Franziska Schmidt

Franziska Schmidt

#WissKomm: Wie Corona das Kommunikationsverhalten beeinflusst

Das Informationsbedürfnis ist in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie bei jedem von uns deutlich erhöht; gleichzeitig sind sehr viele – zum teils widersprüchliche – Informationen auf verschiedenen Kanälen im Umlauf, sodass schnell das Gefühl eines Information Overload, also einer Informationsflut entstehen und für Verwirrung und Unsicherheit sorgen kann.

Die Belastung durch die Krise, die Ungewissheit und die Entscheidungen auf politischer Ebene führen dabei insbesondere im Netz nicht selten zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Meinungsgruppen, aber auch zu Hass-Kommentaren gegen die im Corona-Diskurs beteiligten Wissenschaftler:innen, von denen häufig eindeutige, verständliche Erklärungen und konkrete Handlungsempfehlungen gefordert werden. Wichtig ist es, beide Seiten zu beleuchten und zu verstehen: Während unterschiedliche, teils widersprüchliche Ergebnisse natürlicher Teil der Wissenschaft sind und deren Diskurs beleben, können diese in der Bevölkerung die Unsicherheit und den Unmut verstärken und als mangelnde Kompetenz wahrgenommen werden.

Leider sorgt die Polarisierung der Gesellschaft durch die Krise auch dafür, dass viele Falschinformationen in den Umlauf gebracht werden, die ihrerseits die Unsicherheit verstärken und möglicherweise auch zu Fehlverhalten entgegen der Handlungsempfehlungen der Expert:innen führen. Fachlich korrekte und gut zugängliche Informationen sind in einer solchen Krise also von besonderer Bedeutung für uns alle. Das Bundesministerium für Gesundheit beispielsweise bemüht sich insbesondere in den sozialen Medien darum, kursierende Falschinformationen in verständlichen Grafiken und Videos zu widerlegen und so genau dort Aufklärung zu betreiben, wo sich die verfälschten Fakten besonders schnell ausbreiten.

Doch wie kommt dies bei den Usern an und was macht „gute“ Wissenschaftskommunikation eigentlich aus? Genau darüber möchten wir ins Gespräch kommen, uns austauschen und diskutieren – natürlich auf Augenhöhe.

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