In Erinnerung an Rita Süssmuth – Erste Ehrendoktorin der Wissenschaftlichen Hochschule Hildesheim verstorben

Montag, 2. Februar 2026 – 11:12 Uhr
Startseite UNIintern

Mit 88 Jahren ist die ehemalige Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit Rita Süssmuth verstorben. Im Jahr 1988 wurde sie zur ersten Ehrendoktorin der Wissenschaftlichen Hochschule Hildesheim ernannt. Der damalige Hochschulrektor Prof. Dr. Reinhard Göllner erklärte, durch die Auszeichnung einer Frau wolle man ein Zeichen zum Abbau der Benachteiligung von Frauen an Hochschulen setzen.

Süssmuth war Professorin für Erziehungswissenschaft an den Universitäten Bochum und Dortmund. Während ihrer Zeit als Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit wurde das Ressort um die Zuständigkeit für Frauenfragen erweitert, sodass Süssmuth zur ersten Frauenministerin auf Bundesebene wurde. Zwischen 1988 und 1998 saß sie dem Bundestag als Bundestagspräsidentin vor. 

 

Politisch setzte sich Süssmuth für die Rechte von Frauen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Deutschland als Einwanderungsland ein. Die Wissenschaftliche Hochschule Hildesheim vergab ihr die Ehrendoktorwürde „für ihre persönliche Haltung, ihre Übereinstimmung in Reden und Handeln, ihr engagiertes Wirken im komplizierten Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik, ihr ständiges Bemühen um Gleichberechtigung als Zielvorgabe einer umfassenden Gesellschaftspolitik,“ wie Prof. Dr. Heinz Strang in seiner Laudatio betonte. 

Erstellt von der Stabsstelle Kommunikation und Medien