2019

Aktuelle Veranstaltungen 2019

Thementag 'Inter*Aktion': Kinderbuch-Lesungen & Vortrag zum Thema Intergeschlechtlichkeit / Intersex*

Wann? 1. April, 11 bis 19 Uhr

Wo? Schulmuseum der Stiftung Universität Hildesheim in der Volkshochschule Hildesheim

Organisation? Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe gesellschaft*macht*identität* in Zusammenarbeit mit hi*queer.

An unserem Thementag 'Inter*Aktion' werden die Kinderbuchautor*innen Luzie Loda ("PS: Es gibt Lieblingseis") und Ursula Rosen ("Jill ist anders") aus ihren Büchern vorlesen. Am Nachmittag hält Lucie Veith, die u. a. Gründungsmitglied des Vereins Intersexuelle Menschen e. V. ist, einen Vortrag zum Thema "Repräsentation von Intersex* in den Medien".

Auf den Seiten von umstandslos, einem Onlinemagazin für feministische Elternschaft, können Sie ein Gespräch mit der Hildesheimer Kinderbuchautorin Luzie Loda zum Thema Intersexualität lesen.

Gründungsworkshop „Transfer in der Fluchtforschung – Erfahrungen und Reflexion“ 

Wann? 1.-2. April 2019

Wo? Stiftung Universität Hildesheim, Hauptcampus, Gebäude N (FORVM Neubau) 

Wer? AK Transfer, Netzwerk Fluchtforschung 

 Zum Programm

Öffentliche Diskussionsveranstaltung zur "Australisierung" der europäischen Flüchtlingspolitik

Wann? 20. März, 18 bis 20 Uhr

Wo? Stiftung Universität Hildesheim, Hauptcampus, Raum N006

Diskussionsteilnehmer: Kai Weber (Niedersächsischer Flüchtlingsrat) und Dr. Marcus Engler (Migrationsforscher)

Die öffentliche Diskussionsveranstaltung widmet sich der Frage, ob sich die europäische Asylpolitik mit der Errichtung exterritorialer Lager etc. auf "australische Verhältnisse" zu bewegt. Zunächst wird der Kurzfilm "Nowhere Line: Voices from Manus Island" des australischen Regisseurs Lukas Schrank gezeigt, bevor die Frage gemeinsam mit Kai Weber vom niedersächsischen Flüchtlingsrat und dem Migrationsforscher Dr. Marcus Engler diskutiert wird. Die Veranstaltung ist für alle Interessierten offen und kostenfrei.

Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Sozialwissenschaften, Abteilung Politikwissenschaft in Kooperation mit Initiativen Partnerschaft Eine Welt e.V.

 

 

fair@School Wettbewerb 2019 – Schulen gegen Diskriminierung

Einsendeschluss: 15. März 2019

Diskriminierung verhindern, Vielfalt und Chancengerechtigkeit stärken – diese Werte im Unterricht zu fördern, ist Ziel des Wettbewerbs fair@school – Schulen gegen Diskriminierung.

Mit dem Wettbewerb zeichnen die Antidiskriminierungsstelle des Bundes, der Cornelsen Verlag sowie das Zentrum für Bildungsintegration vorbildhafte Schulprojekte aus, die ein gelungenes Miteinander fördern. Damit wollen wir das Recht auf einen fairen Schulalltag und auf diskriminierungsfreie Bildung stärken.

Bewerben Sie sich mit Ihrem Projekt und geben Sie ihrem Engagement mehr Öffentlichkeit und Anerkennung. Zur Teilnahme melden Sie sich bitte über dieses Anmeldeformular an. 

Zur Webseite von fair@school

Internationaler Graduiertenworkshop - 'Knowledge Production, Memory and Diversity Education in a Postcolonial Context'
Nurten Karakas & Prof. Viola B. Georgi an der University of Cape Coast, Ghana
Die Teilnehmer*innen und Dozent*innen des Programms
Nurten Karakas, die Schulleiterin Georgina Aglobistse und Prof. Viola B. Georgi
Blick ins Klassenzimmer

Internationaler Graduiertenworkshop - 'Knowledge Production, Memory and Diversity Education in a Postcolonial Context'

an der University of Cape Coast in Ghana (Februar 2019)

