheimer Allgemeine Zeitung.

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Zentrum für Digitalen Wandel Pressespiegel regional
news-18679 Fri, 27 Mar 2020 14:00:00 +0100 NDR über digitale Lehre an der Universität Hildesheim in Zeiten von Corona und die Initiative "WIR STARTEN DIGITAL!" der Landeshochschulkonferenz Niedersachsen https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/ndr-ueber-dig/ NDR berichtet über digitale Lehre in Zeiten des Coronavirus: Das Sommersemester soll für die Studierenden "kein verschenktes Semester" sein, sagt Professor Wolfgang-Uwe Friedrich dem NDR. Ein Projektteam „E-Learning 2020“ der Universität Hildesheim entwickelt und testet mit Hochdruck Tools, die für die digitale Lehre an der Uni Hildesheim geeignet sind. Unter anderem sind die Universitätsbibliothek, das Zentrum für Digitalen Wandel, das Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung und das Rechenzentrum beteiligt. "Leere Hörsäle, verschlossene Bibliotheken: In Corona-Zeiten stehen auch die Universitäten und Hochschulen in Niedersachsen vor großen Herausforderungen", berichtet der NDR. Während die Einrichtungen dicht seien, soll das Sommersemester für die Studierenden "kein verschenktes Semester" sein, sagt Wolfgang-Uwe Friedrich, Präsident der Universität Hildesheim und Vorsitzender der Landeshochschulkonferenz (LHK), dem NDR Niedersachsen.

Die Ansage der Landeshochschulkonferenz Niedersachsen lautet: "Wir starten digital".

Ein Projektteam „E-Learning 2020“ der Universität Hildesheim entwickelt und testet mit Hochdruck Tools, die für die digitale Lehre an der Uni Hildesheim geeignet sind und schafft die erforderlichen Kommunikations- und Informationsinfrastrukturen, um kurzfristig digitale Lehre an der Uni Hildesheim flächendeckend zu ermöglichen. Die Universität Hildesheim steckt mitten in der Vorbereitung, berichtet NDR Niedersachsen. Konkret bedeutet das: Online-Zugänge für die Studenten müssen funktionieren, "wir schaffen Chat- und digitale Konferenzräume", erklärt Ewald Brahms, Leiter der Universitätsbibliothek und Vorstand des Zentrums für digitalen Wandel an der Uni.

NDR Norddeutscher Rundfunk 
NDR.de
27.03.2020
Corona: Sommersemester startet digital - aber wie? 
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Corona-Sommersemester-startet-digital-aber-wie,hochschulen164.html

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Rechenzentrum Universitätsbibliothek Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB) Zentrum für Digitalen Wandel Präsident Pressespiegel überregional
news-18678 Fri, 27 Mar 2020 13:00:00 +0100 DEUTSCHLANDFUNK: Niedersachsens Hochschulen in Zeiten von Corona / Stellungnahme von Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/deutschlandf-2/ DEUTSCHLANDFUNK berichtet: Die Landeshochschulkonferenz Niedersachsen teilt unter dem Motto "WIR STARTEN DIGITAL!" mit, dass die Hochschulen digital ins Sommersemester 2020 starten. Im Gespräch mit dem DEUTSCHLANDFUNK erläutert Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich die Maßnahmen. DEUTSCHLANDFUNK DLF
Sendung Campus & Karriere - Das Bildungsmagazin
27.03.2020
Radiobeitrag ~5Min
Autor: Alexander Budde, DLF-Landeskorrespondent Niedersachsen
Beitrag über die LandesHochschulKonferenz Niedersachsen (LHK) - "WIR STARTEN DIGITAL!" - Stellungnahme von Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich / "Wir brauchen ein Höchstmaß an Entgegenkommen gegenüber den Studierenden", sagt Prof. Friedrich.
https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2020/03/27/niedersaechsische_hochschulen_starten_das_sommersemester_dlf_20200327_1454_d0746bbd.mp3

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Zentrum für Digitalen Wandel Präsident Pressespiegel überregional
news-18779 Wed, 05 Feb 2020 16:06:00 +0100 So können Rathäuser aus dem digitalen Abseits kommen https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/so-koennen-ra/ Den drei Südkreis-Gemeinden hilft das Zentrum für Digitalen Wandel der Universität Hildesheim auf die Sprünge. Ein sogenanntes Content-Management-System auf das alle drei Verwaltungen Zugriff haben, soll die Rathäuser einander näher bringen. Erstellt von Hildesheimer Allgemeine Zeitung.

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Zentrum für Digitalen Wandel Pressespiegel regional
news-18777 Tue, 04 Feb 2020 15:56:00 +0100 Uni-Reihe zum digitalen Wandel https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/uni-reihe-zu-2/ Welche Kompetenzen benötigen Unternehmen und Organisationen beim Thema digitaler Wandel? Unter dem Titel "Kurzweil" startet die Uni Hildesheim eine Veranstaltungsreihe. Erstellt von Hildesheimer Allgemeine Zeitung.

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Zentrum für Digitalen Wandel Pressespiegel regional
news-18364 Thu, 30 Jan 2020 09:03:54 +0100 Welche Kompetenzen benötigen Unternehmen und Organisationen im Digitalen Wandel? https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/welche-kompetenzen-benoetigen-unternehmen-und-organisationen-im-digitalen-wandel/ Das Zentrum für Digitalen Wandel startet die öffentliche Veranstaltungsreihe „KURZWEIL“. Das Thema am 4. Februar 2020: Welche Kompetenzen benötigen Unternehmen und Organisationen im Digitalen Wandel? Mit der neuen Veranstatlungsreihe, die künftig an jedem ersten Dienstag im Monat stattfindet, initiiert das Forschungszentrum der Universität Hildesheim einen Dialog zwischen Universität, Unternehmen und Stadtgesellschaft. Künstliche Intelligenz sowie Politik und Internet sind die nächsten Themen der Veranstaltungsreihe. Digitalisierungsprozesse sind allgegenwärtig und verändern stetig und fortschreitend unser Leben. Das Zentrum für Digitalen Wandel / Center for Digital Change der Universität Hildesheim startet eine neue öffentliche Veranstaltungsreihe.

Am Mittwoch, 4. Februar 2020, um 18:15 Uhr startet die Veranstaltungsreihe „KURZWEIL“ in der Universitätsbibliothek am Hauptcampus (Universitätsplatz 1, 31141 Hildesheim). Eröffnet wird die Veranstaltungsreihe mit der Sozialpädagogin Prof. Dr. Inga Truschkat und dem Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Ralf Knackstedt. Welche Kompetenzen benötigen Unternehmen und Organisationen im Digitalen Wandel? Inga Truschkat und Ralf Knackstedt berichten aus ihren Forschungsprojekten.

Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität und Hildesheimer Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist öffentlich, die Teilnahme ist kostenfrei.

Mit der neuen Veranstatlungsreihe, die künftig an jedem ersten Dienstag im Monat stattfindet, initiiert das Hildesheimer Forschungszentrum einen Dialog zwischen Universität, Unternehmen und Stadtgesellschaft. Künstliche Intelligenz sowie Politik und Internet sind die nächsten Themen der Veranstaltungsreihe.

Die Veranstaltungsreihe „KURZWEIL“ diskutiert fächerübergreifend aktuelle Themen aus den Digitalisierungskontexten, um veränderte Anforderungen, Potenziale und Herausforderungen identifizieren und ihnen begegnen zu können. Dabei verfolgt die Reihe „KURZWEIL“ ein interaktives Konzept: So werden zunächst aktuelle akademische Projekte und Erkenntnisse aus unterschiedlichen Fachbereichen und Einrichtungen der Universität präsentiert. Im Anschluss daran besteht die Zeit, die Expertisen und Fragen des Publikums einzubeziehen – ob Beobachtungen in der beruflichen Praxis, Alltagserfahrungen oder Sichtweisen anderer Fachdisziplinen.

Flyer zur Eröffnung der KURZWEIL #1

Kontakt bei Fragen:

Dr. Bianca Burgfeld-Meise
Zentrum für Digitalen Wandel | Center for Digital Change
Tel.: 05121 883 90250
E-Mail: burgfeldmeise@uni-hildesheim.de

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Fachbereich 1 Sozial- und Organisationspädagogik Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informationssysteme und Unternehmensmodellierung Zentrum für Digitalen Wandel Pressemeldungen
news-17107 Mon, 20 Jan 2020 07:46:00 +0100 Vorstand des Zentrums für Digitalen Wandel https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/vorstand-des-zentrums-fuer-digitalen-wandel/ Im „Zentrum für Digitalen Wandel / Center for Digital Change“ befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der Grundstruktur, der Komplexität und den Chancen und Risiken des digitalen Wandels aus technischer sowie sozial-, kultur- und geisteswissenschaftlicher Forschungsperspektive. Im Juli kam der Vorstand des „Zentrums für Digitalen Wandel / Center for Digital Change“  der Universität Hildesheim zur konstituierenden Sitzung zusammen.

Dem Vorstand gehören der Wirschaftsinformatiker Professor Ralf Knackstedt (Sprecher), die Politikwissenschaftlerin Professorin Marianne Kneuer, der Informationswissenschaftler Professor Joachim Griesbaum, die Mathematikdidaktikerin Professorin Barbara Schmidt-Thieme, der Leiter der Universitätsbibliothek Dr. Ewald Brahms und der Literaturwissenschaftler Dr. Guido Graf an.

„Mit dem Zentrum für Digitalen Wandel wollen wir bestehende Forschungs-, Lehr- und Transferinitiativen bündeln, um diesen eine größere Wirksamkeit zu verleihen und um disziplinübergreifende Erklärungs- und Gestaltungsansätze zu ermöglichen, die dem digitalen Wandel in seiner Komplexität gerecht werden“, so Professor Ralf Knackstedt.  

Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler möchten erklären und aufklären, so dass weder überzogener Alarmismus noch Hype die Debatten über den digitalen Wandel prägen. Die Digitalisierung ist eines von vier Leithemen – neben Bildung, Kultur und Diversität – in der Entwicklungsplanung der Universität Hildesheim.

Weitere Informationen über das ZFDW finden Sie online.

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Fachbereich 1 Sozialwissenschaften Migrationspolitik Politik Fachbereich 2 Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Wirtschaftswissenschaft und ihre Didaktik Mathematik & Angewandte Informatik Einrichtungen Universitätsbibliothek Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB) Zentrum für Digitalen Wandel Pressemeldungen
news-18129 Fri, 10 Jan 2020 10:49:00 +0100 „Disinformation´s main challenge to a society is that it destroys trust between each other“ https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/disinformations-main-challenge-to-a-society-is-that-it-destroys-trust-between-each-other/ Der Niederländer Rolf Nijmeijer und der Brite Jan Erik Kermer befassen sich derzeit als Gastwissenschaftler am Institut für Sozialwissenschaften, Arbeitsbereich Politikwissenschaft, der Universität Hildesheim mit digitalen Methoden in der sozialwissenschaftlichen Forschung. Die beiden Forscher arbeiten im Data Science Lab und tauschen sich mit dem Team um Professor Wolf Schünemann vom Forschungsschwerpunkt Politik und Internet aus. Interview with the guest researchers Rolf Nijmeijer and Jan Erik Kermer

Mr. Nijmeijer, Mr. Kermer, you are currently working in the Data Science Lab in Hildesheim. What research question are you working on?

Rolf Nijmeijer: I am working in the field of Political Science and in particular digital political communication. It is a very exciting and dynamic field. In my research I mostly focus on three different aspects of disinformation, that is, fake information that is spread intentionally to mislead people and to sow distrust. I am looking at the United States, United Kingdom and Germany to see if they have been targeted by disinformation campaigns. Many people think this has been the case. I am also   analysing whether there are big differences between these disinformation campaigns – do they target different kind of groups in the country, do they raise different issues, like migration in Germany? Lastly, I want to compare the targets of these disinformation campaigns to results from social surveys. These surveys ask people whether they have trust in instutions like the media and the government in their country. Lower trust in these instituions may be caused by disinformation campaigns, but one has to keep in mind that this may also be caused by other factors. By comparing all these various forms of data, I hope to gain a better view of the effects of disinformation on societies.

