Franziska Schmidt

Franziska Schmidt

#3 Stimmen zur Wissenschaftskommunikation

Als dritte Stimme in unserer Videoreihe „Stimmen zur Wissenschaftskommunikation“ meldet sich Ulrike „Uli“ Brandt-Bohne zu Wort. Die promovierte Biologin mit langjähriger Forschungserfahrung, die auch aus TV-Wissensformaten wie beispielsweise „Kopfball“ (ARD) bekannt ist, ist sowohl als unabhängige Journalistin, Autorin und Moderatorin (TV und Event) als auch als Redakteurin und Dozentin am Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation tätig. In ihrem Video spricht die Expertin darüber, wie durch die Berücksichtigung der Vorlieben und Begabungen der Forschenden sowie der Interessen und Bedürfnisse der Zielgruppe ein fruchtbarer Dialog und eine gelungene Wissenschaftskommunikation entstehen kann.

Kommunikation ist dann meiner Ansicht nach gut, wenn ich meine Nachricht rüberbringen konnte und von meinem Gegenüber auch verstanden wurde“. So einfach, wie es klingen mag, ist es allerdings nicht. Wichtig sind – neben der eigenen Begeisterung – auch die Interessen und Bedürfnisse des Gegenübers bzw. der Zielgruppe, an die die Kommunikation gerichtet ist. Wie viel Wissen kann je nach Kommunikationssituation vorausgesetzt werden?

Geht es um die Kommunikation in den sozialen Medien, spielt der Mehrwert der Inhalte eine große Rolle, um in der Flut an Informationen nicht unterzugehen. Auch die passende Aufbereitung der Informationen kann dazu beitragen, dass „Leute hängen bleiben und einfach mehr erfahren möchten“ – die Art und Weise der Kommunikation sollte dabei auch an den Vorlieben und Charakteristika der kommunizierenden Person orientiert sein. So können beispielsweise Comics als Plattformen für diejenigen dienen, die besonders gut zeichnen können, oder sich Podcasts für jene eignen, die ihre Forschung gern im Dialog kommunizieren.

Zu beachten sind also die fünf Dimensionen der Wissenschaftskommunikation: Was (1) soll wem (2) wie (3), also in welchem Format und welchem Stil, über welches Medium (4) und aus welchem Grund (5) kommuniziert werden? Um eine möglichst authentische Wirkung zu erzielen, muss die Kommunikation auch für den oder die Kommunikator:in passend sein. Und für eine bessere Ausrichtung der Kommunikation auf die Zielgruppe lohnt es sich, auch mal zuzuhören – so entsteht ein konstruktiver Dialog, der in den meisten Fällen für beide Seiten förderlich ist.

Unsere Videoreihe wird in regelmäßigen Abständen veröffentlicht. Eine Übersicht der Videos ist im Reiter Wissenschaftskommunikation zu finden. Reinschauen und mitdiskutieren – Wissenschaft funktioniert nur im Dialog!

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