Dr. phil. Sanne Ziethen erhält Preis für hervorragende Lehre

Freitag, 18. Februar 2022 um 12:00 Uhr

Jedes Jahr verleiht die Universität Hildesheim Preise für besondere Leistungen in Forschung, Lehre und Service. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert und drücken die Wertschätzung der Universität für die fortwährend geleistete Arbeit aus. Die Jury hat den Preis für hervorragende Lehre in dem Studienjahr 2020/21 unter 61 vorgeschlagenen Lehrpersonen und Teams Dr. phil. Sanne Ziethen zuerkannt.

Dr. phil. Sanne Ziethen erhält den Preis für hervorragende Lehre für das Studienjahr 2020/21. Foto: F. Fender

In den Seminaren von Sanne Ziethen sind der erste Geschichtspodcast der Universität Hildesheim und das barcamp „Recherche im 21. Jahrhundert“ entstanden. Studierende nominierten die Kulturwissenschaftlerin und Historikerin unter anderem aufgrund ihres großen Engagements in der Lehre und der ansprechenden Gestaltung der Seminare unter Einbezug innovativer digitaler Formate.

Sanne Ziethen ist Mitarbeiterin in dem Projekt Digital C@MPUS-le@rning, in welchem sie für die Bereiche Transfer, Kommunikation, Vernetzung und Open Educational Resources (OER) verantwortlich ist. Zudem kümmert sie sich in dem Projekt Connecting Experts & Services (ConnEx) um die Vernetzung von Kompetenzen in niedersächsischen Hochschulen. Von 2015 bis 2021 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte. Sie wurde für die Veranstaltungen „Recherche im 21. Jahrhundert, die Organisation des Barcamps“, „HI*story - der Geschichtspodcast der Universität Hildesheim“ und das Seminar „Methodenwerkstatt Geschichte“ nominiert.

„Es ist ein tolles Gefühl, das wohl jeder empfindet, wenn man sieht, dass die Arbeit gelingt und Anstrengungen, Gedanken und Konzeptionen Erfolg haben. Ich freue mich besonders, dass sich so viele Studierende auf Neues eingelassen haben – und das sowohl in den Grundlagenseminaren als auch in freieren Seminarformen wie dem barcamp oder auch für den Podcast HI*story. Einige Studierende haben mich über mehrere Semester begleitet und wir haben mit- und voneinander gelernt. Dafür möchte ich auch ein großes „Danke“ zurückgeben“, sagt Sanne Ziethen.

Im Sommersemester 2021 hat sie gemeinsam mit Studierenden das barcamp „Recherche im 21. Jahrhundert“ organisiert und durchgeführt. Ein barcamp ist ein besonderes Konferenzformat, welches alle Teilnehmenden mit ihren persönlichen Interessen und Expertisen mitgestalten. Es gibt keine referierende Person, die den Ablauf der Konferenz vorgibt, sondern jede*r kann in sogenannten Sessions ein Thema zu einem festgelegten Oberthema zur Diskussion stellen. In dem barcamp „Recherche im 21. Jahrhundert“ beschäftigten sich Studierende, Universitätsmitarbeiter*innen und externe Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland mit Chancen und Herausforderungen im Umgang mit Informationen in dem Informationszeitalter. Der Geschichtspodcast HI*story wurde ebenfalls von Studierenden umgesetzt und umfasst bis dato sechs Folgen über Forschungen an dem Insitut für Geschichte bis hin zu Themen der Weltgeschichte.

„Studierenden das Handwerkszeug für das kommende Berufsleben mitzugeben und Inhalte so zu vermitteln, dass sie nicht als Inhalte eines drögen Pflichtseminars, sondern als wichtige Instrumente für ihre spätere Tätigkeit wahrgenommen werden, ist eine spannende Herausforderung“, sagt sie. Die Nominierung der Studierenden für das Seminar „Methodenwerkstatt Geschichte" freue sie daher neben der Nominierung der freieren Formate sehr.

„Allmählich können wir aus den zahlreichen Formaten, die in der digitalen Lehre erprobt wurden, herauskristallisieren, welche davon gut und nützlich waren und welche eher nicht. Dr. Sanne Ziethen hat lebendige Formate wie den Podcast oder die barcamps in die Lehre integriert, die das Potential bergen, auch in Zukunft Präsenzveranstaltungen zu bereichern“, sagt Leiter der Jury, Vizepräsident Prof. Dr. Jürgen Sander.

Studierende von Sanne Ziethen begründen die Nominierung wie folgt:

„Die Lehrveranstaltung war aufwändig, innovativ und abwechslungsreich geplant und das hat sich definitiv in den Ergebnissen der Studierenden und der Stimmung im Seminar gespiegelt.“

„In der Ausführung des Seminars merkt man, dass Frau Dr. Ziethen sich wirklich intensiv mit Formen digitaler Lehre beschäftigt hat und es ist ihr überaus geglückt, zielführende neue Wege zu gehen. […] Dass Student*innen, die eine Geisteswissenschaft studieren und sich nicht tiefgreifend mit Technik und Medien beschäftigen „nebenbei“ in einem Geschichtskurs lernen, einen Radio- bzw. Podcastbeitrag zu planen, aufzunehmen und zu schneiden, ist ein beachtlicher Nebeneffekt.“

„Frau Ziethen hat eine sehr motivierende Art zu lehren.“

„Sie hat eine große Diversität an technischen Hilfsmitteln und Onlinetools wie verschiedene Videokonferenzanbieter, Pinnwand- oder Notizapps oder andere Plattformen für digitales kollaboratives Arbeiten ins Seminar eingebracht, wodurch es nie langweilig wurde.“

„Sie hat besonderen Wert darauf gelegt, den Studierenden zu den wöchentlich erbrachten Leistungen im Seminar ausführliches Feedback in schriftlicher Form zu geben. Dadurch konnte man sich nicht nur inhaltlich verbessern, sondern hat auch eine Wertschätzung für seine Leistungen erhalten.“

 

Weitere Preisträger*innen (Berichterstattung folgt)

 

Die offizielle Preisverleihung ist für den Frühsommer geplant. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.