Translang² - Interkulturelle Sensibilisierung zu sprachlicher Vielfalt für Bildungsprozesse
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auf den Seiten des Projekts Translang² - Interkulturelle Sensibilisierung zu sprachlicher Vielfalt für Bildungsprozesse am Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Hildesheim!
Das Ziel des Projektes ist es, das Thema Mehrsprachigkeit in seinen vielschichtigen theoretischen, interkulturellen und pädagogisch-didaktischen Dimensionen im Lehramtsstudium zu verankern und damit einen Beitrag zur Internationalisierung der Lehramtsausbildung zu leisten. Ermöglicht wird Translang² durch die Förderung im Rahmen von „Lehramt.International – Modellprojekte an Hochschulen“ des DAAD.
Im Folgenden haben wir Ihnen Hintergrundinformationen zu Mehrsprachigkeit im Unterricht und zu Translanguaging als Unterrichtsansatz für mehr Bildungsgerechtigkeit zusammengestellt. Darüber hinaus finden Sie auf diesen Seiten eine Darstellung unserer Angebote im Projekt für Lehramtstudierende, Dozent:innen/Wissenschaftler:innen und sonstige Interessierte. Beachten Sie dabei auch Veranstaltungsankündigungen, Ausschreibungen und wichtige Neuigkeiten unter „Aktuelles“. Natürlich freuen wir uns auch über persönliche Kontaktaufnahme bei Beratungswünschen oder Vernetzungsanliegen. Auf unserer Teamseite finden Sie die Kontaktinformationen der jeweiligen Ansprechperson.
З повагою / Cordiales salutations / Saludos cordiales / مع أطيب التحيات / Best Wishes / Herzliche Grüße,
Ihr/Euer Translang²-Projektteam
Aktuelles
"Eine Lehrkraft, die Deutsch mit Akzent spricht, kann ein Vorbild sein": Das 6. Teacher Translanguaging Camp
Fünf Tage lang tauschten Studierende, Wissenschaftler*innen und Projektpartner*innen sich im Digital Campus L@b der Universität Hildesheim zur mehrsprachigkeitssensiblen Lehrkräftebildung aus. Wie verändert sich Unterricht, wenn Lernende ihr gesamtes sprachliches Repertoire einbringen können? Welche Chancen, Spannungen und neuen Forschungsfragen entstehen daraus? Die Ergebnisse seien auch spannend für die strategische Internationalisierung der Lehrkräftebildung und darüber hinaus, betonte Prof. Dr. Bettina Kluge, Vizepräsidentin für Internationalisierung und Chancengleichheit an der Universität Hildesheim.
Translanguaging beschreibt die flexible, fließende Nutzung aller sprachlichen Ressourcen in einem gemeinsamen Repertoire von mehrsprachigen Personen, anstatt Sprachen streng von einander zu trennen. Ein Beispiel: Wenn in einer Gruppe Personen Sprachkenntnisse in Deutsch, Englisch und Türkisch haben, wechseln sie gegebenenfalls im Gespräch fließend zwischen den Sprachen – das können ganze Sätze aber auch eingestreute Wörter sein, eine Person fragt etwas auf Deutsch, die andere antwortet auf Türkisch. Dass dies insbesondere im Schulalltag produktiv und hilfreich sein kann, zeigen die Ergebnisse aus dem sechsten Teacher Tranlanguaging Camp (TTC). Unter dem Titel Multilingualism and Translanguaging in English as a Foreign Language (EFL) kamen insgesamt 30 Lehramtsstudierende, Nachwuchswissenschaftler*innen, Lehrende und Projektpartner*innen aus Hildesheim, Lwiw (Ukraine), Monastir (Tunesien) und Toluca (Mexiko) zusammen. Organisiert wurde das Camp vom Translang2-Projektteam und Prof. Dr. Nils Jäkel, Professor für Second Language Acquisition an der Uni Hildesheim.
