Lehrveranstaltungen in der Liebfrauenkirche – Ein erstes Fazit

Dienstag, 18. November 2025 – 16:16 Uhr
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Aufgrund der anhaltenden Schließung des Audimax finden große Lehrveranstaltungen weiterhin in der benachbarten Liebfrauenkirche statt. Zwar hat sich der Vorlesungsbetrieb über das Sommersemester erfolgreich eingespielt, insbesondere mit Blick auf die kommenden Monate stehen aber einige Verbesserungsmaßnahmen auf dem Plan. Ein Ausblick.

„Bereits vor Beginn des laufenden Semesters wurde die Bestuhlung in der Liebfrauenkirche aufgestockt,“ erzählt Prof. Dr. Jürgen Sander, Hauptberuflicher Vizepräsident für Studium, Lehre und studentische Belange. „Damit können mehr Studierende in der Kirche Platz nehmen – wichtig im Hinblick auf die 1.178 Erstsemester.“ Weiterhin wurde eine auf die Kirchenbedingungen abgestimmte Lautsprecheranlage optimiert und die Medientechnik modernisiert. „Dazu gehören zum Beispiel neue motorisierte Leinwände, die gerade montiert wurden,“ sagt Sander.

Dennoch bestehen weiterhin Einschränkungen, vor allem was die Temperatur betrifft. Die vorhandene Heizanlage ist technisch auf eine Maximaltemperatur von 17 Grad ausgelegt, die voll genutzt werden. Da die raumumschließenden Mauern aus massivem Gestein bestehen, wird die gefühlte Temperatur oftmals als deutlich kühler wahrgenommen. Doch was tun, wo doch die kalten Monate erst noch vor der Tür stehen? „Aktuell prüft die Universität, ob eine zusätzliche Deckenstrahlheizung als Ergänzung zur bestehenden Heizanlage eine technisch umsetzbare Option wäre,“ erklärt Sander. Zudem werden in Kürze Fleece-Decken in der Kirche ausliegen. „Sollte der Wetterbericht besonders kalte Tage ankündigen, könnte ein Wechsel zu Online-Lehrformaten eine gute Lösung sein – in enger Abstimmung zwischen Studierenden und Lehrenden. Der Umstieg auf ein digitales Format – beispielsweise auch als flexibel abrufbares Video – wird aktuell ebenfalls geprüft – die modernisierte Medientechnik wird hier hilfreich sein.“

„Vor der Festlegung auf die Liebfrauenkirche wurden verschiedene Standortalternativen – wie etwa das Stadttheater, Kinosäle und Hotels geprüft,“ berichtet Sander. „Die Entscheidung für den aktuellen Veranstaltungsort resultierte jedoch aus einer Vielzahl praktischer Erwägungen. Insbesondere hätten die Wegezeiten und die damit verbundenen Mobilitätsfragen für mehrere hundert Studierende alle zwei Stunden organisatorische Schwierigkeiten bereitet.“ Zudem stünden an externen Orten oft nicht genügend Plätze zur Verfügung. Auch Aspekte wie Barrierefreiheit und die Möglichkeit, im Bedarfsfall kurzfristig technischen Support zu gewährleisten, spielten eine Rolle bei der Auswahl.

Ein kurzfristiger Wechsel des Veranstaltungsortes ist im laufenden Wintersemester aus organisatorischen Gründen nicht mehr umsetzbar. Auf Basis der Teilnehmendenzahlen finden jedoch bereits Raumwechsel innerhalb der Universität statt, indem Seminare gesplittet und in kleinere Räume verlagert werden, um die Hörsäle für große Veranstaltungen zu öffnen. „Mit den anstehenden Maßnahmen hoffen wir, die Bedingungen bereits angenehmer gestalten zu können,“ sagt Sander. „Zu weiteren Anregungen oder Ideen gehen wir gerne mit Studierenden und Lehrenden ins Gespräch.“

der Stabsstelle Kommunikation und Medien