PD Dr. Sylvia Jaki erhält Preis für hervorragende Forschung

Freitag, 18. Februar 2022 um 13:05 Uhr

Jedes Jahr verleiht die Universität Hildesheim Preise für besondere Leistungen in Forschung, Lehre und Service. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert und drücken die Wertschätzung der Universität für die fortwährend geleistete Arbeit aus. Für hervorragende Forschung geht der Preis für das Studienjahr 2021/22 an PD Dr. Sylvia Jaki.

„Ich konnte das gar nicht glauben und habe mich wahnsinnig gefreut", lautet die erste Reaktion von PD Dr. Sylvia Jaki auf die Glückwünsche zu der besonderen Auszeichnung. Die promovierte Linguistin arbeitet seit 2013 am Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation der Universität Hildesheim, zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin, ab 2018 als Lehrkraft für besondere Aufgaben. Im September vergangenen Jahres hat sie ihre Habilitation zum Thema „TV-Dokumentationen im Spannungsfeld zwischen Information und Unterhaltung" abgeschlossen, und trägt nun den Namenszusatz PD für Privatdozentin. Zudem ist sie Studiengangsbeauftragte im Master Medientext und Medienübersetzung.

Zu den Forschungsschwerpunkten von Sylvia Jaki gehören Fragestellungen im Bereich der Angewandten Sprachwissenschaft mit interdisziplinären Bezügen unter anderem zur Sprachtechnologie, aber auch zur Politikwissenschaft. „Besonders interessieren mich aktuell die Themenfelder Hate Speech und Wissenschaftskommunikation", sagt Jaki. Beides Bereiche, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zuletzt eine große Aktualität erfahren haben und hohen Anwendungsbezug aufweisen.

Frau Jaki ist eine jüngere Wissenschaftlerin, die äußerst initiativ im Stellen von Drittmittelanträgen ist", sagt Prof. Dr. Meike Baader, Vizepräsidentin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität Hildesheim. „Sie leitet mehrere Projekte beziehungsweise ist an deren Leitung beteiligt und deckt dabei insbesondere auch die Aspekte Interdisziplinarität, Kooperation, Internationalität und Wissenschaftskommunikation ab. Von 2019 bis 2021 war sie an fünf erfolgreich bewilligten Drittmittelanträgen beteiligt, darunter auch als Alleinantragstellerin bei der DFG. Diese starke Forschungsorientierung, die aus meiner Sicht auch Ausdruck an der Freude an Forschung ist, wollten wir mit dem Preis auszeichnen."

Jaki leitet die Projekte „INformation Behavior and Media DIScourse during the COrona Crisis (InDisCo)", gefördert von der Volkswagen Stiftung, sowie „Wissenschaftsvermittlung in der Informationskrise um die COVID-19-Pandemie (WInCO)", gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Darüberhinaus befasst sie sich mit spezifischen Aspekten von Wissensvermittlung insbesondere auch als Mitglied und Leiterin des DFG-Netzwerks „Multimodalität in Wissensformaten" (MWissFo).

Zu den Projekten zum Thema Hate Speech gehört der vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderte Zukunftsdiskurs „Das Phänomen HateSpeech und seine Erkennung durch KI (HASeKI)", an dem sie bis Dezember 2021 gemeinsam mit Prof. Dr. Ulrich Heid, Prof. Dr. Thomas Mandl und Prof. Dr. Wolf Jürgen Schünemann (alle Universität Hildesheim) arbeitete. Sowie das von der Europäischen Union geförderte Projekt „Detect Then ACT: Taking Direkt Action against Online Hate Speech by Turning Bystanders into Upstanders". Im Rahmen dieser Projekte hat sie im vergangenen Jahr eine Reihe von Fach- und Bürgertagungen veranstaltet.

 

Weitere Preisträger*innen

 

Die offizielle Preisverleihung findet am Mittwoch, den 20. Juli 2022, statt.

 

 

 

 

 


PD Dr. Sylvia Jaki. Foto: Daniel Kunzfeld