Disinformation is a very hot topic right now – you hear and read a lot about it –  particularly ´fake news´. But I do think it is a bit misunderstood. In many ways it is presented right now as if we are completely manipulated by social media: as soon as somebody puts a false narrative in front of us, we believe it and that influences our elections. I think it is not so simple. It is difficult to change peoples´ minds entirely and I think disinformation´s main challenge to a society is that it destroys trust between each other and within the country people are living in. That is what I want to find out.

Jan Erik Kermer: My project aims to explore whether the Europeanization of national debates in tabloid newspapers (i.e. in terms of the increasing visibility of EU actors, salience of transnational issues, and increasing politicization of EU politics in national arenas) has contributed to the (re-)nationalization of public spheres. In my current field, mass readership papers such as BILD and The Daily Mail have been largely overlooked in the scholarship so far. So I intend to address this research gap. For example, if you think of Brexit – would one define it as a domestic or  transnational issue? Anecdotally speaking, picking up a British newspaper, you would probably conclude that it is a purely national and domestic issue. But if you picked up a German or Italian paper, you might conclude otherwise. Think also about the migration crisis (transnational issue) which has effectively been subsumed into national public spheres as a quintessentially national debate. So we should perhaps be mindful of overemphasising the “transnationalization of public spheres” phenomenon. I ask three central research questions: Does national media coverage of EU affairs increase the salience of national identity and national channels of representation?  Which political actors benefit from an increasingly Europeanised debate? Do national public spheres display within-country similarities or differences in their reporting of EU affairs?

I aim to adopt the method of political claims analysis as a proxy to measure the extent of a public spheres’ renationalisation, complemented by discourse network analysis. Using these methodological tools, I hope to be able to measure and visualize political claims and identify the networks of actors affiliated to each claim.

What do you hope to gain from your research stay at the Institute for Social Sciences at the University of Hildesheim?

Jan Erik Kermer: I hope to enrich my knowledge of different computer programming software such as the R programming language at Hildesheim’s very own Data Lab and trial a method that I intend to use in my PhD, namely, discourse network analysis. I hope to discuss ideas and exchange views concerning my project with Hildesheim’s experts in the field of political communication – particularly Professor Wolf Schünemann, who is an expert in my field, and Stefan Steiger. Fortunately, I know a couple of the guys here have some expertise in this area. I also would like to learn new digital methods in Hildesheim. Lastly, I would like to see Hildesheim and Hannover, particularly, the Mariendom and St.Andreas Kirche!

You chose to come to Hildesheim, not Berlin, not Munich. Why Hildesheim?

Rolf Nijmeijer: A good question! Last year we attended a conference here in Hildesheim about the transformation of the public sphere through digitization. There we met scholars from Hildesheim, including Professor Marianne Kneuer and Professor Wolf Schünemann. The latter also came for a research stay to Rome. We noticed a lot of overlap between their research and our research and we found a lot of similarities in what we want to achieve. Professor Schünemann and Stefan Steiger here in Hildesheim analyzed how political campaigns have been conducted with Twitter posts, so the research in Hildesheim is very relevant to me and I can learn from the methodology they used for my own research. Hildesheim is definitely advanced in this regard.

What opportunities arise when you work together in international research networks, especially in the field of digitisation?

Jan Erik Kermer: Many opportunities! It is a great environment to further research ideas and exchange views from different cultural standpoints. As the saying goes: „not all classrooms have four walls.“ This research stay in Hildesheim is especially fruitful for my research on transnational public spheres and Europeanization in the digital age. Coming to Germany to discuss with scholars is an invaluable opportunity which is crucial to my research. Germany is the birthplace of intellectual giants such as Jürgen Habermas and Karl Deutsch. German universities are also at the forefront of digital methodological innovations and cutting-edge facilities.

Rolf Nijmeijer: It is very useful to have people from different countries working on similiar topics together, and to learn from and help each other. We are, for example, taking a look at my data set to try and see if the methodologies used by Prof. Wolf Schünemann and Stefan Steiger can be used for my research. The data I am using right now is from the 2016 US elections. I am really curious to see what comes out of this data set. There are millions of Tweets to analyze.

Mr. Kermer, is there, as a researcher, a fear how the Brexit will develop?

Jan Erik Kermer: I do not think, there will be huge changes, but of course, if the UK would still be in the European Union, we´d have more funding and research opportunities for British scholars. I think Brexit is a shame. But I am still confident that research networks between Germany and the UK will still flourish post-Brexit given the deeply entrenched networks that already exist.

Questions: Isa Lange

Wenn Sie die Gastwissenschaftler treffen möchten, kontaktieren Sie Rolf Nijmeijer (r.nijmeijer@luiss.it) und Jan Erik Kermer (j.kermer@luiss.it) gerne per Email. Die Wissenschaftler sind bis zum 16. Januar 2020 in Hildesheim.

Forschungsschwerpunkt Politik und Internet

Digitalisierung im Fokus der Hildesheimer Sozialwissenschaften

Der Niederländer Rolf Nijmeijer und der Brite Jan Erik Kermer befassen sich während ihres zweiwöchigen Forschungsaufenthalts am Institut für Sozialwissenschaften der Universität Hildesheim mit digitalen Methoden in der sozialwissenschaftlichen Forschung.

Die beiden Doktoranden der LUISS-Universität in Rom möchten in Hildesheim vor allem ihre Kompetenzen im Hinblick auf Digitalisierung und digitale Methoden erweitern. Sie arbeiten im Data Science Lab und tauschen sich in mehreren Arbeitssitzungen mit Wolf Schünemann, Juniorprofessor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Internet und Politik an der Universität Hildesheim, aus. Zwischen den Universitäten in Hildesheim und Rom bestehen seit 2018 enge Austauschbeziehungen im Hinblick auf die Digitalisierungsforschung. Diese wurden begründet durch die Leiterin des Forschungsschwerpunkts Politik und Internet in Hildesheim, Prof. Dr. Marianne Kneuer, und den Direktor des Centre for Conflict and Participation Studies (CCPS) an der LUISS-Universität, Prof. Dr. Michele Sorice.

Der Forschungsaufenthalt der beiden Gastwissenschaftler wird anteilig durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur über das International Office der Universität Hildesheim gefördert.

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Sozialwissenschaften Politik Zentrum für Digitalen Wandel Pressemeldungen
news-18056 Mon, 30 Dec 2019 16:26:00 +0100 „Das Besondere am Zentrum für Digitalen Wandel ist die Interdisziplinarität“ https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/das-besondere-am-zentrum-fuer-digitalen-wandel-ist-die-interdisziplinaritaet/ Als Geschäftsführerin des Zentrums für Digitalen Wandel hat Dr. Bianca Burgfeld-Meise ihre Arbeit aufgenommen. Im Gespräch gibt die Medienwissenschaftlerin Einblicke in ihre Arbeit. Das Zentrum erarbeitet aktuell verschiedene Aktivitäten, um den Austausch und die Vernetzung an der Universität und in der Region Hildesheim im Kontext des Digitalen Wandels zu unterstützen. Im Zentrum für Digitalen Wandel / Center for Digital Change befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der Grundstruktur, der Komplexität und den Chancen und Risiken des digitalen Wandels aus technischer sowie sozial-, kultur- und geisteswissenschaftlicher Forschungsperspektive.

Kontakt bei Fragen:
Zentrum für Digitalen Wandel / Center for Digital Change
Geschäftsführerin Dr. Bianca Burgfeld-Meise
burgfeldmeise@uni-hildesheim.de

Zentrum für Digitalen Wandel / Center for Digital Change

Interview mit Dr. Bianca Burgfeld-Meise

Frau Dr. Burgfeld-Meise, Sie sind neu an der Universität Hildesheim und arbeiten als Geschäftsführerin des Zentrums für Digitalen Wandel / Center for Digital Change. Worauf freuen Sie sich?

Themen der Digitalisierung beschäftigen mich schon seit Beginn meiner wissenschaftlichen Karriere. So zum Beispiel in meiner Dissertation zur Konstruktion von Sozialität in Social Network Sites, dann im vom BMBF geförderten Digital Humanities-Projekt „Zentrum Musik – Edition – Medien“ und zuletzt im BMBF-Projekt „DigHomE Digital Home Learning Environment“. Auch in der Lehre im Arbeitsbereich Medienpädagogik und empirische Medienforschung habe ich mit den Studierenden viele Digitalisierungsphänomene besprochen, zuletzt das Verhältnis von Medien, Digitalisierung und Bildung.

Das Zentrum bietet dementsprechend für mich die Möglichkeit meine bisherigen wissenschaftlichen Erfahrungen und Expertisen einzubringen und in Abstimmung mit dem Vorstand sowie den unterschiedlichen Fachbereichen, Instituten und Einrichtungen der Universität ein Zentrum aufzubauen, welches auf Dauer Themen der Digitalisierung an der Universität verankert. Die Universität Hildesheim hat mit der Gründung des Zentrums erkannt, wie wichtig der interdisziplinäre Austausch in Digitalisierungskontexten ist. Viele Ausschreibungen aus der Forschungsförderung sehen mittlerweile fächerübergreifende Forschungskonsortien vor. Diese können sich natürlich für jede Ausschreibung ad hoc zusammenfinden, jedoch finde ich es sehr bereichernd grundsätzlich interdisziplinär verbunden zu sein und die Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern anderer Fachbereiche zu suchen und zu pflegen, um neue Sichtweisen und Blickwinkel auf Phänomene einnehmen zu können. Das hat auch enorme Vorteile bei der Identifizierung und Ausarbeitung neuer Forschungsbereiche und Forschungsförderungen. Ich habe in den ersten Tagen an der Universität durch Besuche in Instituten, Fachbereichen und Ringvorlesungen schon einige Einblicke über die facettenreiche Diskussion von Digitalisierungsthemen aus den unterschiedlichsten Disziplinen gewinnen dürfen. Ich freue mich schon sehr darauf, diese Einblicke zu vertiefen und die jeweiligen Perspektiven auf Digitalisierungsthemen näher kennenzulernen. Darüber hinaus ist es eine wunderbare Herausforderung, dieses Zentrum mit den unterschiedlichen Akteuren gemeinsam aufzubauen und weiterzuentwickeln.

Als Medienwissenschaftlerin haben Sie sich mit sozialen Netzwerken befasst. Im Zentrum arbeiten technische und Geisteswissenschaften zusammen. Was ist besonders am Zentrum für Digitalen Wandel?

Das Besondere ist die Interdisziplinarität. Sehr beeindruckend ist daher für mich auch die interdisziplinäre Zusammensetzung des Vorstands und die gemeinsame, sehr produktive  Arbeit, die bislang geleistet wurde. Dabei möchte ich die Vorstandsmitglieder unterstützen und denke, da gute Anknüpfungsangebote anbieten zu können: Mein medienwissenschaftliches Studium war mit Anteilen aus der Ökonomie, Informatik und Medien- sowie Kulturwissenschaft bereits interdisziplinär ausgerichtet. Diese Interdisziplinarität hat mich auch in Projekten mit Wissenschaftlerinnen aus der Informatik, aus den Ingenieurswissenschaften, der Architektur, der Ökonomie, der Philosophie, der Psychologie und auch der Musik- und Medienwissenschaft begleitet.

Interdisziplinarität ist m. E. sehr bereichernd, aber auch kein Selbstläufer und gestaltet sich hier und da als Herausforderung. Daher soll das Zentrum mit einer Brückenfunktion diese Interdisziplinarität im Kontext des Digitalen Wandels an der Universität verankern. Dies betrifft aber nicht nur die vier verschiedenen Fachbereiche und die Institute, sondern ebenso die zentralen Einrichtungen wie die unterschiedlichen Zentren der Universität, die zentrale Wissenschaftsadministration bis hin zu den Unternehmen in der Region und ihre Bürgerinnen und Bürger. Phänomene der Digitalisierung werden in all diesen Bereichen ihre ganz besonderen Potenziale aber auch Herausforderungen mit sich bringen. Hier sind stetige Austauschprozesse, Expertisen und Strategien gefordert, um den vielfältigen Veränderungsprozesse nicht nur ausgesetzt zu sein, sondern um diese auch mitgestalten und ihnen selbstbewusst begegnen zu können.

