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Geschrieben von empty1 am 26.01.2009 um 14:22:

  Überwachungsstadt Hildesheim

http://www.kehrwieder-verlag.de/epaper/pdf/0125_Kewi_HP_01.pdf
( http://www.kehrwieder-verlag.de/epaper/pdf/0125_Kewi_HP_02.pdf )
http://www.kehrwieder-verlag.de/epaper/pdf/0125_Kewi_HP_03.pdf



Geschrieben von Whiskey am 26.01.2009 um 16:29:

  RE: Überwachungsstadt Hildesheim

Bei Usability-Tests sollen Versuchspersonen immer möglichst laut sagen, was sie grad denken. Dies hilft später, Gedankengänge aufzugreifen und die Software für den Endnutzer verständlicher zu machen. Dieses tolle Konzept kann man aber auch anders anweden. Hier also mal 5 Minuten in meinem Kopf - mehr oder weniger smile

Zitat:
Original von empty
http://www.kehrwieder-verlag.de/epaper/pdf/0125_Kewi_HP_01.pdf

- Oh die Stadt nutzt Macs, aber die gammlige Video Software läuft auf ner Windose Zunge raus
- "Videoüberwachung" … "Amok-Übung" Ob da ein Zusammenhang besteht?
- Videoüberwachung schafft "weniger Straftaten". Klar, es klappt ja auch so gut in London, München, sonstwo…
- Da hat jemand das Konzept von E-Paper nicht verstanden. Es heißt nicht, den gammligen Mist, der auf toten Bäumen gedruckt ist 1:1 ins Netz zu übernehmen.
- (Hmm, lecker Orangen und ne Leiter hätte ich neulich beim Anschrauben der Sattelitenschüssel gebraucht)


Zitat:
Original von empty
http://www.kehrwieder-verlag.de/epaper/pdf/0125_Kewi_HP_03.pdf

- "Ippensen hofft, dass sich niemand, der sich an Recht und Ordnung hält, von den Kameras gestört fühlt." Ein herzliches (und politisch inkorrektes) "Fuck you" an Herrn Ippsen.
- Leserbrief schreiben oder nicht? Hildesheim, die Stadt der alten Leute versteht bestimmt eh keine Argumente. Wenn Oma Ilse sagt, dass die Kameras Sicherheit bringen, ist man nur der Böse, wenn dagegen hällt…
- Egal, ich bin gerne böse smile
- (Oh, Schulranzen für wenig Geld)


Übrigens, ich würd's echt cool finden, wenn sämtliche Mord- und Vergewaltigungsszenen jetzt Abends auf dem PvH geprobt werden würden großes Grinsen



Geschrieben von kaldewey am 02.02.2009 um 21:52:

  RE: Überwachungsstadt Hildesheim

Im Kehrwieder wurden verschiedene Leserbriefe zum Thema veroeffentlich:

http://www.kehrwieder-verlag.de/epaper/pdf/0201_Kewi_HP_08.pdf

Ich finde den ersten am besten.



Geschrieben von empty1 am 31.03.2009 um 11:18:

  Überwachungsuni

Webcam ist inzwischen unmodern, jetzt wirds subtiler(?):

Ich war gerade im L-Gebäude und da fiel mir vor dem Eingang am Bauzaun ein Schild auf: "Diese Baustelle wird videoüberwacht". Nun gut, wenn die meinen, was soll ich auch auf der Baustelle ... dachte ich mir, sah mich aber mal um. Ich entdeckte tatsächlich eine Kamera (weiß nicht ob echt). Und nun kommts:
Diese Kamera ist am L-Gebäude montiert und "guckt" (so zumindest mein Eindruck!) nicht etwa nur auf die Baustelle (vielleicht sogar nicht einmal auf die ganze), sondern vor allem auch auf die Leute, die sich ein paar Meter vor dem L-Eingang aufhalten.

Seht euch das doch bitte mal an. Was meint ihr dazu?

Und nein, ich will hier nicht (nur) für einen paranoiden Verschwörungstheoretiker gehalten werden, ich will nur, dass wir alle wachsam sind und bleiben ...

Besorgte Grüße



Geschrieben von empty1 am 17.04.2009 um 12:07:

 

So, Baustelle (inkl. Schild) ist weg.
Kamera hängt noch da, und wenn ich mich nicht täusche, wurde sogar der "Blickwinkel" leicht abgeändert (und zwar so, dass man sich jetzt erst recht beobachtet fühlen kann).

Tja, wurde die vergessen? Absichtlich oder aus Versehen? Seit wann hängt die überhaupt da? Ist es Absicht, dass man das gar nicht so genau mitgekriegt hat in der vorlesungsfreien Zeit?