Prof. Dr. Viola B. Georgi und Nurten Karakaş (Zentrum für Bildungsintegration/Stiftung Universität Hildesheim) haben an der University of Cape Coast in Ghana einen zweitägigen Workshop mit dem Titel 'Knowledge Production, Memory and Diversity Education in a Postcolonial Context' durchgeführt. Die Studierenden setzten sich im Rahmen des Workshops mit Postkolonialer Theorie, den Diversity-Studies und der Frage von Wissensproduktion ('Decolonizing Knowledge') auseinander. Untersucht wurden die Repräsentationen von Minderheiten in der Kinder- und Jugendliteratur, die Darstellung von Afrika in deutschen Schulbüchern sowie Kapitel zum Kolonialismus aus Geschichtsschulbüchern, die in Ghana und Nigeria in der Schule eingesetzt werden. Schließlich wurden erinnerungskulturelle Fragen diskutiert. Im Fokus stand der Umgang mit Straßennamen, die in einem kolonialgeschichtlichen Kontext stehen, und der Umgang mit Artefakten aus der Kolonialzeit in deutschen Museen und Kontroversen um kolonialgeschichtliche Erinnerungsorte in Europa und Afrika. Außerdem wurden Gespräche mit Lehrkräften der University Primary School geführt, die als Laborschule der University of Cape Coast fungiert. 

Die Zusammenarbeit mit der University of Cape Coast in Ghana und der University of Maiduguri in Nigeria wurde von Prof. Dr. Raimund Vogels (Center for World Music/SUH) und Prof. Dr. Wolfgang Schneider (Institut für Kulturpolitik/SUH) initiiert und fand im Rahmen der SDG Graduate School 'Performing Sustainability. Cultures and Development in West Africa' statt. Das Programm wird vom DAAD und dem Ministerium für Entwicklungspolitische Zusammenarbeit gefördert. 

Die interdisziplinäre Graduiertenschule 'Performing Sustainability' ist ein kooperatives Trainingsnetzwerk für Absolvent*innen der Universität Hildesheim (Deutschland), der Universität Maiduguri (Nigeria) und der Universität von Cape Coast (Ghana). Die Initiative konzentriert sich auf innovative Forschung, die Ansätze aus Performance, Kunst und Kultur zusammenbringt, um im Sinne der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) Bildung für alle zu erreichen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Fragen des Friedens und der Konfliktlösung.

Die 18 Stipentiat*innen im Programm beschäftigen sich mit unterschiedlichen Forschungsschwerpunkten wie z. B. die Rolle von Theater und Film in Flüchtlingsgemeinschaften, die Auswirkungen von Migration und Vertreibung auf das materielle und immaterielle Kulturerbe, Kulturpolitik und Kulturmanagement. 

Im Mai 2019 werden die an diesem Programm beteiligten Doktorand*innen und Masterstudierenden an der Stiftung Universität Hildesheim erwartet. Wir hoffen im Namen des Zentrums für Bildungsintegration die Zusammenarbeit mit dem Center for World Music, der University of Cape Cost und der University of Maidiguri Nigeria nachhaltig fortsetzen und auf pädagogische Themenfelder ausweiten zu können. 

 

Hier das Workshop-Programm:

Tag 1 (25. Februar 2019)

9.00 – 9.45 Einführung (Forschung/Diversity/Biographie) 

9:50 – 11.00 Präsentation und Diskussion verschiedener Schriften: Diversity Education, Anti- Oppressive Education und Postcolonial Thinking (Texte: Mbembe, Kumashiro) 

11.00 – 11.30 Pause 

11.30 – 13.00 Erinnerungsarbeit und Diversity: Orte kolonialer Erinnerung in Deutschland (Texte: Opuko) 

 

Tag 2 (26. Februar 2019)

9.00 – 10.00 Diversity in Bildungsmedien: Beispiele aus Schul- und Kinderbüchern 

10.00 – 11.00 Die Repräsentation Afrikas in deutschen Schulbüchern (Texte: Marmer) 

11.00 – 11.30 Pause 

11.30 – 12.30 Rewriting Memory, Entangled Narratives and Complex Biographies in the Postcolonial Context: The example of the Afro-German Community 