Was gehört zum Beispiel zu Ihren Tätigkeiten in dem Forschungszentrum?

Ich denke die Schwerpunkte meiner Arbeit werden sich mit der Entwicklung des Zentrums immer mal wieder etwas verändern. Derzeit geht es erst einmal darum, den wissenschaftlichen Austausch auch digital zu unterstützen. Dazu entwickeln wir gerade mit dem Institut für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik ein interaktives Internetportal.

Darüber hinaus erarbeiten wir gemeinsam mit dem Dezernat für Studienangelegenheiten ein Dachzertifikat mit dem Titel „Kompetenzen für den Digitalen Wandel“. Da so viele Fachbereiche und Institute spannende Lehrangebote in diesem Bereich anbieten, entwickeln wir eine Zertifikatsordnung, die die einzelnen Fachbereiche und Institute dann für Ihre Schwerpunkthemen nutzen können.

Aber auch Veranstaltungskoordination gehört mit zu meinen Tätigkeiten: der interdisziplinäre Austausch soll auch durch den persönlichen Austausch unterstützt werden: Dazu ist eine interne Tagung zum Digitalen Wandel an der Universität Hildesheim, eine Präsentations-/Leseveranstaltung sowie eine Ringvorlesung in Planung. Zudem forsche ich persönlich auch weiterhin an Digitalisierungsthemen. Derzeit bereite ich einen Aufsatz zur interdisziplinären Softwareentwicklung in den Digital Humanities und einen Vortrag zu Selbstoptimierungstechnologien im Spannungsgefüge von Kontrolle und Selbstermächtigung vor.

Welche Rolle spielt der Transfer?

Der Transfer spielt eine wichtige Rolle. Dies betrifft nicht nur die Vernetzung mit den Unternehmen in der Region, sondern ebenso zur Stadt und zum Kreis Hildesheim sowie der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern. Die Universität bietet durch Forschung, Verwaltung und Lehre der Stadtgesellschaft sicherlich neue Perspektiven durch Forschungsergebnisse, neue Verfahren oder Diskussionsangebote. Ebenso ist es aber gerade im Zuge des Digitalen Wandels wichtig wie Digitalisierung sich auf Arbeit, Wohnen und das gesamte soziale Leben auswirkt. Daher ist eine enge Kooperation von Universität und Stadtgesellschaft für alle Beteiligten ein großer Gewinn.

 Die Fragen stellte Isa Lange.

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Universität Hildesheim Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Forschung Zentrum für Digitalen Wandel Pressemeldungen Startseite Personalportal
news-17936 Wed, 27 Nov 2019 09:33:01 +0100 Interview mit Professor Wolf Schünemann über Hassrede im Internet https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/interview-mit-professor-wolf-schuenemann-ueber-hassrede-im-internet/ Prof. Dr. Wolf Schünemann forscht und lehrt seit 2016 als Juniorprofessor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Politik und Internet am Institut für Sozialwissenschaften der Universität Hildesheim. Im Interview gibt der Wissenschaftler Einblicke in seine aktuelle Forschung. NDR Fernsehen, 24.11.2019
Hass gegen Politiker: Viele Abgeordnete betroffen
Gespräch mit Prof. Dr. Wolf Schünemann, Universität Hildesheim

Herr Professor Schünemann, in den letzten zwei Jahren haben Sie sich in einem Forschungsverbund mit der online geführten politischen Kommunikation auseinandergesetzt. Sie haben Facebook-Daten aus dem Bundestagswahlkampf 2017 analysiert. Mit welcher Forschungsfrage befassen Sie sich aktuell?

Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen mehrerer Fachdisziplinen befasse ich mich nun in dem EU-Projekt „DeTACT“ mit der Detektion und möglichen Bekämpfung von Hassrede im Internet.

Wer ist an diesem Projekt beteiligt?

Die Medienlinguistin Dr. Sylvia Jaki hat maßgeblich die Partnerschaft zu den Computerlinguisten der Universität Antwerpen aufgebaut. Gleichzeitig ist die Computerlinguistik hier in Hildesheim beteiligt, Professor Ulrich Heid und Johannes Schäfer. Und von der politikwissenschaftlichen Seite sind Stefan Steiger und ich beteiligt.

Was genau untersuchen Sie in dem EU-Projekt? Wie blickt die Politikwissenschaft auf Hasskommentare, auf diese Entwicklung in unserer Gesellschaft?

Zunächst interessiert uns der politische Gegenstand: Bei Hasskommentaren, die sich gegen Politikerinnen und Politiker richten, haben wir einen besonderen Gegenstand zu fassen, der weitere Grenzen des Sagbaren zulässt als im privaten Bereich. Die Politikerinnen und Politiker bewegen sich als Personen öffentlichen Lebens in einem politischen Kampf. Da werden zum Teil aggressivere Statements gebracht, als wir sie gewohnt sind. Es werden Anfeindungen und Beleidigungen sichtbar, die von dem parteipolitischen Konflikt dann auch auf die Person abstrahlen. Die PolitikerInnen müssen sich also generell mehr gefallen lassen. Wir blicken in dem EU-Projekt auf diese politische Kommunikation. Da Nutzerinnen und Nutzer auf Facebook untereinander diskutieren, mag da sehr viel andere Hassrede auffällig werden, dieser Herausforderung wollen wir in dem Projekt begegnen. Im Rahmen des EU-Projekts sollen Personen geschult werden, die bereit sind, in solchen Online-Foren aufzustehen und zu sagen: Das überschreitet eine Grenze, diese Hassrede geht zu weit, und eine Gegenrede entwickeln. Als Politikwissenschaftler sind wir an der Vorbereitung dieser Schulungsmaterialien beteiligt: Was ist eigentlich die politische Rede? Was ist schädliche Sprache im politischem Diskurs? Und wie sind die gesetzlichen Regelungen, was ist in Deutschland verboten und was ist in anderen Ländern verboten? Insgesamt betrachten wir sechs Länder der Europäischen Union – die Niederlande, Großbritannien, Ungarn, Frankreich, Deutschland und Belgien – in einer vergleichenden Analyse dessen, was an Internetinhalten erlaubt ist und was nicht.

Wie ist der Hass gegenüber Politikerinnen und Politikern zu erklären?

Jedenfalls nicht durch das Netz. Das wäre zu einfach, die Verantwortung an dieser Entwicklung bei strukturellen Veränderungen politischer Kommunikation zu suchen. Ohne eine über lange Zeit angewachsene, undifferenzierte Politik- und Politikerverdrossenheit wäre der Hass aus meiner Sicht nicht zu erklären. Durch die direktere Netzkommunikation gehen die PolitikerInnen diesbezüglich ein höheres Risiko ein. Und der Hass wird für ein größeres Publikum sichtbar.

Die Fragen stellte Isa Lange.

Kurz erklärt:

Data Science Lab

Das Data Science Lab ist ein Labor für datenwissenschaftliche Studien an der Universität Hildesheim. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bearbeiten hier große Datenbestände digitaler Kommunikation (Metadaten und Inhaltsdaten). Das Labor am Uni-Hauptcampus kann für Forschungsprojekte, Workshops und die Lehre in Kleingruppen eingesetzt werden. Es steht Forschenden des Fachbereichs Erziehungs- und Sozialwissenschaften und weiteren Fachdisziplinen nach Absprache und Anmeldung offen. Ansprechpartner sind Prof Dr. Wolf Schünemann (wolf.schuenemann@uni-hildesheim.de) und Stefan Steiger (stefan.steiger@uni-hildesheim.de).

„Wir analysieren hier große Datenmengen, man kann etwa bei der Auswertung von Kommunikation auf Facebook qualitativ einiges lesen, aber man kann nicht alles lesen. Wenn man große Datenbestände hat, in unserem Projekt zum Bundestagswahlkampf waren das 2,9 Millionen Beiträge, dann ist es nicht mehr möglich, das alles zu lesen. Dann helfen uns die Computer dabei, die Daten korpuslinguistisch aufzubereiten und trotzdem einen qualitativen Eindruck der Debattenlage zu bekommen. Bei der strukturierten Analyse großer Datenbestände helfen uns diese rechnergestützten Verfahren enorm“, sagt Stefan Steiger, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Data Science Lab.

In dem EU-Projekt analysiert der Politikwissenschaftler die Regulationsbestrebungen für die Online-Kommunikation in sechs Mitgliedstaaten und was diese zur Bekämpfung von Hassrede im Netz legislativ verabschiedet haben, um dann auch die „Upstanders“, die Menschen, die in dem EU-Projekt geschult werden, um Hassrede aktiv zu begegnen, zu informieren. Die technische Aufbereitung der Daten im DeTACT-Projekt erfolgt in Antwerpen.

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Fachbereich 1 Sozialwissenschaften Politik Zentrum für Digitalen Wandel Pressemeldungen
news-16626 Wed, 19 Jun 2019 21:55:00 +0200 Ringvorlesung: Digitaler Wandel in Unternehmen und Verwaltungen https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/ringvorlesung-digitaler-wandel-in-unternehmen-und-verwaltungen/ Der Wirtschaftsinformatiker Professor Ralf Knackstedt befasst sich in der Forschung mit den Herausforderungen, vor denen Unternehmen und Verwaltungen im Digitalen Wandel stehen. Das Wissen aus der Forschung teilt der Hildesheimer Forscher und setzt sich für den Forschungstransfer in der Region Hildesheim ein. Mit der öffentlichen und kostenfreien Ringvorlesung „Digitaler Wandel in Unternehmen und Verwaltungen“ bietet das Hildesheimer Team der Wirtschaftsinformatik eine Austauschplattform zu Themen des Digitalen Wandels. Die Vorlesung bringt Studierende und Forschende aber vor allem auch Bürgerinnen und Bürgern und Fach- und Führungskräfte in Unternehmen und Verwaltungen in den Austausch. „Neben den Vorträgen der Referentinnen und Referenten geben wir der Diskussion des Themas mit dem Publikum großen Raum“, sagt Knackstedt.

Die Vorlesung findet jeweils donnerstags von 18:00 bis 19:30 Uhr im Forum (Raum N006) am Hauptcampus der Universität Hildesheim statt. Die Vorlesungsreihe endet Mitte Juli 2019.

Programm (PDF)
Ringvorlesung „Digitaler Wandel in Unternehmen und Verwaltungen“

„Wir möchten dazu beitragen, dass der Austausch zwischen Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung vorangetrieben wird“

Interview mit Prof. Dr. Ralf Knackstedt

Herr Prof. Knackstedt, Sie laden Bürger und regionale Unternehmen zur Vorlesungsreihe „Digitaler Wandel in Unternehmen und Verwaltungen“ ein. Vor welchen Herausforderungen steht die Verwaltung zum Beispiel?

Die Digitalisierung bietet umfassende Möglichkeiten, Verwaltungsprozesse umzugestalten, indem verschiedene Bereiche digitalisiert werden und Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern verschiedene, auch auf künstlicher Intelligenz basierende, Werkzeuge zur Verfügung gestellt werden, mit denen sie in ihren Entscheidungen unterstützt werden. Diese Digitalisierungsoptionen müssen systematisch erhoben und priorisiert werden, unter Budgetbeschränkungen in den Verwaltungen. Es ist eine ganz wichtige Frage, zu klären, mit welchen Optionen man voranschreitet und welche man gegebenenfalls erst später verfolgt.

Welche Prozesse sind das in der Verwaltung zum Beispiel?

