Pflaster für die Seele
Dienstag, 30. September 2025 - 12:37 Uhr
Ein Schnitt am Finger, ein angestoßener Ellenbogen, ein Kratzer am Knie – kleine Verletzungen. Mit einem Pflaster, einem Verband oder etwas Salbe werden sie schnell besser. Nicht ganz so gut erkenn- und behandelbar sind mentale Belastungen. Aber: Gerade die haben oft starken Einfluss auf das alltägliche Leben. Erste Hilfe bieten die Mental Health First Aids (MHFA) – vier Mitarbeiterinnen der Universität – die als Ansprechpartnerinnen bei psychosozialem Stress zur Verfügung stehen. Für alle, die schnelle Hilfe benötigen oder denen der Schritt in eine Psychologische Beratung oder Therapie (noch) zu schwer ist.
Vergleichbar mit Ersthelfer*innen bei Unfällen, bieten die MHFA eine niedrigschwellige Anlaufstelle und ein offenes Ohr für einen ersten Schritt in Richtung Unterstützung – selbstverständlich vertraulich. Die Themenoptionen sind vielfältig: Was immer die Mitarbeitenden bewegt, kann besprochen werden. Im Gespräch schauen die MHFA, ob die Ersthilfe bereits reicht, ein tiefergehender Termin im Rahmen der Psychologischen Beratung oder therapeutische Hilfe notwendig wird. Die MHFA liefern passende Ansprechpersonen und können bei der Kontaktaufnahme zur Seite stehen.
„Vorteil des Ersthelfer*innen-Ansatzes ist, dass von uns vier Personen immer mindestens eine greifbar ist,“ erklärt Beate Sperling, MHFA und Vorsitzende des Personalrates. „Dadurch vermeiden wir lange Wartezeiten und sind in Notsituationen schnell zur Stelle – standortübergreifend.“ „Wir betrachten uns als Unterstützerinnen mit offenem Ohr für ganz verschiedene Themen – von Konflikten im Job bis zu privaten Sorgen,“ ergänzt Vicky-Nicoletta Erber, MHFA und Stellvertretende Vorsitzende des Personalrates. „Ziel ist es, für die Mitarbeitenden zu sorgen und frühzeitig zu helfen. Dazu nehmen wir die Mitarbeitenden an die Hand, schauen gemeinsam nach Lösungen oder weiteren Unterstützungsangeboten und fragen auch im Nachhinein nochmal nach, wie sich die Situation entwickelt hat. Am Ball bleiben ist für uns ganz wichtig.“
Wer sind die Ersthelferinnen an der Universität Hildesheim?
- Kay-Sarah Alsleben (alsleben@uni-hildesheim.de)
- Vicky-Nicoletta Erber (erberv@uni-hildesheim.de)
- Silvia Rössig (silvia.roessig@uni-hildesheim.de)
- Beate Sperling (grundb@uni-hildesheim.de)
Kontaktaufnahme per Mail, Telefon oder persönlich im Büro.