Natürlich habe ich mich vorhin mal direkt unter die Kamera gestellt und mir die angeguckt. Seeehr interessant ... aber ich sage vorerst nix dazu - wie ist denn euer Eindruck?



Geschrieben von pregnant am 05.05.2009 um 20:39:

 

aber hildesheim is eine stadt und kein staat, da isr ein unterschide



Geschrieben von Whiskey am 06.05.2009 um 13:53:

 

Und deshalb darf hier jeder wild Kameras aufhängen, die leider nicht nur zum "Schutz" des Eigentums dienen, sondern auch großzügig das Umfeld ausleuchten? Ach stimmt ja, man könnte Farbbeutel aus 40 Metern Entfernung werfen und DAS muss man ja verhindern… Augen rollen



Geschrieben von Whiskey am 18.05.2009 um 02:46:

 

Naja, es könnte schlimmer kommen…



Geschrieben von empty1 am 19.05.2009 um 10:10:

  Demo in Hildesheim gegen Kamera-Überwachung

Am Montag, den 25.05.2009, wird Uwe Schünemann (Innenminister Nds) gegen
14:00 Uhr in Hildesheim die ersten Überwachungskameras offiziell einweihen.
Das Ganze findet vor geladenen Gästen und der Presse unter Ausschluss der
Öffentlichkeit statt.

Geplant und angemeldet ist daher für die Zeit von 13:00 bis 15:00 eine
Demonstration vor dem Polizeigebäude in der Schützenwiese 24, 31137 Hildesheim. (Haltestelle der Buslinie 3 ist direkt dort!)

Kommt mit Bannern, Transparenten, Kameras aller Größen und vor allem
zahlreich!

Also wer noch Argumente braucht, klickt z. B. hier.



Geschrieben von magifrei am 19.05.2009 um 11:23:

 

Einweihungsfeiern für Kameras ... wie geil großes Grinsen



Geschrieben von Whiskey am 19.05.2009 um 12:56:

 

Unter Auschluss der Öffentlichkeit… wie arm böse



Geschrieben von empty1 am 20.05.2009 um 12:12:

 

Früher gab es ja tagtäglich Gewaltverbrechen aller Art und internationalem Terrorismus in Parkhäusern. Seitdem da überall Kameras sind, passiert dort überhaupt nix Schlimmes mehr. Ein Glück. -
So ein Quatsch, sagt jetzt eine Studie zur Wirksamkeit von Kameras! Man beachte den Auftraggeber.

Und nicht vergessen:
DU BIST TERRORIST! Oder?



Geschrieben von empty1 am 29.05.2009 um 21:38:

  L-Kamera die dritte

Also nachdem die Kamera ja eine Weile ohne festes Zielobjekt(?) da hing, gab es kürzlich erneut eine Baustelle darum herum, wieder mit hohem Bauzaun natürlich. Allerdings befand sich das "Diese Baustelle wird videoüberwacht"-Schild nicht mehr augenfällig in Richtung L-Haupteingang, sondern an einem der Gitter ganz rechts, so dass man es extrem leicht übersehen konnte.

Nun gut, inzwischen sind Baustelle und Zaun wieder verschwunden, die Kamera hängt immer noch da und - jetzt kommts - es gibt eine nagelneue Treppe an genau der Stelle! Die scheint förmlich dafür gebaut worden zu sein, dass man mal hochgehen und sich die Kamera ganz aus der Nähe angucken kann.
So, mehr verrate ich nicht. Zunge raus Ich habe sie (also die Kamera, die Treppe aber auch) genau so hinterlassen, wie ich sie vorgefunden habe, damit ihr noch den gleichen Spaß haben könnt wie ich! Freude

Bin am überlegen, ob man sich da mal irgendeinen harmlosen Jux erlauben sollte. Mir juckts schon in den Fingern ...

