Hochwasserschäden auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg

Montag, 31. Juli 2017  / Alter: 19 Tage

Aufgrund des Hochwassers ist derzeit (Kalenderwoche 33) auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg der Universität Hildesheim kein Betrieb möglich. In einem Schreiben informiert Professor Wolfgang-Uwe Friedrich über die Hochwasserschäden. Der Präsident dankt dem Dezernat für Bau- und Liegenschaftsangelegenheiten für das außerordentliche Engagement. In den FAQs beantworten wir häufig gestellte Fragen.

Die niedersächsische Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić machte sich am Freitag ein Bild der Schäden auf dem Kulturcampus, hier mit Universitätspräsident Wolfgang-Uwe Friedrich und Baudezernent Thomas Hanold in der Steinscheune und im Burgtheater. Aufnahmen vom 27. Juli 2017 (Luftaufnahme und Blick Richtung Hohes Haus und Pächterhaus) und 28. Juli 2017 (Blick in den Domänenhof). Hochwassereinsatz auf dem Kulturcampus: Zu den Soforthelfern gehört Andreas Schwetje (links). Seit 25 Jahren arbeitet er im Baudezernat der Universität Hildesheim. Aber solche Hochwasserschäden hat der Ingenieur noch nie erlebt. Bernward Vogt (rechts) vom Uni-Hausdienst half im Dauereinsatz, das Wasser aus der Steinscheune und Druckgrafik zu bekommen. Das gesamte Team des Uni-Baudezernats ist seit Tagen ohne Pause im Hochwassereinsatz auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg, hat frühzeitig technische Geräte, Akten und Instrumente gesichert. Die Aufnahme unten zeigt den Kulturcampus am 31.07.2017. Fotos: Chris Gossmann/Hildesheimer Allgemeine Zeitung, Clemens Heidrich, Isa Lange

Auf dieser Informationsseite finden Sie:

  • das Schreiben des Präsidenten

  • Informationen zur Campusnutzung

  • FAQ – Antworten auf häufig gestellte Fragen

Schreiben des Präsidenten vom 31. Juli 2017

Liebe Mitglieder der Universität Hildesheim, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Studierende,

in der vergangenen Woche ist unser Kulturcampus überschwemmt worden. Die Domäne bietet ein Bild der Zerstörung. Unser Burgtheater ist im Erdgeschoss schwer beschädigt worden. Die Schäden an den anderen Gebäuden sind zum Teil erheblich. Lediglich das Pächterhaus und das Weiße Haus blieben verschont. Hatten unser Baudezernent Herr Thomas Hanold und ich am vergangenen Dienstag, 25. Juli 2017, noch die Hoffnung, wir könnten verschont bleiben, wurde in den frühen Morgenstunden des Mittwoch, 26. Juli 2017, der gesamte Kulturcampus von der Flut erfasst. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

Zunächst möchte ich an dieser Stelle das außerordentliche Engagement des gesamten Dezernats 4 hervorheben. Herr Hanold und sein Team haben durch beherztes Eingreifen viele Akten, Computer und andere Gegenstände retten können. Ihnen allen gebührt besonderer Dank! Von allen Seiten erreichen uns Unterstützungsangebote und Solidaritätsbekundungen, für die ich an dieser Stelle herzlich danken möchte. Noch am Mittwochnachmittag habe ich der Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić über den enormen Schadensfall schriftlich berichtet. Bereits um 17.45 Uhr lag die erste schriftliche Reaktion aus dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) vor. Am Donnerstag meldete sich die Ministerin telefonisch bei mir und wir vereinbarten einen Ortstermin für Freitag. Dieser konnte genutzt werden, um der Ministerin das ganze Ausmaß des Schadens zu zeigen. Herr Hanold erläuterte sachverständig die Problemlage. Frau Ministerin Heinen-Kljajić zeigte sich sehr betroffen und sicherte schnelle, unbürokratische und umfassende Hilfe durch das Land zu.

Ab heute sind Vizepräsident Kreysing und Baudezernent Hanold mit der Dokumentation der Schäden und der Planung der Sanierungsarbeiten befasst. Gleichzeitig versuchen wir Notlösungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu organisieren (z. B. Container für Büros).