In der Region ist momentan die Einbindung elektronischer Rechnungen in die Prozesse eine ganz wesentliche Aufgabe, durch die die Medienbrüche stark reduziert werden können. Medienbrüche sind immer gegeben, wenn man anfängt, ein Papierdokument erst wieder einzutippen, damit es in Datenbanken verwaltet werden kann, das dann wieder ausgedruckt wird und beim nächsten Empfänger in den Verwaltungen oder beim Bürger dann wieder erst elektrifiziert werden muss. Für mehrere Verwaltungen im Verbund ist der Austausch von Lösungen und best-practices notwendig, um zu erreichen, dass nicht jede Verwaltung bestimmte Herausforderungen angeht und Lösungen entwickelt. Da sehe ich hier in der Region Hildesheim ganz spannende Bereitschaften in der Verwaltung, sich in solchen Austauschnetzwerken zusammenzuschließen. Aber es ist noch unklar, wie man diese organisiert, wie man den Überblick über die best-practices erhält und wie man die Erfahrungen dokumentiert und das Wissen weitergeben kann. Und insgesamt das Agieren in diesen Netzwerken unterstützen kann – da könnte die Universität Hildesheim durchaus helfen. Der „Arbeitskreis Informationstechnologie“ und die Arbeit im Zentrum für Digitalen Wandel bieten uns als Universität die Chance, nah an den Entwicklungen in der regionalen Wirtschaft dran zu sein und solche Initiativen mit anzustoßen. Die Kommunen können jeweils Schwerpunkte setzen – eine Kommune könnte sich auf Prozesse an der Schnittstelle von Bürger und Verwaltungen konzentrieren und dort Innovationen gestalten, die dann die anderen Kommunen nachziehend bei sich direkt ähnlich umsetzen. Eine andere Kommune verbessert verwaltungsinterne Prozesse und spielt die Entwicklung an die anderen Kommunen im Netzwerk weiter.

Was sind weitere digitale Baustellen für Verwaltungen und Behörden?

Eine weitere große Herausforderung ist, dass Verwaltungen in der IT-Sicherheit voranschreiten müssen. Die Stadt Hildesheim ist sehr aktiv, entsprechende Strukturen und Prozesse zu gestalten, mit denen sie die IT-Sicherheit gewährleisten kann. Der IT-Fachkräftemangel ist ein großes Problem. Ich fände es spannend, wenn wir an der Universität Hildesheim Absolventinnen und Absolventen ausbilden würden, die für die Verwaltungen fachlich noch einsatzfähiger sind, weil sie nicht ausschließlich wie bisher die Prozessgestaltung und die IT beherrschen, sondern sich auch mit den Besonderheiten des Verwaltungshandeln hinreichend auskennen. Um hierfür die Basis zu legen, müssten allerdings weiterführende Initiativen ergriffen werden, für die uns Mitstreiter aus Politik und Gesellschaft höchst willkommen sind.

Und welchen Wandel beobachten Sie in den Unternehmen zum Beispiel?

Das ist sehr von der jeweiligen Branche abhängig. Unsere Ringvorlesung „Digitaler Wandel in Unternehmen und Verwaltungen“ bietet ein breites Spektrum und gibt Einblicke. Insgesamt ist die Wirtschaft sehr herausgefordert durch disruptive Innovation neuer Geschäftsmodelle, die durch die Digitalisierung ermöglicht werden. Da benötigen die Unternehmen Anleitungen und sind durch das Dilemma herausgefordert, ihr bisheriges Geschäft mit der Digitalisierung kontinuierlich zu verbessern und gleichzeitig zu überlegen, ob sie das Geschäftsmodell ändern müssen.

Es nehmen Fachleute aus 11 Hochschulen, Unternehmen und Verwaltung an der Ringvorlesung von April bis Juli 2019 teil. Warum organisieren Sie diese Vorlesungsreihe?

Mein Team und ich möchten dazu beitragen, dass der Austausch zwischen Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung vorangetrieben wird. Unsere Studentinnen und Studenten absolvieren Abschlussarbeiten und Praktika in regionalen Unternehmen und bauen die Kontakte in die Region auf, die ein möglicher Arbeitgeber für sie ist. In der Ringvorlesung haben sie die Chance, eine Vielfalt der Branchen zu erleben und in unterschiedliche Bereiche hineinzuschnuppern. Wir öffnen die Ringvorlesung und würden uns sehr freuen, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Unternehmen und Verwaltungen in den Hörsaal kommen. Für Bürgerinnen und Bürger ist die Vorlesungsreihe relevant, weil sie erleben, was in ihren Arbeitsplätzen passieren kann und was auf sie zukommen kann. Unsere Ringvorlesung ist ein Beitrag zur Transfer- und Austauschstrategie der Universität Hildesheim. Wir möchten unser Wissen teilen und zu Austausch und Diskussion in der Region beitragen.

Die Fragen stellte Isa Lange.

Digitaler Wandel in Unternehmen und Verwaltungen

Die Termine der Ringvorlesung im Überblick:

Geschäftsmodelle im Digitalen Wandel: Transformation von Produkten, Ressourcen und Methoden

18.04.2019: Der Digitale Wandel ermöglicht es, Sachleistungen (elektronische Geräte, Maschinen, Anlagen) und Dienstleistungen neuartig miteinander zu integrieren und aufeinander abzustimmen. Dr. Sebastian Bräuer und Thorsten Schoormann erläutern, welche Chancen zur Gestaltung innovativer Leistungsangebote zur vollständigen Lösung komplexer Kundenprobleme sich dadurch ergeben. Beispielsweise bietet sich so die Möglichkeit Kunden von der Koordination von Handwerksleistungen zu entlasten.

Digitaler Wandel im Banking

25.04.2019: Die Veränderung der Geschäftsmodelle von Banken im Digitalen Wandel betrifft uns letztlich alle. Wolfgang Heykena erläutert welche Serviceleistungen zukünftig für Banken möglich werden und wie Kunden davon profitieren. Letztlich wird sich unser Bild, was eine Bank ist und macht, mittel- bis langfristig ändern.

Sicherheitsaspekte beim Digitalen Wandel: Assoziative Kryptotechnik

02.05.2019: Digitaler Wandel benötigt IT-Sicherheit. Prof. i. R. Dr. Hans-Joachim Bentz hat ein Unternehmen gegründet, das einen völlig neuartigen in seiner Forschung entwickelten Ansatz umsetzt, um unsere privaten und geschäftlichen Daten vor dem bösartigen Manipulieren und Ausspähen zu sichern.

Digitaler Wandel in Unternehmen: Agile Transformation und Management 3.0

09.05.2019: Im Digitalen Wandel verändert sich, wie wir Sitzungen leiten und unsere Aktivitäten auf geteilte Ziele hin abstimmen. Dies gilt nicht nur für die Koordination unserer arbeitsteiligen Zusammenarbeit in Unternehmen, sondern auch in Vereinen und nicht profitorientierten Organisationen werden neuartige Formen, Projekte und Initiativen zu organisieren, möglich. Georg Rekas erläutert die Potenziale und Grenzen, die damit einhergehen.

Damoklesschwert des Digitalen Wandels am Beispiel Versicherungswirtschaft

16.05.2019: Der Schutz unserer personenbezogenen Daten geht uns alle an. Mit den Anpassungen der juristischen Vorschriften im Datenschutz ändern sich auch die Rechte von Verbrauchern. Kunden sollten gut informiert sein, um ihre Rechte bei Unternehmen durchsetzen zu können und um die Potenziale, die sich ihre Daten Unternehmen erschließen, realistisch einschätzen zu können. Laura Weidner und Robin Eißner geben entsprechende Einblicke aus Sicht der Versicherungswirtschaft.

IT-Sicherheit in der Verwaltung: Herausforderungen durch den Digitalen Wandel

23.05.2019: Viele Bürger versprechen sich vom Digitalen Wandel, dass sich ihre Kontakte zu Behörden zukünftig bequemer und zeitsparender gestalten lassen. Um die Akzeptanz dieser Veränderungen zu sichern, ist es unabdingbar ein hohes Maß an IT-Sicherheit umzusetzen. Florian Gefrörer erläutert, wie sich die Stadt Hildesheim dieser Herausforderung stellt.

Digitaler Wandel und StartUps: Die HI-Cube-Innovationsplattform

06.06.2019: Im Digitalen Wandel wird es für jeden leichter auch nebenberuflich unternehmerisch tätig zu werden. Aus mancher Idee ist so schon ein großes, weltweit agierendes Unternehmen geworden. Achim Mauruschat und Sebastian Sieloff stellen vor, wie eine Hildesheimer Innovationsplattform die Gründung neuer Unternehmen unterstützen kann.

Digitaler Wandel in der Produktion

20.06.2019: Industriearbeitsplätze werden vom Digitalen Wandel in besonderem Maße betroffen sein. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die sie unterstützenden Sozialpartner und Bildungsinstitutionen sollten sich Klarheit verschaffen, welche Änderungen mit zunehmender Automatisierung verbunden sind. Prof. Dr.-Ing. Christoph Herrmann und Dr. Mark Mennenga geben einen Überblick über aktuelle Trends und Entwicklungsperspektiven in der Produktion.

Digitaler Wandel in der Finanzierung nachhaltiger Projekte: Welchen Beitrag kann Crowdfunding zu nachhaltiger Entwicklung leisten?

27.06.2019: Die ökologische und soziale Nachhaltigkeit digitaler Geschäftsmodelle wird kontrovers diskutiert. Richtig umgesetzt bietet der Digitale Wandel große Chancen für die Sicherung der Umwelt und gegen den Klimawandel. Prof. Dr. Jacob Hörisch gibt einen Überblick, wie sich die Finanzierung von Ideen, die das Potenzial haben, einen Beitrag zur Rettung unseres Planeten zu leisten, durch die Beiträge vieler (der Crowd) tatsächlich umsetzen lassen.

Daten als Baumaterial der Zukunft: Digitaler Wandel in der Immobilienwirtschaft

04.07.2019: Der Digitale Wandel macht nicht an unseren Haustüren halt, sondern wird auch das Wohnen in und das Bauen und Umgestalten von Gebäuden verändern. Prof. Dr. Torben Bernhold zeigt auf, welche kaum zu überschätzende Bedeutung Daten im Bau und Betrieb von Immobilien zukünftig zukommen wird. Unsere Art zu wohnen wird morgen nicht mehr die gleiche sein.

Neues Business im Digitalen Wandel

11.07.2019: Der Digitale Wandel ist davon geprägt, dass neue Geschäftsmodelle in schneller Folge tradierte Angebote weitgehend ablösen. Populäre Beispiele für diese Entwicklung sind Legion (Online-Verkauf von Produkten, Streaming-Dienste für Musik und Filme, digitale Fotografie etc.) Justus Lüder und Dirk Hahnrath zeigen aktuelle Entwicklungen auf und geben Orientierung in einer Geschäftswelt ohne Stillstand.

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Pressemeldungen Zentrum für Digitalen Wandel Fachbereich 4 Informationssysteme und Unternehmensmodellierung Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik
news-16646 Wed, 24 Apr 2019 14:31:00 +0200 „Wir befinden uns in einem umfassenden Strukturwandel der Öffentlichkeit“ https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/wir-befinde/ Was bedeutet Öffentlichkeit im digitalen Zeitalter? Ein Team der Politikwissenschaft veranstaltet eine internationale Tagung an der Universität Hildesheim. Etwa 30 Fachleute aus Italien, Deutschland, Spanien und Portugal diskutieren am 25. und 26. April 2019 über den Wandel im digitalen Zeitalter und die Auswirkungen von Internet und Social Media auf Öffentlichkeit. Die digitalen Technologien werden immer wieder mit Hoffnungen auf eine stärkere Bürgerbeteiligung  verbunden. Optimistischen Szenarien stehen dagegen eher pessimistische Perspektiven gegenüber, etwa die Fragmentierung der Öffentlichkeit sowie die Bildung von Filterblasen und Echokammern.

„Wir befinden uns bereits mitten in einem umfassenden Strukturwandel der Öffentlichkeit, dessen Ausmaße allerdings noch nicht absehbar sind. Dabei müssen die mitunter gegenläufigen Entwicklungen analysiert werden: Das Netz kann viele Menschen verbinden, ebenso aber vereinzeln; es kann den Austausch fördern, ebenso aber polarisieren und sogar aufhetzen. Es kann den öffentlichen Raum grundsätzlich vergrößern, ebenso aber zu seiner Parzellierung beitragen. Was bedeutet Öffentlichkeit überhaupt im digitalen Zeitalter? Allein die Verschiebung zwischen öffentlicher und privater Sphäre wird immense Wirkungen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft haben“, sagt Professorin Marianne Kneuer.

Die Professorin hat mit ihrem Team am Institut für Sozialwissenschaften der Universität Hildesheim seit 2012 den bundesweit vielbeachteten Forschungsbereich „Politik und Internet“  aufgebaut. Die Politikwissenschaftlerin organisiert die internationale Konferenz gemeinsam mit Wolf Schünemann, Juniorprofessor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Internet und Politik, und Dr. Emiliana De Blasio und Professor Michele Sorice von der LUISS Privatuniversität für Sozialwissenschaften in Rom. Die Tagung ist im Rahmen der Aktivitäten des „Zentrums für Digitalen Wandel/Center for Digital Change“ einzuordnen. 

