Neuerscheinung: Sammelband „10 Jahre Deutschlandstipendium. 10 Jahre Hochschulfundraising und Stipendienkultur in Deutschland“

Mittwoch, 08. Dezember 2021 um 12:56 Uhr

Das Deutschlandstipendium hat im Juni 2021 offiziell sein 10-jähriges Jubiläum gefeiert. Aus diesem Anlass haben Markus F. Langer, Leiter des Friend- und Fundraisings der Universität Hildesheim, und Prof. Dr. Matthias Johannes Bauer von der IST- Hochschule für Management einen Sammelband herausgegeben. Dieser ist über den Buchhandel und als Open Access Publikation über die Universitätsbibliothek verfügbar.

Markus F. Langer ist Leiter des Friend- und Fundraisings an der Universität Hildesheim und Mitherausgeber des Sammelbands. Foto: Anne-Sophie Malessa

„In den ersten 10 Jahren haben insgesamt 712 Studierende an der Universität Hildesheim ein Deutschlandstipendium erhalten und in diesem Jahr kommen weitere 117 dazu“, sagt Markus Langer, Leiter des Friend- und Fundraisings an der Universität Hildesheim. Bundesweit wurden im Jahr 2020 28.077 Stipendiaten und Stipendiatinnen mit dem Deutschlandstipendium gefördert, womit das Deutschlandstipendium zahlenmäßig mit den Begabtenförderungswerken mithalten kann, sagt er.

Fast alle Hochschulen in Deutschland nehmen an dem Deutschlandstipendienprogramm teil. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Stipendienprogramm ist indes weniger stark ausgeprägt. „Man findet fast ausschließlich Publikationen aus der Frühzeit des Stipendiums. Danach wurde es still. Den Befund hat Matthias Johannes Bauer geteilt und so kamen wir auf die Idee, einen Sammelband zu initiieren“, sagt Markus F. Langer. In einer wissenschaftlichen Gesprächsrunde mit potenziellen Autoren und Autorinnen wurden im März 2021 zunächst Ideen ausgetauscht und diskutiert. „Das Deutschlandstipendium gehört meiner Meinung nach zu den wichtigsten und bekanntesten Fundraising-Programmen in Deutschland, zumindest im Hochschulsektor“, sagt Prof. Dr. Matthias Johannes Bauer, der zum Marketing im öffentlichen Sektor und auch zu Fundraising-Themen forscht.

Insgesamt acht Beiträge konnten in den Sammelband aufgenommen werden, darunter Beiträge von Daniela Zwicker und Prof. Dr. Wolfgang Viöl von der HAWK und Markus Langer und Valentina Agrello von der Universität Hildesheim. In dem Werk soll eine Bilanz der vergangenen 10 Jahre gezogen und den Verantwortlichen in den Hochschulen und Ministerien Ideen für die zukünftige Entwicklung des Deutschlandstipendienprogramms gegeben werden.

In dem ersten Beitrag des Sammelbands wird die Entwicklung des Deutschlandstipendiums sowie dessen Beitrag zur Studienfinanzierung von Dr. Alexander Tiefenbacher vom Servicezentrum Deutschlandstipendium thematisiert. Das Finanzierungskonzept der Deutschlandstipendien beleuchtet der Mitherausgeber Prof. Dr. Matthias Johannes Bauer in seinem Beitrag. In dem folgenden Beitrag analysiert Ulrich Müller das Verhältnis der verschiedenen staatlichen Finanzierungsinstrumente und das Deutschlandstipendium im Kontext dieser. Es folgen Beiträge zum Studienfonds OWL von Katja Urhahne und Prof. Dr. Nikolaus Risch sowie zu den theoretisch-konzeptionellen Hintergründen des Fundraisings für Deutschlandstipendien von Markus F. Langer und Valentina Agrello von der Universität Hildesheim sowie von Janine Janus von der Universität Düsseldorf. Lösungsansätze für die Herausforderung der dezentralen Pflege der Förderndenbeziehungen insbesondere für Hochschulen mit verschiedenen Standorten, arbeiten Daniela Zwicker und Prof. Dr. Wolfgang Viöl von der HAWK mithilfe einer Befragung heraus. Immer häufiger bringen sich auch Stipendiat*innen-Alumni*ae ideell und finanziell in das Programm mit ein. Die Fragestellungen, die sich daraus ergeben, beleuchtet Juliane Seip mithilfe der Analyse und Auswertung einer Befragung unter Alumni und Alumnae sowie Programmverantwortlichen des Deutschlandstipendienprogramms.

Der Sammelband ist hier zum Download verfügbar


Prof. Dr. Johannes Bauer ist Leiter des Masterstudiengangs Kommunikationsmanagement und Prodekan am Fachbereich Kommunikation und Wirtschaft an der IST-Hochschule für Management in Düsseldorf. Foto: Jacqueline Wardewski