Übersicht

Das Zentrum für Bildungsintegration fördert den Wissenstransfer in die Bildungspraxis und Bildungspolitik. Mit den Transferprojekten und Kooperationen mit vielfältigen gesellschaftlichen Akteur*innen trägt es neben Forschung und Lehre zur "Third Mission" der Stiftung Universität Hildesheim bei.

Corona-Projekt: Studierende unterstützen Home-Schooling

Wer unterstützt im Home-Schooling?
Home-Schooling: Kleiner Schreibtisch mit Tablett, Schulbuch und Utensilien

Sowohl für Studierende als auch für Schüler*innen hat der wegen der Corona-Pandemie seit Mitte März eingeschränkte Betrieb der Schulen weitreichende Folgen. Insbesondere für Schüler*innen aus sozial benachteiligten Familien kann das Ausbleiben des Schulbesuchs langfristige Auswirkungen auf deren Bildungsverläufe haben und bereits vorhandene Ungleichheiten verschärfen. Kinder aus geflüchteten und neu zugewanderten Familien, die sich ohnehin oftmals in prekären sozio-ökonomischen Lebenssituationen befinden, sind in der aktuellen Corona-Krise gleich mehrfach benachteiligt. 

Das Zentrum für Bildungsintegration will mit seinem Projekt diesen Bildungsbenachteiligungen ein Stück weit entgegenwirken. Unser Projektziel ist es, ein Matching zwischen Studierenden und Schüler*innen, die zurzeit die bei der Umsetzung des Home-Schoolings dringend Unterstützung brauchen, anzustoßen. Mehr erfahren ...

Arriving - Geschichten vom Ankommen

Ein Bewohner und eine Schülerin von Cambridge halten Gegenstände in die Kamera, die an ihr Ankommen erinnern. Auszug aus dem Storybook Arriving.

Das ZBI kooperiert mit der Anglia Ruskin University in Cambridge (UK) und tauscht sich zu Modellprojekten im Themenkomplex Migration und Integration bzw. soziale Inklusion aus. Das im Rahmen des Being Human Festivals 2019 in einer Ausstellung vorgestellte Erzählprojekt "Arriving" wird derzeit auf verschiedene Kontexte im sozialen und Bildungsbereich übertragen und soll auch auf internationaler Ebene Anwendung finden. Mehr erfahren ...

Foto: Julia Johnson I www.lensculture.com/julia-johnson

Bildungsteilhabe von Sinti & Roma

Gegenwärtig kann Antiziganismus als Diskriminierungsstruktur gelten, die Bildungschancen und -möglichkeiten auf unterschiedliche Weise negativ beeinflusst. Antiziganistische Diskriminierung trifft in Deutschland sowohl deutsche Staatsbürger_innen ohne Migrationsgeschichte, als auch deutsche Staatsbürger_innen mit Migrationsgeschichte und Staatsbürger_innen anderer EU- und Nicht-EU-Länder.

Kritik an diesen Verhältnissen sowohl auf struktureller Ebene, als auch in unzähligen Einzelfällen ist bis in die 1980er Jahre beinahe ausschließlich durch Selbstorganisationen von Sinti und Roma, sowie durch einzelne persönlich Betroffene geübt worden. Seitdem hat es immer wieder vereinzelte Kritiken im akademischen wie im politischen Bereich gegeben, wobei auch hier die Kritik und das Engagement der Selbstorganisationen als zentral einzustufen ist. Das ZBI leistete einen Beitrag zur Erforschung und Kritik des Antiziganismus und führte Transferprojekte zur Förderung der (Bildungs-)Integration von Angehörigen der Sinti und Roma durch. Mehr erfahren ...