Erfolgreiche Hannovermesse — Abteilung Software Systems Engineering der Universität Hildesheim zieht Bilanz
Montag, 8. Mai 2023 - 10:31 Uhr
Erfolgreiche Hannovermesse — Abteilung Software Systems Engineering der Universität Hildesheim zieht Bilanz
Die Abteilung Software Systems Engineering der Universität Hildesheim war dieses Jahr mit zwei Exponaten auf der Hannover Messe 2023 vertreten. Eine Bilanz.
„Die Exponate mit Beteiligung unserer Abteilung konnten erfolgreich zeigen, wie aktuelle Herausforderungen in Smart Energy und Industrie 4.0 angegangen werden können“, zieht Prof. Schmid eine zufriedene Bilanz.
Die Exponate der Projekte DevOpt und IIP-Ecosphere beschäftigten sich mit den Bereichen Smart Energy bzw. Industrie 4.0. Zwei Themen, die aktuell sehr im Zentrum der Aufmerksamkeit von Industrie und Gesellschaft stehen.
Das BMBF-geförderte DevOpt-Projekt beschäftigt sich mit der Frage, wie sich die immer komplexeren Energienetze mit ihrer Vielzahl von Verbraucher*innen und Erzeuger*innen besser steuern lassen, um die Möglichkeit von Netzüberlastungen zu verringern. Die im Projekt verfolgte Idee kombiniert dabei autonome Einheiten, die in emergenter Weise in Subnetzen möglichst für einen Ausgleich sorgen, mit Kontrolleinheiten, die einerseits eine bessere Optimierung erlauben und andererseits erlauben, Energiemangel in einem Teilnetz mit Energie aus einem anderen Teilnetz auszugleichen. Das Konzept wurde anhand eines Demonstrators, bestehend aus vier prototypischen Stadtvierteln mit unterschiedlicher Bebauung, anschaulich dargestellt. Die Projektpartner Siemens AG, PDV-Software GmbH und TU Clausthal arbeiten dabei an unterschiedlichen, sich ergänzenden Schwerpunkten. Der Fokus der Universität Hildesheim als Projektleiter liegt in der systematischen Entwicklung von Softwaresystemen, die emergente Fähigkeiten mit zentraler Kontrolle kombinieren. Die dabei entstehenden Forschungsergebnisse sollen auch auf andere Anwendungsgebiete mit komplexen Optimierungsaufgaben übertragen werden.
Im IIP-Ecosphere-Projekt geht es um die Frage, wie man Künstliche Intelligenz in der industriellen Produktion einfach nutzbar machen kann. Hierfür wurde mit maßgeblichen Beiträgen der Arbeitsgruppe eine offene Industrie 4.0 Plattform entwickelt und diese in einem Demonstrator für visuelle KI-gestützte Qualitätsinspektion vorgestellt. Dabei untersuchen zwei Cobots die zu inspizierenden Produkte, hier Modellautos, die teilweise mit Schäden direkt aus frühen Phasen des Produktionsablaufs entnommen wurden. Die beiden Cobots stehen für unterschiedliche Produktionsstraßen oder Fabriken und lernen durch sogenanntes Föderiertes Lernen voneinander, indem sie Eigenschaften wie Anomalien austauschen. Die IIP-Ecosphere Plattform bietet dafür einen besonders geeigneten Rahmen. Mit ihr können solche Anwendungen leichter entwickelt werden, indem Komponenten wie KI auf verfügbare Computer, insbesondere industrielle Edge-Geräte, verteilt werden. Ebenso wird die Integration von Daten aus standardisierten Schnittstellen (OPC UA, MQTT, Verwaltungsschalen) unterstützt. „Die IIP-Ecosphere Plattform erlaubt es, moderne Industrie 4.0 Systeme mit künstlicher Intelligenz effizienter als je zuvor zu entwickeln.“, sagt Dr. Holger Eichelberger, Projektleiter für IIP-Ecosphere der Arbeitsgruppe Software Systems Engineering.
Insgesamt wurden mehr als 100 Gespräche pro Exponat geführt. Unter den Besucher*innen waren unter anderem Minister Mohrs und Staatssekretär Prof. Schachtner (Ministerium für Wissenschaft und Kultur), Hr. Tonne (Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag), Prof. Wahlster (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz), Prof. Kagermann (Acatech), Prof. Kallenrode (die Präsidentin der Universität Hildesheim), sowie viele Vertreter*innen aus Wirtschaft, Verwaltung und interessierter Öffentlichkeit.
Kontakt: Prof. Dr. Klaus Schmid, Email: schmid(at)sse.uni-hildesheim.de, Tel. 05121 / 883 40332