Ach so und (kleiner Insider): Ich hätte sie im Fachhandel gekauft. Augenzwinkern



Geschrieben von empty1 am 12.06.2009 um 20:52:

  Fortsetzung der zwei unendlichen(?) Geschichten

Überwachungsstadt

Gestern Abend gegen 21 Uhr war ich mit dem Rad unterwegs: von der Schuhstraße über den Hindenburgplatz (dort gibts ja einen auf Grund des schwachen Farbkontrastes kaum wahrnehmbaren Radweg, immerhin), dann die Goslarsche Straße entlang. Ausnahmsweise eine ohne große WIE-soll-ich-hier-bloß-sicher-und-korrekt-fahren-Zweifel ordnungsgemäß beradfahrbare Route in Hildesheim. Eigentlich - denn es war ein minimaler Umweg nötig: Eine größere Ansammlung von Menschen hielt sich an der Nordost-Seite des Hindenburgplatzes auf, weiterhin liefen und fuhren (mit Inlinern) noch etliche Leute auf dem Platz herum. Von mir aus gesehen hinter der Versammlung(?) war die Polizei mit Wagen und etlichem Personal präsent. Ich tat das, was wohl fast jeder tun würde: Ich fuhr einfach rechts an der Menge vorbei (selbstverständlich mit größerer Unfallvermeidungsvorsicht, da die Leute ja offenbar abgelenkt waren). Ich hielt kurz am universitären Briefkasten zwecks Posteinwurf und wollte dann um die Ecke des Gebäudes biegen, um dort auf dem Radweg meine Fahrt fortzusetzen. Ich hielt jedoch erneut eine Weile, weil auf eben diesem Radweg Skater angefahren kamen. (Interessanterweise habe ich nichts davon mitbekommen, dass diese Skater von den direkt daneben stehenden Ordnungshütern darauf hingewiesen worden wären, dass das verboten ist.) Während dieses weiteren Halts ergab sich für mich Blickkontakt mit einem der Beamten. Ich sagte zu ihm:
"Warum sind Sie denn hier? Wir haben doch jetzt Videoüberwachung, da passiert ja hier nix mehr!"
Seine Antwort war nicht deutlich zu verstehen, klang aber sehr nach etwas Herumgedruckse inklusive "aber hier nicht mehr".
Wie auch immer - in offensichtlicher Ermangelung einer stichhaltigen Antwort griff er auf die beliebte Einschüchterungstaktik zurück und redete von "Befahren eines Gehwegs, 20 Euro" (wobei er das irgendwie nicht ganz ernst zu meinen schien, aber man weiß ja nie).
Meine Erwiderung: "Dann mache ich Sie darauf aufmerksam, dass Sie hier auf dem Radweg stehen."
Mit diesem Hinweis auf die polizeilich verursachte Verkehrsbehinderung endete unser Gespräch; ich stieg auf und fuhr weiter.


Ich kann euch nur empfehlen, Polizisten, die sich in den videoüberwachten Zonen aufhalten, auf die Kameras anzusprechen. Ich werde mir die nächste Gelegenheit zu einem solch interessanten Dialog jedenfalls nicht entgehen lassen. Ist durchaus unterhaltsam! großes Grinsen

Hier noch ein Link zum Thema: http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/images/Posse_videoueberwachung.pdf


Übe-L-wachungsgebäude

Ich habe heute einen intelligenten Menschen vom Dezernat 4 auf die L-Kamera angesprochen und kann ein bisschen was Wissenswertes berichten. Bemerkenswert an dem Gespräch waren die beidseitige Neigung zum Grinsen sowie im Besonderen die Dinge, die nicht gesagt wurden. Das hier habe ich nun gelernt:

Es gab mal illegal abgeladenen Sonder-Sperrmüll und Kompost auf dem Gelände, was der Uni Kosten von 2000 Euro verursacht hat. Deswegen ist eine Videoüberwachung notwendig - nicht etwa, um ein Auge auf die Studierenden zu haben, die sich vor dem Eingang aufhalten.
Der Eingang am Tor West wird demnächst dauerhaft geschlossen.
(Auf die Zigarettenqualm-, Aschenbecher- und Fahrradständerprobleme habe ich bei der Gelegenheit nochmals hingewiesen.)
Die Kamera gehört der Uni und wurde schon Monate vor Beginn der Bauarbeiten an der Außentreppen-Ecke installiert. Die Uni weist am Tor Nord mit einem Schild auf die Videoüberwachung hin. Obwohl am Bauzaun jeweils noch ein gesondertes Schild hing, hat es keine baustelleneigene Kamera gegeben.


Wann und wo genau der Müll aufgefunden wurde, weiß ich jetzt nicht. Es ist ja ziemlich viel Platz neben und hinter dem Gebäude.
Das Schild am Tor habe ich mir ebenfalls mal angesehen. Es hängt unscheinbar links daneben, unter dem vergilbten Uni-Logo. Der relativ unauffällige Text verbietet das Hinterlassen von Abfall, droht für solche Fälle mit einer Anzeige und endet mit: "Das Objekt wird kameraüberwacht." Ein Symbol ist nicht abgebildet.

Na dann bis zur nächsten Episode! Augenzwinkern
Seid wachsam.



