Publikationen

 

Gogolin, Ingrid; Georgi, Viola B.; Krüger-Potratz, Marianne; Lengyel, Drorit; Sandfuchs, Uwe (Hrsg.) (2018): Handbuch Interkulturelle Pädagogik. Bad Heilbronn: Klinkhardt.

Nägel, Verena; Kahle, Lena (2018): Die universitäre Lehre über den Holocaust in Deutschland, FU Berlin (online).

Teltemann, Janna; Dominique Rauch (2018): Germany. In: Volante, L., Klinger, D., & Bilgili, O. (Ed.). Immigrant Student Achievement and Education Policy: Cross-Cultural Approaches (Policy Implications of Research in Education Series). Dordrecht, Netherlands: Springer.

Vernal Schmidt, Janina (2018) (im Erscheinen): Ein rassismuskritischer Blick auf eine Lehrwerklektion für den schulischen Spanischunterricht der Sekundarstufe II. In: Fereidooni, Karim / Simon, Nina (Hrsg.): Rassismuskritische Fachdidaktiken. Theoretische Reflexionen und fachdidaktische Entwürfe rassismuskritischer Unterrichtsplanung. Wiesbaden: Springer VS.

Carlson, Sören; Kahle, Lena; Klinge, Denise (2017): Wenn Narrationen nicht zu Stande kommen... Wie hochreflexive Berufsfelder dazu beitragen, dass argumentativ-evaluative Darstellungsweisen im narrativen Interview dominant werden, in: ZQF – Zeitschrift für Qualitative Forschung, Nr. 2/2017 (im Erscheinen).  

de Carvalho Rodrigues, Thekla; Vernal Schmidt, Janina (2017): Flucht, Migration, Musik, Sprache. In: Praxis des Musikunterrichts 129. 

Georgi, Viola B. (2017): Diversity Education im Fokus Kultureller Bildung. Diskurse vernetzen und Synergien nutzen. In: Wolfgang Schneider, Anna Eitzeroth (Hg.): Partizipation als Programm. Wege ins Theater für Kinder und Jugendliche. transcript Verlag: Bielefeld, S. 15-26.

Ismaiel-Wendt, Johannes S. (2017): Richt-Mikrofone. Gutachten zu Fragen nach möglicher „sonischer Segregation“ im sogenannten NSU-Prozess. (online)

Der selbsternannte Sachverständige Johannes Ismaiel-Wendt untersucht Techniken und Technologien des Rechtsprechens ‑ Apparatives genauso wie rhetorische Strategien. Er konzentriert sich in seinem Bericht auf Mikrofonie und damit verbundene Übertragung und Verstärkung, denn diese reflektiert und situiert Sprechen und Hören im Gerichtsverfahren in besonderer Weise. Das auditive Setting ist zu verstehen als „Symptom und Effekt historisch spezifischer epistemischer Konstellationen“ (Gießmann 2009). Am technischen Aufbau, der Verkabelung und den Schaltmöglichkeiten, also der Organisation der Schalldruckwandlung, sind Sprech- und Hörordungen sowie Machtpositionen zu erkennen – und diese sind umkämpft.

Koch, K., Montanari, E. G., Noack, C., & Wittstruck, W. (Eds.). (2017): Sprachbewusst unterrichten. Eine Handreichung für die Grund-, Haupt- und Realschule. Hannover: Niedersächsisches Landesinstitut für Qualitätsentwicklung.

Kahle, Lena (2017): Zugehörigkeit und Agency in polarisierten Gesellschaften. Eine biographieanalytische Studie in Israel, Opladen/Toronto. 

Montanari, E. (2017): Beschulung von neu in das niedersächsische Bildungssystem zugewanderten Schülerinnen und Schülern in der Sekundarstufe I. Hildesheim: Stiftung Universität Hildesheim.

Montanari, E., & Graßer, B. (2017): „Ah, oh Mann, ich hab’s voll vergessen.“ Überlegungen zu Sprachtests als Konstellationen sprachlichen Handelns. In A. Krause, G. Lehmann, W. Thielmann, & C. Trautmann (Eds.), Form und Funktion. Festschrift für Angelika Redder zum 65. Geburtstag. Tübingen: Stauffenburg.

Niemann, Dennis; Kerstin Martens, Janna Teltemann(2017): PISA and its consequences: Shaping education policies through international comparisons. European Journal of Education 52(2): 175-183. 

