Juniorprofessor für Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik

Mittwoch, 28. Juni 2017  / Alter: 88 Tage

Dr. Sören Ohlhus wurde zum 1. Mai zum Juniorprofessor für Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik ernannt. Der Wissenschaftler befasst sich mit Gesprächsforschung sowie Schreibentwicklung und untersucht Lehr-Lern-Interaktionen.

Die Arbeitsschwerpunkte von Dr. Sören Ohlhus, seit Mai 2017 Juniorprofessor für Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik im Institut für deutsche Sprache und Literatur, liegen in den Bereichen Gesprächsforschung, insbesondere die Untersuchung von Lehr-Lern-Interaktionen, sowie Forschung zu Diskurserwerb und Schreibentwicklung. „In meinem Beruf geht es darum, die Erkenntnisse der Sprachwissenschaft für Lernprozesse im Unterricht fruchtbar zu machen. Die Strukturen der Sprache und die vielen Möglichkeiten, sie zu verwenden und über sie nachzudenken, sind dabei ein vielseitiger Lerngegenstand“, so Sören Ohlhus. „Die Sprache ist ein zentrales Medium des Lernens in allen Fächern. Und das macht die Verbindung von Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik so spannend.“

An der Universität Hildesheim gefällt ihm vor allem, „dass hier bereits viel und aus der Perspektive ganz unterschiedlicher Fächer dazu geforscht wird, was in schulischen Unterricht eigentlich konkret passiert, wie man die komplexen kommunikativen Prozesse in einem Klassenraum überhaupt erfassen und beschreiben kann. Dazu möchte ich einen Beitrag leisten“, so Ohlhus. „Auf dieser empirischen Basis lassen sich neue Konzepte für den Unterricht entwickeln – nicht zuletzt auch in Zusammenarbeit mit angehenden Lehrerinnen und Lehrern in den eigenen Seminaren.“

Sören Ohlhus ist 43 Jahre alt, geboren in Elmshorn, und hat Germanistik, Philosophie und Informatik an der Universität Hamburg studiert. „Ein wichtiger Moment in meiner wissenschaftlichen Karriere war, als mir beim Transkribieren von Gesprächsaufnahmen klar wurde, was es für ein Wunder ist, dass die Leute sich überhaupt verstehen. Den sich daraus ergebenden Fragen bin ich nach wie vor auf der Spur“, so Ohlhus.