UNESCO-Lehrstuhl "Cultural Policy for the Arts in Development"

Der UNESCO-Lehrstuhl „Cultural Policy for the Arts in Development” ist am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim angesiedelt.

Nach einem erfolgreichen Start im Jahr 2012 wurde der UNESCO-Lehrstuhl von der UNESCO erneut reakkreditiert und das Folgekonzept für die dritte Phase von 2020 bis 2024 festgelegt.
Im Rahmen der Entwurfsphase in 2011 wurde der Titel des Hildesheimer UNESCO-Lehrstuhl „Cultural Policy for the Arts in Development” als ein spezifisches Verständis des weitläufig genutzten Begriffspaares „Kultur und Entwicklung“ gewählt. Dies basiert auf dem Hildesheimer Konzept der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis: eine enge Verbindung zu den Künsten und basierend auf dem deutschen Verständnis Kulturpolitik als Gesellschaftspolitik.
Entlang seines Titels „Cultural Policy for the Arts in Development” werden Anbindungen an die Ansätze einer Cultural Governance entlang fünf thematischer Bereiche verfolgt, welche für die dritte Phase als UNESCO-Lehrstuhl zugespitzt wurden:
 

1) Künstlerische Interventionen und Transformationsprozesse 

2) Kulturelle Ressourcen und kreative Potenziale der Zivilgesellschaft zur Ausweitung von lokalem Engagement und globaler Entwicklungsagenden

3) Schutz und Förderung von Kunstfreiheit und bedrohten KünstlerInnen 

4) Kunst, Kultur und nachhaltige Entwicklung

5) Kulturelle Vielfalt und Solidarität ermutigen 

 

Der wichtigste Bezugspunkt des Hildesheimer UNESCO-Lehrstuhls ist die UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen von 2005 und deren Wirkungsradius, wie 2015 und 2017 im Rahmen der beiden Weltberichte „Kulturpolitik neu gestalten“ dargestellt.

Der Hildesheimer UNESCO-Lehrstuhl ist in den Bereichen Lehre, Forschung, Strukturaufbau, Publikationen, Diskurs und Netzwerkarbeit engagiert. Dies geschieht im Rahmen von generellen und international ausgerichteten Bachelor- und Masterstudiengängen, Promotionen und weiteren Forschungsaktivitäten. International wird in erster Linie mit deutschen, europäischen und Institutionen der arabischen Region und Afrikas kooperiert. Dazu zählen sowohl Hochschulen als auch Akteure der Kunstszene, des kulturpolitischen Handelns und der kulturellen Bildung.