Chronologie

Am 01. April 2002 trat Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich das Amt des Präsidenten der Universität Hildesheim an und forcierte die seit 1995 geführten Gespräche um das im Zusammenhang mit den Diskussionen um das neue Niedersächsische Hochschulgesetz aktuelle Thema „Stiftungsuniversität“. Seit dem wurden unter anderem in acht Senatssitzungen, im Konzil, im Kreis des Professoriums, in Personalversammlungen, in Gesprächen mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und den Interessenvertretungen aller Mitarbeiter und Angehörigen der Universität über das Stiftungsmodell diskutiert.

Auf einer Sondersitzung hat der XII. Senat der Universität Hildesheim am 21. Juni 2002 die Hochschulleitung mit Verhandlungen mit dem Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur über die Bedingungen zur Errichtung einer Stiftungsuniversität beauftragt. Am 24. Juni 2002 wurde das neue Niedersächsische Hochschulgesetz im Landtag verabschiedet (es trat dann am 01. Oktober 2002 in Kraft). Die Paragraphen 55 bis 63 regeln die Angelegenheiten der Hochschulen in Trägerschaft von rechtsfähigen Stiftungen des öffentlichen Rechts.

Am 21. August 2002 erstattete die Hochschulleitung dem Senat einen Zwischenbericht. Nach Billigung des Verhandlungsergebnisses zwischen Präsidium und Ministerium beauftragte der Senat auf seiner Sondersitzung am 18. September 2002 die Hochschulleitung damit, den Antrag auf Umwandlung beim Minister zu stellen und noch offene Detailfragen zu klären. Die Universität Hildesheim war die erste Hochschule, die am 18. September 2002 einen Antrag auf Umwandlung gestellt hat.

Am 17. Dezember 2002 fiel die Entscheidung der Niedersächsischen Landesregierung, mit Wirkung vom 1. Januar 2003 alle fünf beantragenden Hochschulen (Universität Hildesheim, Universität Göttingen, Fachhochschule Osnabrück, Universität Lüneburg, Tierärztliche Hochschule Hannover) die Überführung in die Trägerschaft einer rechtsfähigen Stiftung des öffentlichen Rechts zu ermöglichen. In einem Festakt am 08. Januar 2003 wurde die Stiftungsgründung im Auditorium Maximum der Universität Hildesheim feierlich begangen. Schon am 19. Februar 2003 konnte das Präsidium dem Ministerium einen namhaften Stiftungsrat präsentieren, der von Minister Oppermann noch am 25. Februar bestätigt wurde. In seinem Bestätigungsschreiben erteilte der Wissenschaftsminister den Stiftungshochschulen zugleich das in der 600-jährigen deutschen Universitätsgeschichte einmalige Berufungsrecht für Professoren.

Am 20. Juni 2003 konstituierte sich der Stiftungsrat der Stiftung Universität Hildesheim. Mit der Errichtung der Stiftung Universität Hildesheim wurden die vier Hochschulstandorte (Marienburger Platz, Domäne Marienburg, Samelsonplatz, Moltkestraße) als Liegenschaften der Stiftung Universität Hildesheim ins Grundstockvermögen übertragen.

Ausgewählte Presseinformationen und Medienberichte (von überregionalen Artikeln liegen Rechte zur Veröffentlichung nicht vor, HiAZ = Hildesheimer Allgemeine Zeitung):