Der Fachbereich Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation wird im kommenden Oktober seinen Lehrbetrieb wieder aufnehmen, allerdings ist mit Behinderungen zu rechnen. Das Ausmaß der Zerstörungen verlangt von uns allen Geduld und Solidarität. Auch Improvisationskunst wird gefragt sein. Über die anstehenden Verfahrensschritte werden Herr Dr. Kreysing und Herr Hanold die Hochschulöffentlichkeit fortlaufend informieren. Die wichtigsten Fakten sind den Nachrichten unserer Homepage zu entnehmen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Studierende, mit der gleichen Energie, mit der wir den Kulturcampus errichtet haben, werden wir ihn jetzt sanieren und erneuern.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang-Uwe Friedrich

Hildesheim, 31. Juli 2017

Sicherheit auf der Domäne – Informationen zur Campusnutzung

Das Baudezernat der Universität hat erneut die Lage sondiert und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass auch in der Kalenderwoche 33 der Kulturcampus für den Betrieb gesperrt ist. Der Universitätsbetrieb kann auf dem Kulturcampus noch nicht stattfinden, das betrifft auch das Arbeiten in den Büros für Beschäftigte. Für die darauffolgende Woche (Kalenderwoche 34) wird die Universität die Lage im Laufe der Woche neu bewerten. Noch ist unklar, wann die Gebäude wieder mit Strom versorgt werden können. Zudem besteht an einigen Stellen Unfallgefahr u.a. durch Glätte. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs 2, die arbeiten wollen und nicht auf das Homeoffice ausweichen können, bekommen auf Anfrage (Andreas Schwetje, Baudezernat, E-Mail schwetje(at)uni-hildesheim.de) ein Ausweichbüro am Hauptcampus zur Verfügung gestellt.

Fragen und Antworten

Ein FAQ mit Antworten auf Fragen finden Sie untenstehend, die Informationen werden laufend aktualisiert. Lehrende und Studierende aus dem Fachbereich „Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation“ können sich bei Fragen an Gisbert Werth (Telefon 0171 1982 179) vom Dezernat 4 „Bau- und Liegenschaftsangelegenheiten, Betriebstechnik“ der Universität Hildesheim wenden."

Fragen und Antworten zu den Hochwasserschäden auf dem Kulturcampus

FAQ | Häufig gestellte Fragen

Stand 03.08.2017, die Informationen werden laufend aktualisiert

Was ist passiert?

In der letzten Juliwoche (Kalenderwoche 30) überflutete ein Hochwasser der Innerste den Kulturcampus Domäne Marienburg der Universität Hildesheim. Die Innerste erreichte seit 1946 nicht mehr so hohe Pegelstände. Sämtliche Keller und fast alle Erdgeschosse der Gebäude des Kulturcampus wurden überflutet, der Strom musste für mehrere Tage abgeschaltet werden. Dadurch entstanden an der Gebäudesubstanz und an den technischen Anlagen (Aufzüge, Elektroverteilungen, Brandmeldeanlagen etc.) massive Schäden. Die Aufräumarbeiten dauern an. Derzeit ist noch unklar, wann erste Gebäudeteile wieder für den Universitätsbetrieb nutzbar sein werden. Es werden auch umfangreiche Baumaßnahmen erforderlich sein, um alle Schäden zu beseitigen.

Hat man denn eigentlich, als es relativ klar war, dass das Wasser weiter steigt, versucht Technik und wichtige Dokumente zu sichern?

Die Technik und Dokumente wurden als Erstes gesichert und hochgestellt, noch bevor klar war, dass kritische Wasserstände überhaupt erreicht werden. So konnten Schäden an beweglichem Mobiliar und der Verlust von Dokumenten auf ein Minimum begrenzt werden.

Ich studiere auf dem Kulturcampus in Hildesheim. Finden im Oktober zum Start des Wintersemesters meine Lehrveranstaltungen statt?

Der Lehrbetrieb zum Wintersemester 2017/18 wird auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg stattfinden. Das Semester beginnt im Oktober 2017, die kulturwissenschaftlichen Studiengänge beginnen wie geplant im Oktober. Allerdings wird es nicht möglich sein, bis dahin alle Schäden bereits beseitigt zu haben, insbesondere im Burgtheater wird das Erdgeschoss voraussichtlich noch nicht nutzbar sein. Aktuell wird geprüft, wie mit Übergangslösungen und ggf. Ausweichquartieren (z.B. die Probebühne am Hauptcampus) entstehende Engpässe abgemildert werden können.