12:30 – 13.00 Feedback und Evaluation des Workshops 

Öffentliche Hochschulveranstaltung: Allianzen für Demokratie in der Schule – Reflektieren, Diskutieren, Handeln
Podiumsdiskussion zum Thema "Demokratie in der Schule? Schule in der Demokratie."
Vortrag von Prof. Wrase zum Thema "Wie politisch dürfen Lehrende an Schulen sein?"
Diskussion im Forum
Prof. Jürgen Sander, Prof. Viola Georgi, Grant Hendrik Tonne, Dr. Matthias Kreysing

Allianzen für Demokratie in der Schule – Reflektieren, Diskutieren, Handeln

Da sich Schulen und Hochschulen in Niedersachsen derzeit mit rechtspopulistischer Hetze und AfD-Meldeportalen gegen Lehrerinnen und Lehrer konfrontiert sehen, organisierte das Zentrum für Bildungsintegration (ZBI) in Kooperation mit dem AStA der Universität Hildesheim eine öffentliche Hochschulveranstaltung „Allianzen für Demokratie“ mit bis zu 200 Teilnehmenden. Der Präsident Prof. Friedrich rief zum Auftakt zu Gelassenheit, aber auch zu Wachsamkeit auf. Prof. Georgi, Direktorin des ZBI, legte anschließend aktuelle Studienergebnisse der Bertelsmann Stiftung zu schulischer Demokratiebildung anhand einer Befragung von Lehrenden dar.

Prof. Wrase informierte aus rechtlicher Sicht zu der Frage „Wie politisch dürfen Lehrende an Schulen sein?“. Schließlich konnte ein Bündnis für Demokratie an niedersächsischen Schulen angestoßen werden. Hierfür wurden Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Schule, Gewerkschaft, Vereinen, aber auch Eltern- und Schülervertretungen eingeladen, die ihre Erfahrungen und den Umgang mit demokratiefeindlichen Phänomenen darlegten – gefolgt von einer bildungspolitischen Stellungnahme durch den niedersächsischen Kultusminister Grant Tonne. In den anschließenden thematischen Foren wurden Handlungsprobleme und konkrete Ansatzpunkte benannt, wie die verschiedenen Akteurinnen und Akteure zur Demokratiebildung in Schulen beitragen können.

Programm (7. Februar 2019, 16-19:30 Uhr im Audimax der SUH)

16:00 Uhr Ankommen
16:15 Uhr Begrüßung & Einführung
Prof. Dr. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich, Präsident der SUH (zum Grußwort)
Prof. Dr. Viola B. Georgi, Direktorin Zentrum für Bildungsintegration (ZBI), SUH

16:40 Uhr Wie politisch dürfen Lehrende an Schulen sein?
Prof. Dr. Michael Wrase, Professur für Öffentliches Recht, SUH

16:55 Uhr Demokratie in der Schule?! Schule in der Demokratie.
Rahmenbedingungen, Entwicklungsaufgaben und Herausforderungen
Moderation: Prof. Dr. Viola B. Georgi + Nadin Tettschlag, ZBI

Podium:

  • Dr. René Mounajed, Schulleiter Robert-Bosch-Gesamtschule, Hildesheim
  • Aliyeh Yegane, Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen, Berlin
  • Prof. Dr. Michael Wrase, Professor für Öffentliches Recht, SUH
  • Beatrix Albrecht, Nieders. Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ)
  • Isabel Rojas Castañeda, GEW, AG “Demokratie braucht Haltung“
  • Lewia Gerlinger, AStA, Referat für Politische Bildung, SUH
  • Carola Burggraf-Köck, Elternvertretung Gymnasium Julianum, Helmstedt
  • Leonie Harth, Schülerin IGS Roderbruch, Hannover

17:45 Demokratiebildung für Niedersachsen
Grant Hendrik Tonne, Minister, Niedersächsisches Kultusministerium (zur Rede)

18 Uhr Foren: Netzwerke für Demokratiebildung

19:30 Uhr Ende der Veranstaltung

Veranstaltungsorganisation:
Zentrum für Bildungsintegration & AStA der SUH
Kontakt: Nadin Tettschlag

 

Die Veranstaltung in der Presse:

Aktuelles Uni Hildesheim

Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Sonderausstellung 'Diversität in Kinderbüchern'