Janis Fögele ist neuer Professor für Geographiedidaktik am Institut für Geographie

Freitag, 02. Oktober 2020 um 12:21 Uhr

„Ich liebe Aha-Momente und habe Freude daran, diese weiterzugeben“, sagt Janis Fögele, der am 1. Oktober die Professur für Geographiedidaktik an der Universität Hildesheim angetreten hat. Dort wird er sich mit angehenden Lehrkräften der Frage widmen, wie geographisches Denken in der Schule gefördert werden kann.

Janis Fögele ist seit dem 1. Oktober Professor für Geographiedidaktik am Institut für Geographie (Foto: privat)

„Wie kann das, womit sich die akademische Disziplin die Welt erschließt, prinzipiell auch Lernenden mit auf den Weg gegeben werden?“, ist somit die Kernfrage seiner fachdidaktischen Lehre, die große Berührungspunkte mit der Fach- und Erziehungswissenschaft hat. Das Unterrichten - sei es in der Schule, sei es an der Hochschule - ist seine Leidenschaft. Zudem ist der 34-Jährige ein ausgesprochener „Fan“ seines Fachgebietes. „Mein Fach fasziniert mich, weil es mir hilft, die Welt zu begreifen“, sagt der Geograph und Geographie-Didaktiker.

"Alle Mensch-Umwelt-Themen haben mit Geographie zu tun"

„Alle Mensch-Umwelt-Themen wie die gegenwärtige Corona-Pandemie, die Klima-Krise oder das Phänomen der Migration haben mit Geographie zu tun“, betont er. „Diese Themen sind hochkomplex und können schnell überfordern. Das Fach Geographie hilft, Ordnung in diese Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft hinein zu bringen.“

Fragen, verstehen, Erkenntnisse Anderen ermöglichen – dies sind Lebensthemen für Janis Fögele. Sein ursprüngliches Ziel war es, Geographie, Politik und Wirtschaft in der Schule zu unterrichten. Er studierte Geographie und Gesellschaftswissenschaften im Bachelor an der Universität Basel und absolvierte im Anschluss an der Universität Erlangen-Nürnberg das 1. Staatsexamen in den Fächern Geographie, Wirtschaftswissenschaften und Sozialkunde für das Lehramt an Gymnasien. Es folgten mehrere Stationen als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand und das Referendariat für das Lehramt an Gymnasien am Seminar Heidelberg, wo er mit dem zweiten Staatsexamen abschloss. In seiner gesamten Laufbahn bewegte sich der Geographie-Didaktiker zwischen Schule und Hochschule. Bis zum Ende des letzten Schuljahres war er Lehrer an einem Gymnasium in Mannheim – neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit als Akademischer Rat im Bereich Didaktik der Geographie am Institut für Geographie an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Neugierde an der Welt

Von seinen Studierenden wünscht sich Fögele Offenheit und Neugierde an der Welt sowie den Wunsch, sich stetig weiterentwickeln zu wollen. Dabei liegen ihm zwei Dinge besonders am Herzen: „Studierende sollen ein Bewusstsein für ihre eigene Fachperspektive auf die Welt entwickeln, für ihren geographischen Blick. Außerdem ist mir der professionelle Habitus meiner Studierenden als künftige Erdkunde- bzw. Geographielehrkräfte wichtig. Das bedeutet nicht zuletzt eine lebenslange Bereitschaft zum Lernen und auch zum Umlernen.“

Fögele, der in Süddeutschland wohnt, ist sehr sportaffin, unter anderem begeisterter Kletterer. Nun freut er sich auf seine neue Wirkungsstätte Hildesheim. „Die ersten Eindrücke von der Stadt und den Menschen an der Universität waren sehr sympathisch“, sagt er und hofft, dass es bald wieder besser möglich sein wird, die Hildesheimer Kulturlandschaft kennenzulernen.

Professor Dr. Janis Fögele ist ab dem 1. Oktober für Studierende voraussichtlich immer mittwochs von 12 bis 13 Uhr unter Telefon: (05121) 883-40916 erreichbar.

Text: Gabriele Gerner