„Die Tagung ist international hochklassig besetzt. Wir freuen uns auf zwei Tage intensiven Dialog über ein Thema höchster gesellschaftlicher Relevanz: die Transformationen politischer Öffentlichkeiten im digitalen Wandel“, sagt Professor Wolf Schünemann.

Die Tagung bildet den Auftakt für eine mehrteilige Veranstaltungsreihe zum Thema „Transformationen im digitalen Zeitalter“ , die das Institut für Sozialwissenschaften der Universität Hildesheim gemeinsam mit  der LUISS University in Rome, der Scienes Po in Paris, der University of Perugia, der USI in Lugano, der University of Urbino und der University of Prague entwickelt. Das internationale Netzwerk erforscht gemeinsam den digitalen Wandel aus politikwissenschaftlicher Perspektive. Die nächste Tagung soll voraussichtlich zum Thema „Transformations of Internet Governance“ ausgerichtet werden.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert die Hildesheimer Konferenz. Die Tagung ist nicht öffentlich. Interessierte können sich vorab an die Veranstalter wenden.

Wer sich für die Forschung an der Universität Hildesheim interessiert, kann Prof. Dr. Marianne Kneuer (kneuer@uni-hildesheim.de) und Prof. Dr. Wolf Schünemann (wolf.schuenemann@uni-hildesheim.de) kontaktieren.

Zentrum für Digitalen Wandel
Center for Digital Change

Programm der internationalen Tagung

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Fachbereich 1 Sozialwissenschaften Migrationspolitik Politik Zentrum für Digitalen Wandel Pressemeldungen
news-18088 Thu, 18 Apr 2019 12:32:00 +0200 Der digitale Wandel in den eigenen vier Wänden https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/der-digitale/ Die neue Ringvorlesung der Uni setzt sich mit dem Einfluss digitaler Technik auf die Gesellschaft und den Alltag der Menschen auseinander. Informatik Zentrum für Digitalen Wandel Pressespiegel regional news-16576 Thu, 11 Apr 2019 13:22:21 +0200 Transformations in the digital age - international workshop at the Center for Digital Change at Hildesheim University on 25 and 26 April 2019 https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/transformati-1/ The international workshop on the "Transformation of the public sphere" shall be the start of a series of events on “transformations in the digital age”, organized by an international network of academic institutions, including LUISS University in Rome, Scienes Po in Paris, Hildesheim University, University of Perugia, USI in Lugano, the University of Urbino and the University of Prague. One of the main assumptions about the impact of Internet and social media points to a transformation of the public sphere. Against the backdrop of decreasing trust in the institutions and processes of modern democracies, digital technologies have repeatedly been loaded with hopes for increasing citizen engagement and participation through a broad range of democratic innovations. In contrast, optimistic scenarios have been countered by more pessimistic outlooks like the fragmentation and atomization of the public sphere and the creation of filter bubbles and echo chambers. This perspective would include the discourse hegemony of some few as well as the potential of manipulation. Besides this normatively loaded debate, other open questions refer to aspects like the possibility of a transnational public sphere based on online-connectivity, the quality of public deliberation and new forms of networked publics.

The international workshop on the "Transformation of the public sphere" shall be the start of a series of events on “transformations in the digital age”, organized by an international network of academic institutions, including LUISS University in Rome, Scienes Po in Paris, Hildesheim University, University of Perugia, USI in Lugano, the University of Urbino and the University of Prague.

The first workshop will take place at the Center for Digital Change at Hildesheim University on 25 and 26 April 2019. The workshop is supported by the German Academic Exchange Service (DAAD) within the program framework “University dialogue with Southern Europe”. 

Conveners: Marianne KneuerWolf J. SchünemannEmiliana De BlasioMichele Sorice

Key dates

  • 31st January: deadline for submission of abstracts (max. 300 words)
  • 20th February: acceptance notification
  • 15th March: deadline for registration
  • 12th April: deadline for submission of full papers (max. 50,000 characters incl. blanks)
  • 25th and 26th April: workshop at Hildesheim University/CfDC

Here you can find out more about the international workshop on the "Transformation of the public sphere"

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Zentrum für Digitalen Wandel
news-16413 Sat, 30 Mar 2019 08:00:00 +0100 SÜDDEUTSCHE ZEITUNG über Ausbildung von Informatiklehrerinnen und Informatiklehrern an der Uni Hildesheim https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/sueddeutsche/ SÜDDEUTSCHE ZEITUNG über die Informatiklehrerausbildung an der Universität Hildesheim: Lehramtsstudentinnen und Lehramtsstudenten befassen sich im Studium zum Beispiel mit Programmieren und Datenbanken, mit Algorithmen und Datenstrukturen und Medieninformatik. Ein Artikel über die Ausbildung von Informatiklehrerinnen und Informatiklehrern an der Universität Hildesheim ist in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG erschienen.

„Informatik gehört an alle Schulformen – ab der Grundschulzeit“, sagt der Informatiker Dr. Jörg Cassens vom Institut für Mathematik und Angewandte Informatik der Uni Hildesheim der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG.

Die Lehramtsstudierenden in Hildesheim besuchen Vorlesungen und Seminare gemeinsam mit den etwa 800 IT-Studierenden aus den IT-Studiengängen „Angewandte Informatik“, „Informationsmanagement und Informationstechnologie“, „Wirtschaftsinformatik“ und „Data Analytics“. Hinzu kommen Lehrveranstaltungen in den Bereichen Didaktik, Erziehungswissenschaft und Psychologie sowie Schulpraktika, fasst die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG zusammen.

Süddeutsche Zeitung, „Bildung aktuell: Informatikstudium für Haupt- und Realschullehrer“, 30.03.2019, Seite 9 (print)

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Informatik Mathematik & Angewandte Informatik Fachbereich 4 Pressespiegel überregional Zentrum für Digitalen Wandel
news-16276 Thu, 21 Mar 2019 10:36:00 +0100 Digital Humanities: Forschung in den digitalen Geisteswissenschaften https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/digital-humanities-forschung-in-den-digitalen-geisteswissenschaften/ Am Zentrum für Digitalen Wandel in Hildesheim bauen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Forschung in den digitalen Geisteswissenschaften aus. Mithilfe computerlinguistischer Methoden können sie große Datenmengen analysieren. Aktuelle Ergebnisse stellten sie beim Workshop „Computational Linguistics and Digital Humanities“ vor, einer Kooperation zwischen den Universitäten Hildesheim und Göttingen. Ulrich Heid forscht und lehrt als Professor für Sprachtechnologie und Computerlinguistik am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie der Universität Hildesheim. Gemeinsam mit Professorin Caroline Sporleder, Direktorin des Göttingen Centre for Digital Humanities , lädt der Computerlnguist regelmäßig zu Arbeitstagungen ein.

Alle sechs Monate kommen Forscherinnen und Forscher beim Workshop „Computational Linguistics and Digital Humanities“ zusammen, im Frühjahr in Göttingen, im Herbst in Hildesheim. Ende Februar 2019 fand die Arbeitstagung zum Thema „Digital Methods in Political Science“ in Göttingen statt.

Die Workshops dienen dazu, dass beide Standorte einander über laufende Projekte, Methoden und Verfahren informiert halten. Regelmäßig werden europäische oder nationale Gäste eingeladen.

Interaktion zwischen politikwissenschaftlicher Theoribildung und computerlinguistischer Textanalyse

„Einige der prominenteren Vertreter computerlinguistisch arbeitender Politikwissenschaft Deutschlands kamen diesmal zusammen“, sagt Ulrich Heid. „Wir wollen gemeinsam verstehen, wie die Interaktion zwischen politikwissenschaftlicher Theoriebildung und computerlinguistischer Textanalyse aussehen kann. Zwar ist der Einsatz von Werkzeugen zur Extraktion von Wörtern und Wortsequenzen und von Zählverfahren und statistischen Tools sehr ‚en vogue‘ in der Politikwissenschaft, aber das eigentliche Ziel sollte es sein, klarer zu verstehen, welche Arten von Werkzeugen welche Arten von theoriegeleiteten Fragenstellungen gut unterstützen.“

Ein thematischer Schwerpunkt ist das vieldiskutierte Problem „Hate Speech“. „Wir bringen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, die sich Gedanken dazu machen, was eigentlich alles als Hate Speech gelten soll, aber auch solche, die Werkzeuge oder Daten für Training und Test von Werkzeugen entwickeln.“

Computerlinguistische Techniken in den Geisteswissenschaften

Die Verwendung und die Menge verschiedener computerlinguistischer Techniken hat für die textbasierten Geisteswissenschaften in der letzten Zeit enorm zugenommen, sagt Heid. Mit den Nachbarn in Göttingen hat er die idealen Kooperationspartner gefunden. Beide Universitäten haben eine geistes-, kultur- und sozialwissenschaftliche Ausrichtung, forschen sowohl grundlagen- als auch anwendungsorientiert. In Göttingen wurde Caroline Sporleder als Professorin für digitale Geisteswissenschaften im Fachbereich Informatik berufen. „Wir halten uns auf dem Laufenden, wie die Geisteswissenschaften auf die Digitalisierung reagieren“, sagt Ulrich Heid, der in Hildesheim gemeinsam mit dem Wirtschaftsinformatiker Professor Ralf Knackstedt und der Politikwissenschaftlerin Professorin Marianne Kneuer seit Ende 2018 am „Zentrum für Digitalen Wandel – Center for Digital Change“ mitarbeitet.

Program of the 7th. Göttingen/Hildesheim-Workshop
on Computer Linguistic and Digital Humanities

Im Folgenden geben einige der am Workshop beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hildesheim Einblicke in ihre Forschung:

Analyse von Diskursen über Solidarität

Computerlinguist Prof. Dr. Ulrich Heid

Prof. Dr. Ulrich Heid ist ordentlicher Professor für Sprachtechnologie / Computerlinguistik in Hildesheim und Mitbegründer der Workshop-Serie „Computational Linguistics and Digital Humanities“. Ulrich Heid ist selbst Geisteswissenschaftler, hat Sprachwissenschaft und Geschichte studiert und sich dann auf Computerlinguistik und Sprachtechnologie spezialisiert.

Herr Professor Heid, an welchem Forschungsthema arbeiten Sie zurzeit?

Zusammen mit Prof. Dr. Marianne Kneuer präsentiere ich Pläne für das neue, vom Land Niedersachsen finanzierte Projekt SOLDISK, also erst einmal nur Ziele und angestrebte Methoden, noch keine Ergebnisse. Professorin Marianne Kneuer koordiniert das Projekt, das am 1. März 2019 beginnt und Politologen und Computerlinguisten zusammenbringt. Wir analysieren Diskurse über Solidarität, wie sie in online-Quellen vorliegen. Beispiele sind offizielle Texte der Regierung, aber auch Statements auf Internetseiten zivilgesellschaftlicher Akteure (Kirchen, Vereine, Bürgerinitiativen usw.) oder von Individuen. Wir wollen für den Zeitraum 2012 bis 2016 und die beiden Einwanderungsereignisse in Deutschland (Rumänen und Bulgaren, 2012 bis 2014; sogenannte „Flüchtlingskrise“ 2014 bis 2016) ein Textkorpus sammeln, analysieren und im Hinblick darauf untersuchen, wie über Solidarität (zum Beispiel mit den Flüchtlingen) geschrieben wird.

Warum ist diese Forschung wichtig?

Es heißt, Solidarität sei in der Krise; speziell in Zeiten, die als Krisenzeiten wahrgenommen werden, wie etwa den von Migrationsereignissen gekennzeichneten Jahren 2012 - 2016. Solidarisches Handeln in großem Stil zu erfassen ist sehr schwer; aber Diskurse über Solidarität das heißt das, was Akteure im Gemeinwesen darüber schreiben oder sagen, lässt sich sammeln, über die Zeit hinweg analysieren und interpretieren. Uns interessiert, ob und wie sich die oben genannten drei Gruppen in ihren Solidaritätsdiskursen unterschieden, ob generell oder gruppenweise Soldidarisierungs- bzw. Desolidarisierungsentwicklungen feststellbar sind, und ob Diskurse einer Akteursgruppe auf die anderen Gruppen "abfärben". Schließlich auch, wie argumentiert wird: mit wirtschaftlichen Argumenten, mit Fremdheit, oder mit Sicherheitsargumenten? Die Ergebnisse sind langfristig auch für die Politikberatung relevant.