Ich arbeite auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg. Welche Räume kann ich nutzen? Kann ich mein Büro nutzen?

Aktuell (Kalenderwoche 33) ist ein Universitätsbetrieb auf dem Kulturcampus nicht möglich. Der Universitätsbetrieb kann auf dem Kulturcampus noch nicht stattfinden, das betrifft auch das Arbeiten in den Büros für Beschäftigte. Noch ist unklar, wann die Gebäude wieder mit Strom versorgt werden können. Zudem besteht an einigen Stellen Unfallgefahr u.a. durch Glätte. Für die darauffolgende Woche (Kalenderwoche 34) wird die Universität die Lage im Laufe der Woche neu bewerten. Die Aufräum- und Sanierungsarbeiten sind angelaufen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs 2, die arbeiten wollen und nicht auf das Homeoffice ausweichen können, bekommen auf Anfrage (Andreas Schwetje, Baudezernat, E-Mail schwetje(at)uni-hildesheim.de) ein Ausweichbüro am Hauptcampus zur Verfügung gestellt.

Wie kann ich beim Wiederaufbau des Kulturcampus mithelfen?

Die Universität erreichen viele Hilfs- und Unterstützungsangebote.  Dafür möchten wir uns sehr herzlich bedanken. In der aktuellen Situation ist zunächst professionelle Hilfe erforderlich. Aber im Laufe des Wintersemesters 2017/18 werden wir für die provisorischen Übergangslösungen, die notwendig sein werden, die Geduld und Improvisationskunst der Studierenden und Lehrenden in Anspruch nehmen müssen.

Ich drehe einen Film für meine Abschlussarbeit und arbeite mit Technik (z.B. Mikrofon, Kamera etc.). Wie funktioniert der Technikverleih auf der Domäne? Wen erreiche ich im Technikverleih, damit ich die Technik ausleihen kann?

​Aktuell kann die Technikausstattung der Domäne leider nicht genutzt werden. Die Universität bemüht sich um eine ​möglichst umgehende Lösung, derzeit laufen hier alle Abstimmungen. Wir hoffen auf erste Lösungen ab 14.08.2017 [Sobald es nähere Informationen gibt, informieren wir Sie an dieser Stelle].  Studierende, die kurzfristig technische Unterstützung benötigen, können den Zentralen Medienverleih am Hauptcampus kontaktieren (per E-Mail verleih(at)uni-hildesheim.de). Der Zentrale Medienverleih am Hauptcampus unterstützt alle Studierenden und Lehrenden der Universität, egal an welcher Liegenschaft sie studieren bzw. lehren, bei der Suche nach passendem technischen Equipment.

Ich werde in den nächsten Wochen meine Master-Disputation halten, die, wie mit meinen Prüfern vereinbart, in einem Büro auf der Domäne stattfinden sollte. Auf der Anmeldung der Prüfung ist dieser Raum vermerkt. Was ist, wenn bis zum Prüfungstermin der Raum noch nicht wieder benutzbar ist?

Sofern der betreffende Raum vom Hochwasser beeinträchtigt ist und zum Prüfungszeitpunkt noch nicht genutzt werden kann, werden wir einen Ausweichraum zur Verfügung stellen. Bitte nehmen Sie Kontakt mit dem zuständigen Sekretariat auf. Die Mitarbeiterinnen der Sekretariate suchen ggf. einen neuen Raum und stimmen dies mit den Prüfern ab. Die Kontaktdaten der Institute und Hinweise zur Erreichbarkeit der Sekretariate (E-Mail, Telefon, Raum) finden Sie untenstehend.

Ich studiere Kulturwissenschaften und möchte ein Institutssekretariat erreichen. Wie soll ich Kontakt zum Institutssekretariat aufnehmen? Wo finde ich die Institutssekretariate? Soll ich hingehen, eine E-Mail schreiben oder anrufen?