Das Camp selber beschreibt Kristina Förster, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Translang2, die das TTC26 konzipierte und leitete, als Mischung aus Projektkonferenz und Studienangebot. Lehramtsstudierende aller Fächer können am TTC teilnehmen. Dadurch entstünde ein besonderer Projektkonferenzcharakter. Studierende mit eigenen Forschungserfahrungen treffen auf Komiliton*innen, die sich dem Thema Mehrsprachigkeit und Translanguaging vielleicht zum ersten Mal nähern. „Das TTC soll eine Projektkonferenz sein, an der Lehramtsstudierende aller Fächer mit ganz unterschiedlichen Forschungserfahrungen aktiv mitarbeiten können. Gerade dieses Lernen mit- und voneinander wollen wir dauerhaft stärken”, erklärt Förster. Auch Prof’in Dr. Barbara Schmidt-Thieme, Co-Projektleiterin von Translang2 und Mathematikdidaktikerin, betont: „Es war interessant zu beobachten, wie die anfängliche Skepsis über den Sinn des eigenen Forschenden Arbeitens der Neugier an den Ergebnissen wich und immer wieder neue Fragen und Aspekte in die Runde gebracht wurden, zum Beispiel zu Unterschieden im Umgang mit Mehrsprachigkeit in sprachlichen und nichtsprachlichen Unterrichtsfächern.“
Die vorgestellten Forschungsprojekte beschäftigten sich mit vielfältigen Themen rund ums Translanguaging: Zwei Projekte untersuchten, ob Translanguaging das emotionale Erleben im Englischunterricht verändere. Drei weitere Teams untersuchten, wie Lehrkräfte Mehrsprachigkeit wahrnehmen, einplanen und im Unterricht einsetzen. Weitere Projekte beschäftigten sich mit der kulturellen Repräsentation von Lehrkräften. Aber auch die internationalen Gäst*innen zeigten in ihren Beiträgen, wie stark pädagogische Entscheidungen von lokalen Sprachordnungen und Bildungssystemen geprägt sind und wie Sprachvergleich, Humor und kulturelle Kontexte zu Lernanlässen werden können.
Die rund 30 Teilnehmer*innen zeigten auch selbst eine große sprachliche Vielfalt: zusammen nannten sie 16 Sprachen Teil ihres Repertoires. Zugleich brachten sie unterschiedliche Vorerfahrungen aus Studium, Unterricht und Forschung mit ein. Gemeinsam arbeiteten sie mit konkreten Situationen aus Schulpraktika und Unterricht.Das TTC wird auch künftig als Projektkonferenz fortgeführt und bleibt im Optionalbereich für Lehramtsstudierende aller Fächer geöffnet. Im Sommer 2027 soll der thematische Fokus auf der Rolle von KI im Kontext von Translanguaging und mehrsprachigkeitssensiblem Unterricht liegen.
Das TTC ist wie die Digital Translanguaging Coffee Breaks Teil des Projektes Translang² am Fachbereich für Sprach- und Informationswissenschaften der Universität Hildesheim. Das Projekt verankert Mehrsprachigkeit in ihren theoretischen, interkulturellen und pädagogisch-didaktischen Dimensionen im Lehramtsstudium. Translang² stärkt internationale Hochschulpartnerschaften, erweitert transnationale Lernangebote und fördert die mehrsprachigkeitsbezogenen Kompetenzen von Lehramtsstudierenden. Hybride Formate wie das TTC eröffnen dabei Räume für Internationalisierung@Home.
TTC-Berichtvorlage vom Translang²-Projektteam - gekürzte Aufbereitung von der Stabsstelle Kommunikation und Marketing
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This summer, the 6th Teacher Translanguaging Camp (TTC) took place from July 13 to 17, 2026, in a hybrid format at the University of Hildesheim, as part of the DAAD-funded Translang² project. During this week-long workshop, teacher education students from all subject areas in Hildesheim met with international students and visiting scholars from our partner universities. The TTC focuses on the internationalization of teacher education and took place this year under the title “Multilingualism & Translanguaging in English as a Foreign Language (EFL) Classrooms and Beyond.” Key topics included teacher education students’ experiences, a poster walk, “International Perspectives on Multilingualism and Translanguaging,” research and interviews, as well as master’s theses. The event took place from Monday through Thursday from 4:00 p.m. to 8:00 p.m. on the main campus in the Digital L@b HC.I.010 and online. On Friday, it ran from 1:30 p.m. to 4:00 p.m. At the closing get-together, which included light refreshments, the focus shifted to future visions for multilingual teacher education and a reflection on the entire week of events. It was a successful conclusion.