„Practices of Commenting in Digital Public Spheres”

Soziologe Prof. Dr. Michael Corsten

Prof. Dr. Michael Corsten ist Professor für Soziologie und Dekan des Fachbereichs Erziehungs- und Sozialwissenschaften in Hildesheim. Im Rahmen des DFG-Projekts „Digitale Verbreitungsmedien, Kommunikationsmacht und Generation“ hat Corsten mehrere Doktorarbeiten und eine Habilitation begleitet.

Herr Professor Corsten, welches Forschungsergebnis stellen Sie vor?

Es geht um ein Ergebnis aus dem DFG-Projekt „Digitale Verbreitungsmedien, Kommunikationsmacht und Generation“, die exemplarische Auswertung der 432 Beiträge im Zeit-Online-Kommentarbeich zum Artikel „schlecht, schlechter, Geschlecht“ von Harald Martenstein.

Warum ist diese Forschung wichtig?

Bemerkenswert ist oberflächlich betrachtet zunächst der Befund, dass auch in dem Online-Forum eines anerkannten Mediums des Qualitätsjournalismus eine Vielzahl von Beiträgen zu finden sind, in denen Personen und/oder Positionen in abwertender bis diskriminierender Form behandelt werden. Trotzdem zeigt sich an dem untersuchten Beispiel, dass sich innerhalb solcher Online-Leser-Kommentarforen Debatten zwischen kleineren Gruppen von Leserinnen und Lesern entfalten können. Wichtig ist die Untersuchung speziell dieser Bereiche nicht zuletzt deshalb, weil sich daran eine Kombination von One-To-Many- und Many-To-Many-Kommunikation zeigt.

„Who polluted the debate in the German federal election campaign 2017? Analysis and automatic detection of hate speech on social media”

Politikwissenschaftler Prof. Dr. Wolf Schünemann

Prof. Dr. Wolf J. Schünemann forscht und lehrt als Juniorprofessor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Politik und Internet in Hildesheim.

Herr Professor Schünemann, welches Forschungsergebnis stellen Sie vor?

Wir stellen zentrale Ergebnisse aus dem Projekt „Wahlkampf in (a)sozialen Netzwerken“ (WasN) vor und zwar aus dem Teilprojekt 1, in dem wir einen großen Datensatz digitaler Kommunikationsdaten (insgesamt 2,9 Mio. Facebook-Beiträge) automatisiert ausgewertet haben. Wichtige Ergebnisse sind bislang, dass wir die viel beschworenen Echokammern, insbesondere im Hinblick auf die populistische Rechte, im deutschen Facebook-Wahlkampf nicht nachweisen können, zumindest nicht, wenn wir uns anschauen, auf welche Medieninhalte in den Posts und Kommentaren verwiesen wird. Hier zeigen alle Parteien einschließlich der AfD große Überschneidungen. Dennoch finden wir Muster thematischer und formaler Polarisierung, auf die wir eingehen. Zudem wird der Datensatz auch für die Forschung zu offensiver Sprache oder Hate Speech im Facebook-Wahlkampf verwendet. Hier leistet die Sylvia Jaki die wesentliche Forschungsarbeit und wird auch erste Ergebnisse präsentieren. 

Warum ist diese Forschung wichtig?

Die Bundestagswahl 2017 war einschneidend, sowohl im Hinblick auf das Ergebnis der Wahl (insbesondere der Erfolg der Rechtspopulisten) als auch den Online-Wahlkampf. Es gilt gerade im Vorfeld weiterer Wahlkämpfe (Länder/Europa) Lehren daraus zu ziehen und viel diskutierte Tendenzen der politischen Kommunikation und angenommene Gefahren für die Demokratie an der Realität zu überprüfen.

„Echo chambers and polarisation in the German federal election 2017”

Fritz Kliche, Stefan Steiger und Prof. Dr. Wolf Schünemann forschen zu Echokammern in sozialen Medien. Der Computerlinguist Fritz Kliche forscht in der Arbeitsgruppe von Professor Ulrich Heid.

Mich interessieren besonders die „Digital Humanities“ – also die Zusammenarbeit von Informatikern oder in unserem Fall Computerlinguisten mit Forscherinnen und Forschern aus den Geistes- oder Sozialwissenschaften, sagt Fritz Kliche. Mit seiner Arbeit möchte er dazu beitragen, dass Forschung in den digitalen Geisteswissenschaften in Hildesheim ausgebaut werden und in der interdisziplinären Zusammenarbeit weitere wichtige Forschungserkenntnisse erarbeitet werden können.

Automatic detection of hate speech on social media

Medienlinguistin Dr. Sylvia Jaki

Dr. Sylvia Jaki ist Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation in Hildesheim und forscht im Bereich der Medienlinguistik. Mit Kollegen der Universität Antwerpen hat sie ein Computerprogramm entwickelt, das in der Lage ist, automatisiert hetzerische Wörter und Wortkombination in Tweets aufzuspüren. Sie befasst sich mit sprachlichen Charakteristika der Medien und arbeitet an ihrer Habilitation.

Frau Dr. Jaki, welches Forschungsergebnis stellen Sie vor?

Für die Facebook-Daten des Projekts „Wahlkampf in (a)sozialen Netzwerken“ (WasN) von Wolf Schünemann konnten wir zeigen, dass die Facebook-Profile von Parteien und Politikerinnen und Politikern an den politischen Rändern während der letzten Bundestagswahl tendenziell mehr Hate Speech aufwiesen als bei den Parteien der politischen Mitte. Dies heißt aber nicht unbedingt, dass sich die Hate Speech GEGEN die Partei beziehungsweise den Politiker oder die Politikerin richtet. Unsere Analysemethode demonstriert überdies, dass lexikonbasierte Ansätze zu transparenteren Systemen bei der Erkennung von Hate Speech beitragen können.

Warum ist diese Forschung wichtig?

Hate Speech hat sich zu einem omnipräsenten Phänomen in den Medien entwickelt. Wie aber wollen wir damit umgehen – automatisiert entfernen, akzeptieren oder dagegen andiskutieren? Dies ist eine Frage, die vielerorts diskutiert wird und auch unbedingt diskutiert werden sollte. Aufgrund der Schwächen, die Detektionssoftware derzeit noch aufweist, ist es wichtig, Detektionssysteme zu schaffen, die einen Einblick in die Klassifikationsmechanismen geben, um die oftmals als Black Box bezeichnete Künstliche Intelligenz transparenter zu machen.

Die Fragen stellte Isa Lange.

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Migrationspolitik Pressemeldungen Sozialwissenschaften Soziologie Politik Fachbereich 1 Fachbereich 3 Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation Forschung Zentrum für Digitalen Wandel Startseite
news-18546 Wed, 30 Jan 2019 14:39:00 +0100 Land will 50 neue Professuren für den digitalen Wandel https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/land-will-50/ „Unsere Wissenschaftler aus den Bereichen Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften untersuchen seit vielen Jahren den digitalen Wandel“, sagt Friedrich.“ Die Hochschulen in Niedersachsen sollen helfen, das Land besser für den digitalen Wandel zu wappnen. Die Landesregierung will deshalb 50 Stellen
für speziell ausgebildete Professoren schaffen, die sich etwa mit Fragen von künstlicher Intelligenz befassen sollen.

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Zentrum für Digitalen Wandel Pressespiegel regional
news-17226 Wed, 30 Jan 2019 08:00:00 +0100 HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG: Land will 50 neue Professuren für den digitalen Wandel https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/hannoversche-allgemeine-zeitung-land-will-50-neue-professuren-fuer-den-digitalen-wandel/ Die HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG berichtet über die Rolle der Hochschulen im digitalen Wandel: Die Hochschulen in Niedersachsen sollen helfen, das Land besser für den digitalen Wandel zu wappnen, so die HAZ. Die niedersächsische Landesregierung plant 50 neue Professuren für den digitalen Wandel zu schaffen. Der Vorsitzende der Landeshochschulkonferenz und Präsident der Universität Hildesheim, Wolfgang-Uwe Friedrich, begrüßte die Ankündigungen des Wissenschaftsministers und sagte: „Wir sind spät dran, aber jetzt kommt endlich Bewegung in die Sache.“ Lesen Sie hier den Artikel von Michael B. Berger (online, erschienen in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung am 30.01.2019, Titelseite)

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Pressespiegel überregional Zentrum für Digitalen Wandel Präsident
news-18315 Wed, 09 Jan 2019 15:34:00 +0100 Höhere Steuern für Kitas und Straßenbau? Damit kann die Wirtschaft wenig anfangen https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/hoehere-steue/ Der Jahresempfang der IHK gestern Abend war wieder ein Barometer für die Stimmung der hiesigen Wirtschaft. Koch appellierte an die Unternehmen in der Region, noch stärker auf die Kompetenz der Hildesheimer Hochschulen Universität und HAWK gerade beim Thema Digitalisierung zu stützen. Erstellt von Hildesheimer Allgemeine Zeitung

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Zentrum für Digitalen Wandel Pressespiegel regional
news-16501 Fri, 30 Nov 2018 16:35:00 +0100 Eröffnungsfeierlichkeiten https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/eroeffnungsfe-1/ Die Eröffnungsfeierlichkeiten, die am 22. und 23. November 2018 an die Stiftung Universität Hildesheim stattfanden, waren in vielerlei Hinsicht ein voller Erfolg. Um das Erlebnis nachhallen zu lassen und nicht-Anwesenden einen lebendigen Eindruck von der tollen Eröffnungsveranstaltung zu vermitteln, findet sich nachfolgend Material der beiden Eröffnungstage. Einen interessanten und kurzweiligen Einstieg in den Digitalen Wandel bot uns Kathrin Passig am ersten Tag der Eröffnungsveranstaltung. Sie sprach über Trial und sehr viel Error: Netzgemeinschaften als Politiklabor

Apropos Labor: Die Eröffnungsfeier des Zentrums für Digitalen Wandel erhielt durch das vom Ideen- und Beschwerdemanagement der Stiftung Universität Hildesheim ausgerichtete digitale Ideencafé Züge einer Experimentierstube. Über einen Link gelangten die Teilnehmenden zu einem webbasiertern Texteditor, auf dem sie ihre Ideen, Wünsche und Vorstellungen zum digitalen Wandel an der Stiftung Universität Hildesheim äußern konnten.  Einige dieser Ideen wurden bereits in ein konkretes Projekt übersetzt: im Sommersemester 2019 entwickelt das Ideen- und Beschwerdemanagement der Stiftung Universität Hildesheim gemeinsam mit Professorin Dr. Christiane Maaß sowie den Studierenden eine Handreichung zu barrierefreier Kommunikation an unserer Universität. Wir berichten über den Fortgang dieses tollen Projekts. Weitere spannende Ideen finden sich hier.  

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Das zeigte Prof.in Dr. Britta Hoffarth in ihrem Workshop über Antifeminismus, Anti-Genderismus und Sexismus im Netz. Hier findet sich weiterführendes Material zu diesem Thema.

Über Licht  und Schatten diskutierten Professorin Dr. Marianne Kneuer, Ole Kelm, Mario Datts, Jan-Erik Wiederholz und Dr. Martin Schultze zusammen mit zahlreichen Besucher/innen im Rahmen des Workshops Digitale Partizipation. Ole Kelm von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf berichtete darüber, wie Vermutungen und Erwartungen die Angebote von Politikern in Sozialen Medien und die Nachfrage durch Bürger beeinflussen. Zuvor ging es in dem Vortrag von Jan-Erik Wiederholz und Mario Datts um die Muster individueller politischer Kommunikation junger Erwachsener in Deutschland (der Vortrag basiert auf einem Working-Paper, an dem die beiden Vortragenden aktuell gemeinsam mit Dr. Martin Schultze sowie Prof. Dr. Gerhard Vowe von der Heinrich-Heine-Universität arbeiten). 