Die ​Institutssekretariate sind über E-Mail und größtenteils auch über Telefon erreichbar. Die Sekretariate des Fachbereichs 2 sind übergangsweise wie folgt zu erreichen:

Dekanatssekretariat
Karin Burg
per E-Mail erreichbar: dekanat2(at)uni-hildesheim.de

Institut für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft
Helga Burgemeister
Hauptcampus, Forum, Raum N 139, Telefon: 05121 883 20500, E-Mail: burgemeister(at)uni-hildesheim.de 
Sprechzeiten: Dienstag, 13.30 - 15.00 Uhr und nach Vereinbarung

Institut für Bildende Kunst und Kunstwissenschaft
Helga Burgemeister
Hauptcampus, Forum, Raum N 139, Telefon: 05121 883 20300, E-Mail: Institut-Kunst(at)uni-hildesheim.de 
Sprechzeiten: Donnerstag., 13.30 - 15.00 Uhr und nach Vereinbarung.

Institut für Philosophie
Beate Büscher
Hauptcampus, Raum G 311, Telefon: 05121 883 20700, E-Mail: buescher(at)uni-hildesheim.de
Sprechzeit: Mi., 10.00 - 12.00 Uhr.

Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur
Anke Lehrke
Hauptcampus, Raum G 311, Telefon: 05121 883 20700, E-Mail: lehrke(at)uni-hildesheim.de
Sprechzeiten: Di., Mi., Do., 14.00 - 16.00 Uhr.

Institut für Musik und Musikwissenschaft
Gabriele Wedekin
per E-Mail erreichbar: wedekin(at)uni-hildesheim.de

Institut für Kulturpolitik
Sabine Karmrodt
Homework und Hauptcampus, Raum N 433, Telefon: 0175 248 0048, E-Mail: karmrodt(at)uni-hildesheim.de
Sprechzeit: nach Vereinbarung

Ich habe noch eine Frage, die hier nicht beantwortet wird. An wen kann ich mich mit meiner Frage wenden?

Lehrende und Studierende aus dem Fachbereich Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation können sich bei Fragen an Gisbert Werth (Telefon 0171 1982 179) vom Dezernat 4 „Bau- und Liegenschaftsangelegenheiten, Betriebstechnik“ der Universität Hildesheim wenden. Neben Herrn Werth steht auch Frau Anja Fröhlich (Telefon 05121 883 91430, E-Mail anja.froehlich(at)uni-hildesheim.de) als Ansprechpartnerin zur Verfügung und koordiniert die Arbeiten und Maßnahmen.

Fehlt eine Frage/Antwort? Senden Sie Ihre Frage für die FAQs gerne an die Pressestelle der Universität Hildesheim (Isa Lange, presse(at)uni-hildesheim.de, 05121.883-90100 und 0177.8605905).

Diese Seite wird fortlaufend aktualisiert.

Von: [erstveröffentlicht am 31.07.2017, aktualisiert am 14.08.2017, 10:45 Uhr]

Die niedersächsische Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić machte sich am Freitag ein Bild der Schäden auf dem Kulturcampus, hier mit Universitätspräsident Wolfgang-Uwe Friedrich und Baudezernent Thomas Hanold in der Steinscheune und im Burgtheater. Aufnahmen vom 27. Juli 2017 (Luftaufnahme und Blick Richtung Hohes Haus und Pächterhaus) und 28. Juli 2017 (Blick in den Domänenhof). Hochwassereinsatz auf dem Kulturcampus: Zu den Soforthelfern gehört Andreas Schwetje (links). Seit 25 Jahren arbeitet er im Baudezernat der Universität Hildesheim. Aber solche Hochwasserschäden hat der Ingenieur noch nie erlebt. Bernward Vogt (rechts) vom Uni-Hausdienst half im Dauereinsatz, das Wasser aus der Steinscheune und Druckgrafik zu bekommen. Das gesamte Team des Uni-Baudezernats ist seit Tagen ohne Pause im Hochwassereinsatz auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg, hat frühzeitig technische Geräte, Akten und Instrumente gesichert. Die Aufnahme unten zeigt den Kulturcampus am 31.07.2017. Fotos: Chris Gossmann/Hildesheimer Allgemeine Zeitung, Clemens Heidrich, Isa Lange