Stoffers, Nina; Hannes Schammann (Hg.) (2017): Zwischen Kunst und Politik - Kulturprojekte mit Flüchtlingen. Universitätsverlag Hildesheim. (online)

In der vorliegenden Dokumentation sind die Texte der Teilnehmer_innen des Seminars „Kunst und Politik - Kulturprojekte mit Flüchtlingen“ versammelt. Hiermit wird versucht, die Ergebnisse der Recherchearbeit und der daraus resultierenden Ausstellung in ihrer Vielfalt und Komplexität abzubilden. Die Texte basieren auf den Reflexionen einzelner Teilnehmer_innen über die eigene Recherchearbeit zu den unterschiedlichsten Projekten und über die daraus resultierenden Ausstellungsprojekte. Daher sind die Texte im Zugang und Stil sehr unterschiedlich. Auch Begriffsdefinitionen wie „Flüchtling“ / “Geflüchtete“, sowie die Anwendung von gendergerechter Sprache haben wir bewusst den einzelnen Autor_innen überlassen und somit nicht angeglichen.

Teltemann, Janna (2017): Migration und Bildungsgerechtigkeit – Konsequenzen für die Gesellschaft. In: Lin-Klitzing, S., Di Fuccia, D., Gaube, T. (Hrsg.):Bildungsgerechtigkeit und Gymnasium. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

Tettschlag, Nadin (2017): Spain. In: Tribukait, Maren et al: Digital learning in European education policies and history curricula, Eckert.Dossiers 13 (online), S. 80-98, Braunschweig.

Tettschlag, Nadin (2017): Islam im Geschichtsunterricht. Schulbuchanalysen und Materialien aus dem Projekt "Zwischentöne" für eine neue Erinnerungskultur, in: Geschichte lernen (177), S. 62-64.

Vernal Schmidt, Janina (2017): Ein kritischer Blick auf Mehrsprachigkeit im schulisch-institutionellen Spanischunterricht. In: Hispanorama 158, 44-49.

Georgi, Viola B. (2016): "Self-Efficacy of Teachers with Migrant Background in Germany: Handling Linguistic and Cultural Diversity in School". In: Clea Schmidt; Jens Schneider (ed.): Diversifying the Teaching Force in Transnational Contexts. Critical Perspectives. Transnational Migration and Education. Volume 3. Rotterdam/Boston/Taipei: Sense Publishers, p. 59 -73. (online)

Georgi, Viola B. (2016): "Higher Education and Inclusion in Germany". In: Tony Gallagher; Sjur Bergan (ed.): Higher education for democratic innovation:  developments and challenges Council of Europe Higher Education. Series No. 21. London: Palgrave Macmillian, pp. 44-57. 

Georgi, Viola B.; Filiz Keküllüoğlu (2016): Was Schule macht. Antidiskriminierungsstelle des Bundes (online)

Diskriminierung in deutschen Bildungseinrichtungen muss offener thematisiert werden – auch von Lehrer_innen

Kahle, Lena (2016): On the Multidimensional Formation of Belonging in Israel: A Biographical Study in the Field of Co-Existence Education, in: Hadjigeorgiou, Nasia (Hrsg.): Identity, Belonging and Human Rights: A Multi-Disciplinary Perspective, Oxford, S. 11-24.  

Schneider, Wolfgang; Anna Kaitinnis (Hg.) (2016): Kulturarbeit in Transformationsprozessen. Wiesbaden: Springer.

Die Herausgeber zeigen in diesem Band Möglichkeiten und Grenzen sowie bisher unterschätzte oder ungenutzte Potentiale Auswärtiger Kulturpolitik (AKP) am Beispiel der Mittlerorganisation Goethe-Institut zur Begleitung von Transformationsprozessen auf. Darüber hinaus werden Erkenntnisse der Kulturpolitikforschung für die Untersuchung von AKP in Entwicklungsländern erörtert. Um den Bogen von der Praxis zur Theorie zu schlagen, führt die Publikation Erfahrungsberichte von ehemaligen Mitarbeitenden des Goethe-Instituts und Beiträge von Wissenschaftlern aus den Bereichen der Kulturwissenschaften und Politikwissenschaft zusammen.

Stoffers, Nina (2016): „Kulturprojekte für und mit, aber selten von... Eine Spurensuche nach Motivationen und Haltungen nicht-geflüchteter Kulturschaffender im Theater“. Zusammen mit Helling, Marlene. In: Maren Ziese; Caroline Gritschke (Hg.): Geflüchtete und Kulturelle Bildung. Formate und Konzepte für ein neues Praxisfeld. Bielefeld: transcript. 