Der Digitale Wandel spielt auch in der Wirtschaft eine große Rolle. Begriffe wie Industrie 4.0 sind seit einiger Zeit in aller Munde. Es mag daher weniger zu überraschen, dass dieses Themenfeld auch von uns bearbeitet wird. So gab Julien Hofer uns einen Einblick in eine neue Form der Expertenbefragung mit Hilfe eines Real Time Delphi-Werkzeugs, welches er derzeit entwickelt und das für die Befragung von Experten zum Thema "Digitale Kompetenzen" eingesetzt wird. Katherina Meißner ging der Frage nach, wie digitale Tools dabei helfen können, die Straßensicherheit zu verbessern (Stichwort: Smart-Systems).

Und auch die Kulturwissenschaft beschäftigt das Thema Digitaler Wandel. Im Rahmen des Workshops "Kulturrezensionen im digitalen Wandel" hatte das interdisziplinäre Forschungsprojekt Rez@Kultur zu Tischgesprächen mit Expert*innen aus Forschung und Praxis eingeladen. Die Teilnehmer*innen konnten u.a. mit der Publizistin Kathrin Passig und mit Berit Glanz, Autorin und Literaturwissenschaftlerin an der Universität Greifswald, über Themen wie digitale Kulturvermittlung, Social Reading und Online-Rezensionen diskutieren.  

Die Sozial- und Organisationspädagogik befasst sich mit Fragen der Digitalisierung im Kontext sozialer Dienstleistungen in Forschungs- und Qualifizierungsprojekten sowie in der Lehre. Die Digitalisierung in verschiedenen sozialen Diensten als auch im Kontext der Lebenswelten der Klient*innen sowie die Nachfrage nach Online-Qualifizierungen prägen die Sozial- und Organisationspädagogik und die sich daraus ergebenden Herausforderungen an Studiengängen und Forschungsbereichen. Hier findet sich der Beitrag der Eröffnungsfeier.   

Doch was wäre die Forschung ohne Daten? Über die Politikforschung mit digitalen Kommunikationsdaten sprachen und diskutierten Prof. Dr. Wolf SchünemannStefan Steiger, Fritz Kliche, Johannes Schäfer und Dr. Sylvia Jaki. Um Digitale Daten in den Geographie und Umweltwissenschaften ging es bei Prof. Dr. Martin Sauerwein, Robin Stadtmann und Moritz Sandner

Um analoge und digitale Forschungsdaten langfristig nutzen zu können, braucht es an der Universität Hildesheim ein übergreifendes Forschungsdatenmanagement. Die Universitätsbibliothek Hildesheim beschäftigt sich aus diesem Grund mit der komplexen Aufgabe und mit allen dafür nötigen Kooperationen, u.a. in Zusammenarbeit mit dem Rechenzentrum. Informationsinfrastrukturen (HilData, digitale Zugangssysteme) werden durch die neuen Angebote kontinuierlich weiterentwickelt sowie Dienstleistungen (z.B. im Bereich Open Access) ausgebaut und Schnittstellen zu vorhandenen Services (z.B. dem RDMO-Werkzeug für Datenmanagementpläne) geschaffen, wie in dem Workshop bei der Eröffnungsveranstaltung diskutiert. Die Folien finden sie hier. Digitaler Wandel ist zum einen im Zusammenhang mit Open Science zu sehen, zum anderen bestimmen rechtliche Fragestellungen und Forschungsethik das Forschungsdatenmanagement. Kurationskriterien und Qualitätsstandards spielen im Zuge des Digitalen Wandel, auch an der Universität Hildesheim, eine sehr wichtige Schlüsselrolle. Hier finden sich weitere Informationen rund um das Thema.

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Zentrum für Digitalen Wandel
news-15803 Mon, 26 Nov 2018 10:01:00 +0100 Universität Hildesheim gründet Zentrum für Digitalen Wandel https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/universitaet-22/ Im „Zentrum für Digitalen Wandel / Center for Digital Change“ befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der Grundstruktur, der Komplexität und den Chancen und Risiken des digitalen Wandels aus technischer sowie sozial-, kultur- und geisteswissenschaftlicher Forschungsperspektive. Die Universität Hildesheim hat am Donnerstag, 22. November 2018, das Zentrum für Digitalen Wandel gegründet. Im „Zentrum für Digitalen Wandel / Center for Digital Change“ befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der Grundstruktur, der Komplexität und den Chancen und Risiken des digitalen Wandels aus technischer sowie sozial-, kultur- und geisteswissenschaftlicher Forschungsperspektive.

Im Rahmen der Gründungsfeier sprachen Universitätspräsident Professor Wolfgang-Uwe Friedrich über „Digitalisierung an der Universität Hildesheim“ und Staatssekretär Stefan Muhle aus dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung über „Digitalisierung in Niedersachsen“.

„Der Digitale Wandel verändert unser Leben in einer Weise, wie es ähnlich die Erfindung des Buchdrucks und die Industrielle Revolution getan haben. Die Universität Hildesheim hat sich darauf verständigt, die Digitalisierung als eines von vier Leithemen – neben Bildung, Kultur und Diversität – in ihre Entwicklungsplanung aufzunehmen“, sagt Universitätspräsident Friedrich. Das Zentrum ist das Ergebnis eines bottom-up-Prozesses von engagierten Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, die seit Jahren den digitalen Wandel erforschen – von der Informatik über die Politikwissenschaft bis zur Computerlinguistik. Sie bringen diese Kompetenzen im Zentrum zusammen, sagte Friedrich.

„Im Namen der niedersächsischen Landesregierung gratuliere ich Ihnen zur Gründung des Zentrums für Digitalen Wandel. Mit viel Offenheit gehen Sie an das Thema heran. Die Universität Hildesheim hat zum Beispiel in der Informatikausbildung mit dem Master of Science 'Data Analytics' bereits heute einen Magneten. In der Politikwissenschaft beschäftigt sich das Team um Professorin Marianne Kneuer seit Jahren mit dem Thema 'Demokratie und Internet'. In der digitalen Demokratie könnten wir in Niedersachsen vorangehen und ja zum ersten Bundesland werden, in dem wir digital wählen. Frau Kneuer, darüber sollten wir sprechen. Von diesem Gründungstag des Zentrums für Digitalen Wandel geht ein mutiges Signal aus. Sie sagen nicht: Man müsste mal. Sondern: Sie machen! Ich will Sie nach Kräften unterstützen“, sagte Staatssekretär Stefan Muhle.

Anschließend stellte der Gründungsvorstand – der Wirtschaftsinformatiker Professor Ralf Knackstedt, der Computerlinguist Professor Ulrich Heid und die Politikwissenschaftlerin Professorin Marianne Kneuer – das neue Zentrum vor. Als Zentrum wollen wir erklären und aufklären, so dass weder überzogener Alarmismus noch Hype unsere Debatten über den digitalen Wandel prägen, so Professorin Marianne Kneuer. 

Zahlreiche Forscher und Forscherinnen haben sich für Hildesheim als Arbeitsort entschieden und teilen hier ihr Wissen, damit sich die Gesellschaft in der digitalen Zukunft und Gegenwart zurechtfindet. Der Computerlinguist Professor Ulrich Heid etwa erhielt Rufe an mehrere Universitäten und hat sich für Hildesheim entschieden.

Die Schriftstellerin Kathrin Passig hielt den Festvortrag „Trial und sehr viel Error: Netzgemeinschaften als Politiklabor“. Über die Gesellschaft im Zeitalter der Digitalisierung debattierten der Bibliothekar Ewald Brahms, der Literaturwissenschaftler Guido Graf, der Informatiker Professor Lars Schmidt-Thieme, die Informationswissenschaftlerin Professorin Christa Womser-Hacker und die Sozialpädagogin Professorin Inga Truschkat. Steffen Gurr, Redaktionsleiter von NDR online, moderierte die Diskussion.

Im Zentrum versammeln sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen – von Computerlinguistik, Soziologie, Psychologie und Politikwissenschaft über Unterrichtsforschung und Medienkulturwissenschaft bis Informatik, Softwareentwicklung und maschinellem Lernen.

Die inhaltliche Debatte wurde während einer öffentlichen Fachtagung am Freitag, 23. November 2018,  fortgeführt. Studentinnen und Studenten aller Fachbereiche, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Bürgerinnen und Bürger sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus regionalen Unternehmen erhielten die Chance, sich über spannende aktuelle Fragestellungen zum Digitalen Wandel vor Ort zu informieren. Die Universität Hildesheim freut sich über den Austausch mit dem lokalen Umfeld aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft und möchte diesen fortführen.

Themen der Workshops sind unter anderem:

  • Zukunftsperspektiven für die Digitale Wirtschaft (Adaptive Systeme und Datenschutz, Smart Systems, Produkt-Innovation)

  • Öffentlichkeit im digitalen Zeitalter

  • Politikforschung mit digitalen Kommunikationsdaten

  • Digitalisierung an Schulen

  • Wieviel Digitalisierung braucht der Mensch?

  • Kulturrezensionen im Digitalen Wandel

  • Digitale Daten in Geographie und Umweltwissenschaften

  • Arbeiten und Lernen 4.0

  • Virtual Reality Games made in Hildesheim: Auf einer 3x3m-Spielfläche können Sie mit einer Virtual-Reality-Brille erfahren, wie man sich in der virtuellen Welt grenzenlos bewegen kann.

Programm der Gründungsfeier und Tagung

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news-16923 Fri, 23 Nov 2018 15:21:00 +0100 Uni erforscht digitalen Wandel https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/uni-erforscht-digitalen-wandel/ Uni-Präsident Wolfgang-Uwe Friedrich eröffnet das Zentrum für Digitalen Wandel. Pressespiegel regional Zentrum für Digitalen Wandel Präsidium Präsident news-16922 Thu, 22 Nov 2018 15:15:00 +0100 Uni lädt Bürger ein: "Wir sitzen hier ja nicht im Elfenbeinturm" https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/uni-laedt-buer/ Das Zentrum für Digitalen Wandel öffnet seine Türen für interessierte Bürger. Professor Ralf Knackstedt beantwortet Fragen zum Thema Digitalisierung. Pressespiegel regional Zentrum für Digitalen Wandel news-17296 Thu, 04 Oct 2018 10:23:00 +0200 Gutes Breitband, viele Patente – doch vieles kann trotzdem noch besser werden https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/gutes-breitb/ Die Universität treibt mit Studiengängen wie Data Analytics oder dem Zentrum für Digitalen Wandel die Forschung voran. Pressespiegel regional Zentrum für Digitalen Wandel news-15479 Mon, 01 Oct 2018 17:51:00 +0200 Wissenschaftsminister: Hildesheimer Lehrerausbildung ist bedeutsam für Schulentwicklung in Niedersachsen https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/wissenschaftsminister-hildesheimer-lehrerausbildung-ist-bedeutsam-fuer-schulentwicklung-in-niedersac/ Minister Björn Thümler sprach mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Studierenden über die Entwicklung der Stiftungsuniversität und das Studium im Lehramt sowie im Bereich „Data Analytics“. Zudem besuchte er das Center for World Music. Der Niedersächsische Wissenschaftsminister unterstrich während seines Antrittsbesuchs an der Universität Hildesheim die Bedeutung der Hildesheimer Lehrerausbildung für Niedersachsen. Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler informierte sich während seines Antrittsbesuchs in dieser Woche (20. September 2018) an der Universität Hildesheim über die Entwicklung der Hochschule.

Der Minister sprach mit Präsidiumsmitgliedern, mit  Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, auch aus dem akademischen Mittelbau, mit studentischen Vertreterinnen und Vertretern des AStA und des Studierendenparlaments und mit Studierenden über die Entwicklung der Universität Hildesheim, das Studium und die Mitwirkung in hochschulinternen Gremien.

„Minister Thümler erkannte die Notwendigkeit einer Erhöhung unserer Grundfinanzierung an, um unsere Leistungsfähigkeit auch für die Zukunft zu sichern“, sagt Universitätspräsident Professor Wolfgang-Uwe Friedrich.