Rückblick 2025
Vernetzung | Kooperation | Aktivitäten
Besuch unserer Partner aus Ägypten, Tunesien und der Ukraine im Dezember
Im Dezember 2025 durften wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler drei unserer Partneruniversitäten, innerhalb der DAAD-Förderung im Projekt Translang² für Gastaufenthalte, bei uns in Hildesheim begrüßen. Von der Ain Shams University, Kairo in Ägypten durften wir Dr. Abdelrahman Nagi und Dr. Mai Saleh Hussien willkommen heißen, Dr. Lyubomyr Borakovskyy und Dr. Oleksandra Shumiatska aus der Ukraine von der Nationalen Ivan-Franko-Universität und Dr. habil. Kais Ben Slama aus Tunesien von der Université de Gabès. Die Tatsache, unsere Partner im gleichen Zeitrahmen in Hildesheim empfangen zu können, war äußerst wertvoll zur Vernetzung und für die zukünftige Zusammenarbeit.
Während der Gastaufenthalte, in diesen zwei Wochen, fanden Workshops und Termine zur Vernetzung statt, die alle Gäste besuchten, z. B. der Critical Friends Workshop, der durch die internationalen Perspektiven für das Projekt Translang² von großer Bedeutung ist. Ein gemeinsamer Termin im CeLeB – Centrum für Lehrerbildung, mit Dr. Dörthe Buchhester (Geschäftsführung des CeLeB) brachte die Sichtweisen unserer Partner aus Tunesien, Ägypten und der Ukraine, auf dem Weg zur Internationalisierung in der Lehrerausbildung, hier in Hildesheim nochmal abschließend zusammen. Darüber hinaus wurde die Teilnahme an weiteren Workshops und Seminaren ermöglicht, die Teil der individuellen Programmgestaltung für die Wissenschaftler und Wissenschaflterinnen waren, mit der Chance einen Beitrag durch einen Vortrag zu leisten. So konnten Dr. Oleksandra Shumiatska zu “Entschuldigungsstrategien im deutsch-ukrainischen Vergleich” und Dr. Abdelrahman Nagi zu „Sprachliche Realisierung von Wissenskonzepten in deutschen und ägyptischen Bildungsinstitutionen“ im Forschungskolloquium bei Prof.´in Kreß vortragen. Dr. habil Kais Ben Slama hielt einen Vortrag innerhalb des Seminars “Kasus aus mehrsprachiger Perspektive” von Prof.´in Montanari.
The Critical Friends Workshop 2025 is part of the Design-Based Research that is carried out within the Translang² project to learn more about preservice teachers and teacher educators perceptions and ideas and to be able to enhance the integration of multilingualism and translanguaging in teacher education. The workshop aims to build a shared understanding of the current state and empirical findings of the Translang² project, explore student and partner perspectives on learning needs, expectations, motivations, and perceived barriers, co-design innovative digital and transnational formats, and engage researchers as active co-designers and reflective practitioners in collaborative theory building.
The following individuals participated as Critical friends (CF) and project handlers in the 2nd iteration of Critical Friends Workshop 2025.
Incoming TE & scholar (CF) from Ain Shams University : Dr. Abdelrahman Nagi and Dr. Mai Saleh Hussien
Incoming TE & scholar (CF) from Nationale Ivan-Franko-Universität : Dr. Lyubomyr Borakovskyy and Dr. Oleksandra Shumiatska
Incoming TE & scholar (CF) from Université de Gabès : Dr. Habil. Kais Ben Slama
Incoming doctoral student (CF) from Ain Shams University : Ola Othman
Full International Student and student assistant in the project (CF) : Garima Choudhary
Project Lead & Reflective Scholar : Prof. Dr. Barbara Schmidt-Thieme and Prof. Dr. Bettina Kluge
Project Research Assistant : Kristina Förster
Project Coordinator: Petra Wegener
Besuch von Wissenschaftlerinnen unseres Partners aus Mexiko
Im November 2025 waren Nimbe Gallegos und Dr. Martha Letizia Guadarrama Hernandez von der Universidad Autónoma del Estado de México an der Universität Hildesheim zu Gast.