Die in dem Artikel behandelte Thematik der Motivation nicht-geflüchteter Kulturschaffender, die Projekte oder Stücke an Theatern mit Geflüchteten initiieren, betreuen und umsetzen, und ihr Umgang mit der „Zielgruppe“ Geflüchtete, gewinnt vor dem Hintergrund unserer eigenen Hintergründe „ohne Fluchterfahrung“ an Brisanz: Welche Legitimationen, so fragen wir uns, werden ins Spiel gebracht, wenn (vermeintlich) partizipative Projekte und Angebote für diese Zielgruppe als wichtig, richtig und gut postuliert werden? Und welche Legitimation geben wir uns selber, wenn wir uns als „weiße“, nicht-geflüchtete Zuschauerinnen und wissenschaftlich Forschende verorten?

Teltemann, Janna; Reinhard Schunck (2016): Education systems, school segregation, and second-generation immigrants’ educational success: Evidence from a country-fixed effects approach using three waves of PISA. International Journal of Comparative Sociology 57(6): 401-424. 

Many countries are increasingly being challenged to integrate their growing immigrant populations. A major key to successful integration is the educational attainment of immigrant offspring. This study investigates how the interplay between the degrees of stratification and standardization in education systems and the degree of ethnic school segregation affects the performance gap between non-immigrant and second-generation immigrant students in member countries of the Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD).

Schammann, Hannes und Christin Younso (2016): Studium nach der Flucht? Angebote deutscher Hochschulen für Studieninteressierte mit Fluchterfahrung. Empirische Befunde und Handlungsempfehlungen. Hildesheim: Universitätsverlag Hildesheim. (online)

Hochschulen sind keine isolierten Elfenbeintürme, die fernab jeder gesellschaftlichen Entwicklung existieren. Besonders deutlich wurde dies als die Zahl Asylsuchender in Deutschland erheblich anstieg. Viele Hochschulen öffnen seitdem ihre Tore für Studieninteressierte mit Fluchterfahrung. Hannes Schammann und Christin Younso haben in ihrer im Mai 2016 veröffentlichten Pilotstudie erstmals die Angebote neun deutscher Hochschulen analysiert. Die Studie bietet einen Einblick in Ziele, Strukturen und Prozesse der Öffnungsprozesse und gibt praxisorientierte Handlungsempfehlungen für Hochschulen und Politik. Die Studie wurde von der Stiftung Mercator gefördert und entstand in enger Zusammenarbeit mit dem BAMF, der Hochschulrektorenkonferenz und dem Wissenschaftsrat. Sie wurde und wird durch Praxis und Öffentlichkeit stark rezipiert.

Schammann, Hannes; Boris Kühn (2016): Kommunale Flüchtlingspolitik in Deutschland. Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung. (online)

Welche Spielräume haben Kommunen in der Flüchtlingspolitik? Wie nutzen sie diese und wie interagieren sie mit Bundes- und Landesebene? Diesen Fragen geht Hannes Schammann in seiner Forschung nach. Im Jahr 2016 erschienen dazu sowohl konzeptionelle als auch praxisnahe Publikationen, darunter eine Expertise für die Friedrich-Ebert-Stiftung, die in Politik und Praxis stark rezipiert wurde.

Georgi, Viola B. (2015): Integration, Diversity, Inklusion. Anmerkungen zu aktuellen Debatten in der deutschen Migrationsgesellschaft. (online)

Integration, Inklusion, Diversity – diese drei Schlagwörter geistern konstant durch Diskussionen in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Sie werden bemüht, wenn es um die Gestaltung menschlichen Zusammenlebens, -lernens und -arbeitens geht – und dann nicht selten ungenau verwendet. Wie aber lassen sie sich unterscheiden? Gibt es überhaupt eine Trennschärfe? Und wo bestehen Überschneidungen?

Georgi, Viola B. (2015): "Vielfalt lernen und leben" (Kapitel 1). In: Bertelsmann Stiftung (Hg.): Klasse Vielfalt – Chancen und Herausforderungen der interkulturellen Öffnung von Schulen, S. 7-31. (online)

Die Beiträge von Viola Georgi, Mostapha Boukllouâ, Sema Simsar und Adamantios Tsakiroglou erörtern Strategien und Maßnahmen für die interkulturelle Öffnung von Schulen. Sie zeichnen die Entwicklungsbedarfe in diesem komplexen Feld auf: Die Lehrerbildung im Umgang mit Heterogenität und Mehrsprachigkeit, die Diversifizierung der Bildungsmaterialien, die Unterrichtsentwicklung, die sprachliche Bildung sowie die Kooperation mit den Eltern und außerschulischen Einrichtungen sind Meilensteine auf dem Weg zu Schulen mit einer robusten Willkommens- und Anerkennungskultur.