Herausforderungen in Lehre, Forschung und akademischer Selbstverwaltung

Als Mitglieder des Senats für die Gruppe der Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Hildesheim berichteten Dr. Torsten Richter und Jonas Ringler dem Minister von den anspruchsvollen Aufgaben ihrer Kolleginnen und Kollegen in Lehre, Forschung und akademischer Selbstverwaltung.

Eine besondere Herausforderung sei es, den eigenen hohen Ansprüchen an eine qualitative Lehre gerecht zu werden und gleichzeitig exzellente Forschung zu betreiben. Auch die zunehmende Heterogenität der Studierenden unter anderem hinsichtlich ihres Alters, ihrer Herkunft, ihrer Vorerfahrungen und ihrer familiären Situation gehe mit zusätzlichen Anforderungen an die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität einher. Die Mittelbauvertreter stellen zum Beispiel einen zunehmenden Beratungsbedarf der Studierenden fest.

Gleichzeitig arbeite die Konferenz der wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammen mit der Hochschulleitung und den zuständigen Stellen in der Hochschulverwaltung daran, diese Herausforderungen zu meistern. Beispielhaft verwiesen die Mittelbauvertreter auf gemeinsam mit der Hochschulleitung initiierte und wiederholt durchgeführte Erhebungen zur Beschäftigungssituation des akademischen Mittelbaus. Senat, Präsidium und Stiftungsrat haben zudem die Leitlinien „Wissenschaft als Beruf attraktiv machen – Gute und faire Beschäftigungsbedingungen für den akademischen Mittelbau“ beschlossen.

Vom Minister danach gefragt zeigten die Vertreter auf, auf welche Weise die Politik die Arbeit von Lehrenden und Forschenden unterstützen könne: Durch eine dauerhafte Erhöhung der Grundfinanzierung könnte das Lehrdeputat vieler wissenschaftlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von in der Regel zehn Semesterwochenstunden gesenkt werden. Dies trage dazu bei, die wissenschaftliche Forschung zu intensivieren – bei gleichbleibender Qualität der Lehre sowie von Beratung und Service.

Die vom akademischen Mittelbau angesprochenen Herausforderungen decken sich auch mit den Schilderungen der Studierenden. Der Präsident wird das Gespräch mit den Studierenden fortsetzen und dabei die von den Studierenden eingebrachten Themen im Studienalltag besonders in den Blick nehmen. Das Präsidium hat die beim Antrittsbesuch des Ministers anwesenden Studierenden zu einem Gespräch eingeladen.

Hildesheimer Lehrerausbildung bedeutsam für Schulentwicklung in Niedersachsen

Der Minister informierte sich über die Lehrerausbildung an der Universität Hildesheim. „Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Schulen im Land ausreichend mit hervorragend qualifizierten Lehrkräften zu versorgen und möglichst viele junge Menschen für ein Lehramtsstudium zu begeistern“, betonte Thümler. „Die Universität Hildesheim hat zum Wintersemester 2014/15 als eine von insgesamt sieben niedersächsischen Hochschulen das innovative Konzept zur Lehrerausbildung an Grundschulen sowie an Haupt- und Realschulen (GHR 300) eingeführt. Mit dem neuen Konzept können die Studierenden erheblich besser auf die Anforderungen des Vorbereitungsdienstes und des Berufslebens vorbereitet werden. Umso mehr freue ich mich, dass wir die bisherigen Programmittel für GHR 300 ab diesem Jahr verstetigen konnten und die Universitäten die Studiegänge dauerhaft qualitätsgesichert anbieten können.“

Die Universität Hildesheim bildet Lehrerinnen und Lehrer für Grund-, Haupt- und Realschulen aus. Etwa 2500 Studierende sind derzeit im Lehramt eingeschrieben. Die frühe Unterrichtspraxis ist ein Kernelement der Hildesheimer Lehrerausbildung.

Zentrum für Digitalen Wandel entsteht in Hildesheim

Der Minister informierte sich über die Schwerpunkte in Forschung und Lehre. Die Universität Hildesheim hat sich darauf verständigt, die Digitalisierung als eines von vier Leitthemen – neben Bildung, Kultur und Diversität – in ihre Entwicklungsplanung aufzunehmen, so Universitätspräsident Professor Wolfgang-Uwe Friedrich.

Zu den ersten Maßnahmen zählt die Gründung des „Zentrums für Digitalen Wandel / Center for Digital Change“. Der Gründungsvorstand besteht aus dem Wirtschaftsinformatiker Professor Ralf Knackstedt, dem Computerlinguisten Professor Ulrich Heid und der Politikwissenschaftlerin Professorin Marianne Kneuer.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler befassen sich mit der Grundstruktur, der Komplexität sowie den Chancen und Risiken des digitalen Wandels aus technischer sowie sozial-, kultur- und geisteswissenschaftlicher Forschungsperspektive. Im Zentrum versammeln sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachdisziplinen – von Computerlinguistik über Politikwissenschaft und Unterrichtsforschung bis Softwareentwicklung und maschinellem Lernen.

Studium im Bereich „Data Analytics“: 1900 Bewerbungen aus der ganzen Welt

Gemeinsam mit den Studierenden Eya Boumaiza (Tunesien), Mofassir Ul Islam Arif (Pakistan) und Torben Windler (Deutschland) stellte Informatikprofessor Lars Schmidt-Thieme das englischsprachige Masterprogramm „Data Analytics“ vor. Die Universität Hildesheim verzeichnet eine überwältigende Nachfrage mit etwa 1900 Bewerbungen aus der ganzen Welt für dieses Programm. In dem Masterprogramm sind etwa 120 Studentinnen und Studenten aus mehr als 25 Ländern eingeschrieben: Die erste Generation der Studentinnen und Studenten kommt unter anderem aus Afghanistan, Ägypten, Brasilien, China, Deutschland, Indien, Iran, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Simbabwe und den USA.

„Wir haben ein weltweites Einzugsgebiet, die Nachfrage ist gigantisch, sowohl seitens der Unternehmen als auch der internationalen Studierenden“, so Professor Schmidt-Thieme. Die ersten Absolventinnen und Absolventen beenden im Herbst erfolgreich ihr Studium und arbeiten mit regionalen Unternehmen zusammen.

Professor Lars Schmidt-Thieme und die Studierenden zeigten eindrucksvoll die Leistungen im Bereich Data Analytics in Forschung und Lehre. Dennoch wird „Data Analytics“ im Wissenschaftsministerium formal als eine Studienvariante des Masterstudiengangs „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ geführt und nicht als eigenständiger Masterstudiengang. Ein Umstand, der sich gerade mit Blick auf die hohe internationale Reputation der Hildesheimer Data Science schnellstmöglich ändern sollte, so Schmidt-Thieme.

Denn das Interesse der internationalen wissenschaftlichen Community sowie der Wirtschaft an der Hildesheimer Data Science ist hoch und wächst beständig an: Professor Schmidt-Thieme und die Studierenden berichteten von zahlreichen Kooperationen und Projekten mit Hochschulen und Unternehmen, regional sowie weltweit. Entsprechend soll der Bereich „Data Science“ in Hildesheim weiter ausgebaut werden. Professor Schmidt-Thieme zeigte dem Wissenschaftsminister auf, wie mit einer weiteren Professur in diesem Bereich auch ein englischsprachiges Bachelorprogramm angeboten werden könnte.

„Die Digitalisierung ist das Thema unserer Zeit – hierfür relevante Studienangebote sind vor diesem Hintergrund von großer Bedeutung. Mit ihrem englischsprachigen Angebot leistet die Universität Hildesheim zudem einen wichtigen Beitrag zur Interntionalisierung“, sagt Minister Thümler über die Arbeit der Hildesheimer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Erhalt von Kulturerbe: „Musiktraditionen bewahren und zugänglich machen"

Der Wissenschaftsminister informierte sich in Hildesheim über die Arbeit des Center for World Music. „Als einziges musikethnologisches Forschungszentrum Deutschlands, das an eine Universität angegliedert ist, leistet das Center for World Music einen wichtigen Beitrag für Integration und Bildung. Gleichzeitig fördert es die kulturelle und musikalische Vielfalt in der Region. Durch die Sammlung einzigartiger Tondokumente, Musikinstrumente und Schriften werden Musiktraditionen bewahrt und zugänglich gemacht. Mit diesem Aufgabenspektrum verfügt das Center über ein einzigartiges Profil in Europa", sagte Wissenschaftsminister Björn Thümler.

Das Hildesheimer Forschungsinstitut bewahrt bedeutende Spuren und Vermächtnisse weltweiten Musikschaffens, setzt sich in der Forschung für den Erhalt der Vielfalt musikalischer Äußerungen ein und macht seine Sammlungen zugänglich.

„Die Sammlungen gehören der Allgemeinheit. Es ist nicht richtig, wenn Universitätssammlungen im Keller liegen. Wir begreifen den Transfer in die Gesellschaft als Kernaufgabe des Center for World Music. Wir wollen mit unserer Arbeit in die Gesellschaft hineinwirken und Begegnungen, Respekt und Anerkennung durch Musik fördern“, sagt der Musikethnologe Professor Raimund Vogels.

Die Hildesheimer Sammlung mit über 6.000 Musikinstrumenten und etwa 50.000 Tonträgern gehört zu einer der größten Sammlungen dieser Art in Europa. In einem lokalen Verbund führen das Center for World Music und das Roemer- und Pelizaeus-Museum derzeit ethnologische und musikethnologische Sammlungsbestände zusammen. Das vom Bundesforschungsministerium geförderte Projekt „Wissensspeicher Musik“ leistet einen Beitrag zum Erhalt des immateriellen Kulturerbes. Das Center for World Music sichert und digitalisiert mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes und Partnern vor Ort Musikarchive im Ausland, etwa in Iran, Ägypten und Nigeria – auch diese Tonaufnahmen machen die Wissenschaftler zugänglich.

Seit 2011 bildet die Universität Hildesheim in einem Masterstudiengang Berufstätige fort, die die musikalische Vielfalt in Kitas, Schulen, Stadtteilen und Jugendzentren aufgreifen und mit den Sammlungen arbeiten. Sijia Li, eine der Masterstudentinnen, holte eines der Instrumente aus den Vitrinen und spielte auf der Guzheng. Sie ist auch als Dozentin tätig und unterrichtet Studierende im Spiel auf dem traditionellen chinesischen Instrument.

Professor Raimund Vogels und Dr. Michael Fuhr erläuterten dem Minister die internationale Bedeutung des Center for World Music. Sie stellten zum Beispiel die Arbeit der Graduiertenschule vor, die bis 2020 vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) im Rahmen einer Fördermaßnahme des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert wird. 18 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Nigeria und Ghana befassen sich seit einem Jahr mit der Frage, welche Rolle Musik, Theater oder Literatur beim Wiederaufbau von Gemeinschaften nach Konflikten spielen.

Sabour Moradi überreichte dem Minister abschließend das Saiteninstrument Setar, das der 51-jährige Instrumentenbauer in der Werkstatt im Forschungsinstitut der Universität Hildesheim gebaut hat. Moradi wird im Sonderprogramm „Artist in Residence“ vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert, er arbeitet mit dem Roemer- und Pelizaeus Museum und dem Center for World Music zusammen.

Bauprojekte: Mensa-Neubau der Universität Hildesheim im Stadtteil Marienburger Höhe

Der Minister informierte sich außerdem über die Bauprojekte der Universität Hildesheim. Am Hauptcampus entsteht in drei Jahren Bauzeit bis 2021 eine neue Mensa. Der 2000 Quadratmeter große Neubau ist das größte Bauprojekt der Universität.

Seit Mai 2018 laufen die Tiefbauarbeiten. Dann kommt der Rohbau, der Baubeginn ist für Oktober 2018 geplant. Das erste Essen soll 2021 über die Theke gehen und serviert werden.

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news-17276 Fri, 21 Sep 2018 10:37:00 +0200 Wie Minister Thümler Estland einholen will https://www.uni-hildesheim.de/zfdw/aktuelles/einzelnachricht/artikel/wie-minister/ Uni-Präsident Friedrich empfängt den Wissenschaftsminister Björn Thümler für dessen Antrittsbesuch in der Universität. Pressespiegel regional Center for World Music Zentrum für Digitalen Wandel