Nimbe Gallegos ist Sprachlehrerin und unterrichtet Englisch und Spanisch an der UAEMex. Sprachen, Unterrichten und Bildung sind seit mehr als 17 Jahren ihre Leidenschaft. Dr. Martha Leticia Guadarrama Hernández unterrichtet Englisch, Unterrichtsstrategien, Linguistik, mexikanische Kulturwissenschaften und übernimmt die Betreuung von Abschlussarbeiten. Im November 2025 durften wir beide Gastwissenschaftlerinnen unseres Partners, der Universidad Autónoma del Estado de México in Toluca, an der Universität Hildesheim begrüßen. Im Rahmen des Aufenthalts konnten Nimbe und Lety diverse Seminare und Workshops innerhalb der UHi besuchen, wie z. B. das Projektband von Prof. Jäkel und Kristina Förster: „Translanguaging and Multilinguslism in the ESL Classroom“, das Seminar von Prof. Heide: Lecture “Introduction to Cultural History” oder den „Critical Friends Workshop“ des Translang² Projekts. Diese Aktivitäten ermöglichte ihnen u. a. den Einblick in die Lehrerausbildung in Hildesheim, den Austausch mit Studierenden und die Translanguaging-Perspektive direkt zu erleben. Interessant zu lesen sind die Erfahrungsberichte, die sie uns nach ihren Aufenthalten zur Verfügung stellten, die ihre Perspektiven zu Translanguaging / Sprachen / Unterricht darlegen.
Nimbe Gallegos is a language teacher and teaches English and Spanish at UAEMex. Languages, teaching, and education have been her passion for more than 17 years. Dr. Martha Leticia Guadarrama Hernández teaches English, teaching strategies, linguistics, Mexican cultural studies, and supervises theses. In November 2025, we welcomed both of them to the University of Hildesheim as visiting scholars from our partner institution, the Universidad Autónoma del Estado de México in Toluca. During their stay, Nimbe and Lety were able to attend various seminars and workshops at UHi, such as Prof. Jäkel and Kristina Förster's project band: “Translanguaging and Multilingualism in the ESL Classroom,” Prof. Heide's seminar: Lecture “Introduction to Cultural History,” and the Translang² project's “Critical Friends Workshop.” These activities gave them an insight into teacher training in Hildesheim, enabled them to exchange ideas with students, and allowed them to experience the translanguaging perspective firsthand. The reports they provided us with after their stays, which outline their perspectives on translanguaging, languages, and teaching, are interesting to read.
Full experience report from Dr. Martha Leticia Guadarrama Hernández
Aufenthalt von Ola Othman Shetawy
Der viermonatige geförderte DAAD-Aufenthalt der Studentin Ola Othman Shetawy von unserer Partneruniversität Ain Shams Kairo, Ägypten endete im Januar 2026 an der Universität Hildesheim. Der Aufenthalt war für Ola außerordentlich bereichernd, dies hat sie in einem Erfahrungsbericht festgehalten, überzeugen Sie sich selbst und lassen Sie sich inspirieren.
Teacher Translanguaging Camp
Das Teacher Translanguaging Camp, kurz TTC, fand vom 23.-27.06.2025, zum fünften Mal, statt. Die Veranstaltungswoche findet einmal im Jahr, rund um das Thema Translanguaging, statt und bietet internationale Vorträge und Workshops, 2025 mit Fokus auf "Mehrsprachigkeit und Translanguaging im Fachunterricht". Dabei wurden drei Formate angeboten:
Das International Students Forum, ein hybrides Austauschformat im Rahmen des Teacher Translanguaging Camp 2025. Lehramtsstudierende und Promovierende aus verschiedenen Ländern, auch aus unseren Partneruniversitäten, teilten persönliche Einblicke in ihre Studien- und Lehrerfahrungen im internationalen Bildungsraum – mit Fokus auf Mehrsprachigkeit, Mobilität und Translanguaging.
Das akademische Fachprogramm des TTC2025 richtete sich an Lehramtsstudierende und Hochschullehrende, die sich für Translanguaging, Mehrsprachigkeit und internationale Bildungsperspektiven interessieren.
In Fachvorträgen, Panels und Forschungswerkstätten wurden aktuelle Forschungsprojekte, didaktische Modelle und transnationale Kooperationen vorgestellt und diskutiert.
Beiträge von Wissenschaftler:innen aus Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika eröffneten vielfältige Perspektiven auf Unterrichtsentwicklung, sprachliche Teilhabe und soziale Gerechtigkeit.
Die Lehrwerkstatt ist ein praxisorientiertes Format für Hochschullehrende, die ihre Lehre mehrsprachigkeitssensibel und translanguaging-orientiert weiterentwickeln möchten. In interaktiven Workshops wurden konkrete Methoden, digitale Tools und didaktische Konzepte vorgestellt – von Sprachbiografiearbeit bis virtueller Telekollaboration. Ziel war es, gemeinsam Ansätze zu erproben, zu reflektieren und für die eigene Lehre weiterzudenken.
Translanguaging welcome!
Zur Programmübersicht / zu den Vorträgen des Teacher Translanguaging Camp 2025.