Willkommen zuhause: Stube öffnet ihre Türen

Montag, 11. Mai 2026 - 14:49 Uhr
Das Team des studentischen Begegnungsortes Stube, das um ein Willkommenschild vor dem Gebäude steht.
Das Team des studentischen Begegnungsortes Stube.

Gegenüber der Mensa am Hauptcampus tut sich was: Anfang April öffnete die Stube ihre Türen. Hinter dem eher unscheinbaren ehemaligen Ladengeschäft verbirgt sich aber mehr als nur ein Raum mit ein paar Sofas. Die Beteiligten blicken auf einen erfolgreichen Start zurück, der viele Erwartungen noch einmal übertreffen konnte.

Stube - das steht für „Studentischer Begegnungsort“. Genau dafür wurde das Projekt vom Asta ins Leben gerufen. „Wir bieten hier einen Ort für gleich zwei Zwecke: Zum einen für Fachschaften und studentische Initiativen, die nach einem Ort für Veranstaltungen suchen. Zum anderen sind aber auch insbesondere Studis willkommen, die Zeit zwischen Vorlesungen oder der Bahn nach Hause überbrücken wollen“, sagt Emily vom Referat für Projekte und studentische Infrastruktur, die die Stube initiiert hat. So habe man bereits erfolgreich einen Spieleabend oder eine Premiere einer von Studierenden gedrehten Serie ausrichten können.


Bei der Immobilie hat die Uni tatkräftig unterstützt: nach Auszug des Copyshops habe sich die Uni die Immobilie gesichert und den Studierenden zur Verfügung gestellt, auch die Miete übernimmt die Uni weiterhin. „Damit hat uns die Uni ermöglicht, diesen Raum gezielt für die Studierenden zu schaffen“, sagt Emily. Uni-Vizepräsident Jürgen Sander zeigt sich zufrieden über diese Lösung. „Ich freue mich, dass es einen neuen Ort auf dem Campus gibt, den Studierende in Eigenverantwortung gestalten und an dem sie sich zu unterschiedlichsten Aktivitäten treffen können. Ich hoffe, dass die Stube ein lebendiger Ort studentischer Vielfalt und Kommunikation wird.“ Nach der vorübergehenden Schließung des StudCafs vor Hörsaal 1 seien diese von Studierenden verwalteten Orte knapp geworden. „Die Stube ist ein Ort zum Entspannen und zum Runterkommen, an dem die Studierenden neue Kraft tanken können“- ein Safe Space für die Studis. Thomas Hanold, Dezernent für Bau und Gebäudemanagement, sieht in der Stube mehr als nur einen Pausenraum für Studierende. Neben der Stube setzte er sich zudem dafür ein, dass die Fahrradselbsthilfewerkstatt Fazze in das Gebäude einziehen kann. „In der Kombination beider Räume soll anstelle des tristen Leerstandes künftig studentisches Leben auch in den Stadtteil ausstrahlen“, sagt Hanold.

Die Stube ist gemütlich eingerichtet: Die Möbel sind allesamt Spenden, teils auch spontan aus der Nachbarschaft. Bereits der Start war von großer Hilfsbereitschaft gezeichnet: „Wir haben innerhalb von zwei Tagen fast alles einräumen können. Wir mussten schon sogar einige Spenden aus der Nachbarschaft ablehnen“, sagt Emily und zeigt auf ein Sofa. „Das ist das Gesellenstück eines älteren Herrn, der seine Lehre zum Polsterer gemacht hat“. Neben Sitzmöglichkeiten hat die Stube noch mehr zu bieten, darunter eine vollausgestattete Küche mit Kühlschrank, Kaffeemaschine, Herdplatten. Mikrowelle und Spülmaschine, die die Studierenden nutzen können. Weitere Angebote sind in Planung. So soll die Stube um bessere Barrierefreiheit und einen Wickeltisch ergänzt werden. Auch eduroam-Internet und ein Bildschirm werden in den kommenden Wochen eingebaut, Kunst von Studierenden an den Wänden der Stube ist im Gespräch.


„Wir waren von der Hilfsbereitschaft absolut überrascht“, sagt Shelly vom Team Stube: „ Die Leute freuen sich, der Studierendenschaft etwas Gutes zu tun, das freut uns sehr“.
Die Stube wird so gut angenommen, dass die Termine in den kommenden Wochen schon nahezu ausgebucht sind. Dennoch und auch deswegen ist die Stube immer offen für Ideen und Mitgestaltung, auch ohne Beitritt zur Initiative. Peter vom Team Stube bringt es auf den Punkt: „Wir arbeiten daran, das Herz der Uni zu werden“.


Aktuelle Infos und die Öffnungszeiten sind auf Instagram und der Fensterscheibe der Stube zu finden. Das Team ist unter projekte@asta-hildesheim zu erreichen.