Ismaiel-Wendt, Johannes S.  (2015): Anmerkungen zum aktuellen Rechtsstreit über Musik-Sampling – „Kraftwerk (Ralf Hütter) vs. Moses Pelham“ – und zur Frage nach rassismuskritischer, semiotischer Demokratie. (online)

Wenn aktuell vor dem Bundesgerichtshof verhandelt wird, ob der Produzent Moses Pelham mit der Verwertung eines Fragments eines Stücks der Gruppe Kraftwerk Diebstahl beging, werden tatsächlich grundsätzliche Fragen kultureller Partizipationsmöglichkeiten für alle verhandelt. Der Beitrag zeigt, welch enorme Bedeutung kulturelle Kodierung der Umwelt unter größtmöglicher Beteiligung haben kann, die nicht nur Institutionen und sich als Eliten Imaginierenden vorbehalten sein darf. Zudem offenbart sich, dass zahlreiche rassistisch konstituierte Felder von solch einem Streit um Urheberrechtsphantasien tangiert werden.

Schammann, Hannes (2015): PEGIDA und die deutsche Migrationspolitik. Ein Beitrag zur Differenzierung des Opinion-Policy Gap in der Migrationsforschung. In: Zeitschrift für Politikwissenschaft 25 (3), 309–333. 

Die Großdemonstrationen der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“, kurz PEGIDA, die im Winter 2014/15 in mehreren deutschen Städten stattfanden, haben zahlreiche Demokratie- und Protestforscher auf den Plan gerufen. Die politikwissenschaftliche Migrationsforschung dagegen meldete sich bislang kaum zu Wort. Der Beitrag nutzt das Fallbeispiel der PEGIDA dazu, Gary Freemans (1995) breit rezipierte Hypothese eines opinion-policy gap, also einer persistenten Kluft zwischen restriktiver Bevölkerungsmeinung und liberaler Migrationspolitik, kritisch zu hinterfragen.

Schammann, Hannes (2015): Wenn Variationen den Alltag bestimmen. Unterschiede lokaler Politikgestaltung in der Leistungsgewährung für Asylsuchende. In: Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft 9 (3), 161–182. 

Vor dem Hintergrund eines trotz aller Hürden an Kontur gewinnenden europäischen Asylsystems steht in der vergleichenden politikwissenschaftlichen Migrationsforschung meist die Frage nach der Konvergenz nationalstaatlicher Flüchtlingspolitik im Zentrum. Unterschiede zwischen lokaler Flüchtlingspolitik bei der Implementation europäischer und nationalstaatlicher Vorgaben werden bislang nur wenig beachtet. Am Beispiel des deutschen Asylbewerberleistungsgesetzes entwickelt der Beitrag in einer institutionentheoretisch orientierten Argumentation die These, dass bundesdeutsche Flüchtlingspolitik eigenständiges policy making auf lokaler Ebene nötig macht und konträre Umsetzungen vor Ort provoziert. Neben der Analyse des institutionellen Rahmens wird auf Ergebnisse einer vergleichenden Fallstudie zur Umsetzungspraxis in zwei deutschen Kommunen zurückgegriffen.

Schammann, Hannes (2015): Rette sich, wer kann? Flüchtlingspolitik im Föderalismus. APUZ 25/2015, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung. (online)

Flüchtlingspolitik sorgt bei steigenden Asylantragszahlen zuverlässig für Zündstoff zwischen den politischen Ebenen: Kommunen fühlen sich mit der Unterbringung von Flüchtlingen überfordert und rufen nach finanzieller Hilfe von Bund und Ländern. Der Bund wiederum sieht die Länder in der Pflicht, ihren gesetzlichen Zuständigkeiten effizienter nachzukommen und bemängelt beispielsweise ein inkonsequentes Vorgehen bei negativen Asylentscheidungen. Man kann dabei leicht den Eindruck gewinnen, flüchtlingspolitische Verantwortung ließe sich im Föderalismus "wie eine Flipperkugel hin und her schießen". Rasch kann zudem der Überblick verloren gehen: Wer ist eigentlich wofür zuständig? Wie funktioniert Flüchtlingspolitik im Föderalismus? Und wer entzieht sich seiner Verantwortung? Diese Fragen sind Gegenstand des vorliegenden Beitrags. Zunächst werde ich die Aufgabenteilung zwischen Europäischer Union, Bund, Ländern und Kommunen umreißen, ehe ich anhand einiger Beispiele den daraus resultierenden Flickenteppich deutscher Flüchtlingspolitik skizziere. Schließlich sollen durch einen Abgleich mit zwei Funktionen des Föderalismus Defizite und Lösungswege aufgezeigt werden.