Franziska Schmidt

Franziska Schmidt

#2 Stimmen zur Wissenschaftskommunikation

Die zweite Stimme in unserer Videoreihe „Stimmen zur Wissenschaftskommunikation“ kommt von Philipp Schrögel, der als Forschungsbereichskoordinator für die Wissenschaftskommunikation am Käte Hamburger Kolleg für Apokalyptische und Postapokalyptische Studien (CAPAS) verantwortlich ist. In seinem Video betont er den Nutzen davon, wichtige Sachverhalte wiederholt zu thematisieren und greift daher einige von Rebecca Winkels in Video #1 genannte Aspekte tiefergehend auf.

 

Zunächst verweist Schrögel auf die Relevanz, sich mit den verschiedenen Zielgruppen auseinanderzusetzen: Wen erreicht Wissenschaftskommunikation und vor allem, wen erreicht sie nicht? Das im Projekt „Wissenschaft für alle“ entstandene Wimmelbild, das auch seine Wand ziert, zeigt, dass es noch zahlreiche Exklusionsfaktoren zu überwinden gilt.

 

Wissenschaftskommunikation findet immer in einem spezifischen Kontext statt, der berücksichtigt werden sollte. Wer kommuniziert wie in welchem Kontext? Dieser Aspekt muss mitgedacht werden, um Angebote der Wissenschaftskommunikation entsprechend bewerten zu können. So heißt es im Artikel Wissen, Werte und Nicht-Wissen: „Sich #fürdasWissen zu entscheiden, bedeutet auch, sich der Grenzen bewusst zu sein und gleichermaßen Werte und Nicht-Wissen zu berücksichtigen.“

 

Beim Thema Wissenschaftskommunikation schwingt immer auch die Frage nach dem Vertrauen in die Wissenschaft mit. In diesem Zusammenhang sollten Wissenschaftler:innen und Kommunikator:innen ihre eigene Rolle, ihre Werte und das eigene Wissenschaftsverständnis hinterfragen. Wichtig sind laut Schrögel auch der Blick auf die unterschiedlichen Disziplinen, die nicht homogen als ‚die Wissenschaft‘ verstanden werden können, sowie die Förderung von Transparenz in verschiedenen Kommunikationsformaten.

 

Wie bereits Rebecca Winkels verweist auch Schrögel in Bezug auf die zu schaffenden Diskursräume darauf, dass sie dem konstruktiven Austausch und nicht der maximalen Wissensvermittlung dienen sollten. Dafür bedarf es innovative Ansätze und kreative Zugänge, um auch mit bisher nicht erreichten Zielgruppen in den Austausch treten, Partizipation ermöglichen und das Interesse und die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Informationen fördern zu können.

 

Philipp Schrögel selbst hat in der Vergangenheit bereits verschiedene kreative Kommunikationsformate umgesetzt, darunter beispielsweise das Schaufenster Ozean, den Wissenschaftscomic „Geschichten aus der Zukunft – Meere & Ozeane sowie ein Science-Street-Art-Projekt, bei dem Künstliche Intelligenz auf Street-Art trifft.

 

Unsere Videoreihe wird in regelmäßigen Abständen veröffentlicht. Eine Übersicht der Videos ist im Reiter Wissenschaftskommunikation zu finden. Reinschauen und mitdiskutieren – Wissenschaft funktioniert nur im Dialog!

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