Zehn Minuten Reformation – Einladung zum Diskurs

Termin: Mittwoch, 20. Dezember 2017 um 11:55 Uhr

Wo? jeden Mittwoch um fünf vor zwölf an unterschiedlichen Orten der Universität

Thema: Am 31. Oktober jährte sich der sog. Thesenanschlag Martin Luthers zum 500. Mal. Die ökumenische Hochschulgemeinde von KHG und ESG nimmt dieses geschichtsträchtige Datum zum Anlass, um mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Fachbereichen an der Universität Hildesheim in den wissenschaftlichen Diskurs zu treten. Was muss sich heute in unserer Gesellschaft unbedingt ändern, was gehört „reformiert“? Wir bitten Professoren/innen aus unterschiedlichen Fachbereichen um ein 10-minütiges Statement mit drei „Thesen“ (Dringlichkeitsgeboten). Diese sammeln wir und freuen uns auf einen spannenden und vielseitigen Diskurs! Die modernen „Thesen“ werden veröffentlicht.

Info: Programm/Vortragenden/Orte:

  • 25.10.: Prof. Dr. Carsten Jochum-Bortfeld, Institut Evangelische Theologie (Forum, Foyer)
  • 01.11.: Robert Rathke, StuPa (StudCaf, vor H1) 08.11.: Prof. Dr. Janna Teltemann, Institut Sozialwissenschaften (Forum, Foyer)
  • 15.11.: Prof. Dr. Werner Greve, Institut Psychologie (Forum, Foyer)
  • 22.11.: Prof. Dr. Annemarie Matzke, Institut Medien, Theater und populäre Kultur (Domäne, Altes Pächterhaus, R 51/02)
  • 29.11.: Prof. Dr. Kristin Kersten, Institut englische Sprache und Literatur (Bühler Campus, R003)
  • 06.12.: Prof. Dr. Joachim Griesbaum, Institut Informationswissenschaft und Sprachtechnolo- gie (Forum, Foyer)
  • 13.12.: Prof. Dr. Meike Baader, Institut Erziehungswissenschaft (Forum, Foyer)
  • 20.12.: Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Institut Kulturpolitik (Domäne, Hohes Haus, R50/402)
  • 10.01.: Prof. Dr. Andreas Hetzel, Institut Philosophie (Forum)
  • 16.01.: Schlussveranstaltung (abends): Sichtung und Diskussion der Thesen (Forum, Atrium)

Plakat zur Veranstaltungsreihe


Während des Wintersemesters 2017/18 jährt sich, am 31. Oktober, der sog. Thesenanschlag Martin Luthers zum 500. Mal. Luther prangerte als Theologieprofessor in einer ursprünglich als rein wissenschaftlich intendierter Disputation gravierende Fehlentwicklungen seiner Kirche an und präsentierte konkrete Thesen, wie diese Missstände beseitigt werden könnten. Dabei sah Luther seine Kirche, seine Gesellschaft, sogar die ganze Welt in höchster existentieller Gefahr. Bekanntlich gilt der 31. Oktober 1517 als Beginn der Reformation als einer der folgen- und facettenreichsten gesellschaftlichen Veränderungsprozesse der deutschen und europäischen Geschichte.

Die ökumenische Hochschulgemeinde von KHG und ESG in Hildesheim nimmt dieses geschichtsträchtige Datum zum Anlass, um mit den unterschiedlichen wissenschaftlichen Fachbereichen an der Universität Hildesheim darüber in den wissenschaftlichen Diskurs zu treten, welche gesellschaftlichen „Reformationen“ (nicht im engen, kirchlichen Sinn, sondern im übertragenen Sinn verstanden) heute gefordert sind, je aus der Perspektive des eigenen Fachbereiches. Ziel des Diskurs-Projektes ist es, essentielle Dringlichkeitsgebote („Thesen“) aus einzel-nen Wissenschaftsdisziplinen zu sammeln und in den Dialog zu bringen. Dazu lädt sie Professorinnen/Professoren dazu ein, während des Wintersemesters 2017/2018 an je einem Mittwoch um 11.55 Uhr (fünf vor zwölf) vor einem ebenfalls eingeladenen studentischen (bzw. hochschulöffentlichen) Auditorium ein maximal 10-minütiges Statement zum Themenfeld „Reformation“ aus der eigenen fachlichen Perspektive abzugeben (i.d.S. Wo sehe ich als Expertin/Experte meines Fachbereiches dringenden gesellschaftlichen Handlungsbedarf zum Abbau gravierender Missstände?!).

In einem zweiten Schritt sollen die unterschiedlichen Dringlichkeitsgebote („Thesen“) miteinander in Beziehung gesetzt und diskutiert werden, mit dem Ziel, insbesondere die Studierenden an der Universität wo nötig für die Perspektiven der anderen Fachbereiche zu sensibilisieren und nach Handlungs-Strategien Ausschau zu halten, wie die beklagten gesellschaftlichen Missstände beseitigt werden könnten. Die Studierenden und Hauptamtlichen von KHG und ESG verstehen sich dabei ausdrücklich als hörende, wissbegierige Moderatoren/Moderatorinnen dieses Diskurses, die auf der Suche sind nach dem semantischen, gesellschaftlichen, existentiellen und auch weltanschaulichen Erbe der Reformation. Auf Wunsch bringen sie natürlich auch ihre eigenen hochschulkirchlichen Dringlichkeitsgebote („Thesen“), die sie durchaus haben, in den Diskurs mit ein.

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