Geschrieben von empty1 am 19.06.2009 um 21:25:

  RE: Fortsetzung der zwei unendlichen(?) Geschichten

Die L-Kamera ist seit Anfang dieser Woche weg, zumindest von ihrem bisherigen Platz. Sonderbar, nicht wahr? Bloß die zwei Dübel sind noch da. Zunge raus

Hier ist eine kleine Liste von Antiüberwachungsveranstaltungen verschiedenster Art in Hannover und weiterer Umgebung. Sehr kurzweilig übrigens dieses Filmchen! Manche von euch kennen sogar den Bombenleger, also passt bloß auf: Das BKA ist bestimmt schon hinter euch her ...

Die Kameraeinweihungdemo in Hildesheim erwähnt der AK Vorrat übrigens hier. (Ich bin sogar mit auf dem Foto! großes Grinsen )



Geschrieben von empty1 am 10.08.2009 um 23:25:

 

Die L-Kamera ist nun schon länger einfach ein Stückchen weiter links angebracht. (Vielleicht, damit man sie sich von der Treppe aus nicht mehr genau angucken kann? Wer weiß, wer weiß!) Sie beobachtet also jetzt erst recht die Leute am Eingang und keine Bereiche, die sich für Müllablagerungen etc. anbieten würden. (Und das ist ja laut dem Schild am Tor die Intention.) Ja nee, is klar.

Letztes Wochenende in der Hildesheimer Allgemeinen, im Netz immer noch hier: Spezialexpertenmeinung zu Videoüberwachung in Niedersachsen.

Sehr schöner Zeit-Artikel über die totale Sicherheit: drei Seiten, die sich lohnen.

Und sonst so: Der Terrorismus ist bedroht. Wahrscheinlich durch Grippeviren ... großes Grinsen



Geschrieben von empty1 am 18.01.2010 um 15:14:

  Polizei in Sarstedt hats voll drauf mit der Kamera-Aufklärung

Lacher der Woche in Sarstedt!
Softwarefehler verhindert Kameraaufzeichnung - aber im Dunkeln hätte man die Straftäter ja eh nicht erkennen können, macht also nix.

Tja, wenn man die Technik direkt vor der Nase gehabt hätte, wäre der Softwarefehler natürlich sofort aufgefallen. Verstehe. Wie wäre es mit einer Überwachungsanlage für die Überwachungsanlage?

Und wenn man ein teureres Modell gekauft hätte, wäre der Softwarefehler gar nicht erst aufgetreten. Schon klar.

Gruß an Fefe!



Geschrieben von stapel am 18.01.2010 um 15:40:

 

und wer überwacht dann die überwachungsanlage für die überwachungsanlage?? xD ne überwachungsanlage?.. ein teufelskreis



Geschrieben von Whiskey am 28.01.2010 um 23:40:

 

Es gab heute nen netten Beitrag in den Tagesthemen zu privaten Überwachungskameras.

Wer keine Lust auf diese Form von "wardriving" hat, nimmt einfach Google und sucht nach Webcams, wie dieser (oder noch viel privateren).



Geschrieben von empty1 am 19.04.2010 um 21:30:

 

Hach ja, die Kennzeichnung der Kameras ... (oben links) Kommen wir also langsam vielleicht jetzt doch mal in die Puschen, ja? Obwohl: Ist ja nicht das erste Mal, dass der Landesdatenschutzbeauftragte zitiert wird. Gebracht hats bisher auch nicht mehr als die örtlichen Demos und Gespräche - nämlich nix.

Lieber Privatsphäre als Schnuffeltuch: Stadt wundert sich über geringes Interesse der frisch gebackenen Eltern an Inspizierung ihres Familienlebens (oben links) Gut, dass das Projekt nur Peanuts kostet, wo Hildesheim doch mehr als klamm ist. Übrigens dämmert den Politikern jetzt erst, dass genau die Familien, die sie gerne kontrolliert hätten, wohl dem Besuch nicht zustimmen ... Großartig durchdacht! Und ja, wenn ihr den Briefkopf ändert, wird sich das bestimmt ändern. "Jugendamt" kleiner schreiben, ROTFL!
Aber, liebe Eltern: Seid froh, dass ihr überhaupt noch die Wahl habt.



Nebenbei in dieser Kehrwieder-Ausgabe gefunden: Diese bösen Fahrradterroristen! (unten rechts) 100 Euro fürs Ignorieren einer roten Ampel sind zu wenig! 10000 Euro Strafe und ab hinter Gitter mit diesen fiesen, tickenden Zeitbomben! Dann wären endlich die Probleme des Straßenverkehrs gelöst.


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