Hinweise zum Thema "Zeitverzögerung beim E-Mail-Versand"

Auf Grund der Spam-Problematik im E-Mail-System (vgl. die Seite Umgang mit Spam-E-Mails) kann es zu gewissen unumgänglichen Zeitverzögerungen beim E-Mail-Versand kommen.

Diese Zeitverzögerungen haben gute Gründe und sind eine unvermeidliche Folge der notwendigen Spambekämpfung im Netz, die sich aus mehreren Komponenten zusammensetzt, deren wichtigste - zum besseren Verständnis - hier aufgezählt und kurz erläutert seien.

1. Greylisting: Unter dem Begriff "Graue Liste" bzw. "Greylisting" bezeichnet man eine Form der Spam-Bekämpfung bei E-Mails, bei der die erste E-Mail von unbekannten Absendern zunächst abgewiesen und erst nach einem weiteren Zustellversuch angenommen wird. Da die meisten Spam-Relays keinen zweiten Zustellversuch durchführen, wird durch diese Maßnahme schon ein Großteil der "verseuchten" E-Mails herausgefiltert. Viele Provider nutzen diese Möglichkeit der Spam-Bekämpfung, auch wenn sie eine Zeitverzögerung von bis zu 20 Minuten zur Folge haben kann.

2. Virenerkennungssysteme: Die meisten dieser Systeme arbeiten bewusst mit gewissen Zeitverzögerungen, um die Erkennungsrate von möglichen Viren und Trojanern im E-Mail-Anhang deutlich zu erhöhen.

So ist es beispielsweise durchaus möglich, dass nach ca. 30-minütiger Quarantäne die Malware-Erkennungsrate bei einem derartigen Antiviren-System um ca. 70% gesteigert werden kann.

3. Anti-Spam-Dienste: Im Netz gibt es mittlerweile zahlreiche Anti-Spam-Dienste, die "verdächtige" E-Mails gar nicht erst zu ihren E-Mail-Servern durchlassen und sogar den gesamten Adressbereich des E-Mail-Absenders sperren. Es kann dann Tage oder gar Wochen dauern, um von diesen Sperrlisten (sog. Blacklists) wieder entfernt zu werden.

4. Quarantäne-Verzögerung von ausgehenden Uni-E-Mails: Um zu verhindern, dass von der Uni Hildesheim aus Spam-Mails verschickt werden, deren Adressbereich dann womöglich auf einer Sperrliste im Netz landet, werden alle neu zu verschickenden E-Mails auf dem Server vor dem Versenden erst einmal in Quarantäne gestellt, um sie auf Viren und Spam zu testen.

Der Malware-Test kann bis zu 10 Minuten dauern. Diese vergleichsweise lange Zeit erklärt sich daraus, dass inzwischen an manchen Wochenenden versucht wird, über massenhaft erschlichene Accounts unser Mailsystem zu fluten.

Selbst Automaten werden inzwischen benutzt, um das Webinterface Convergence mit Spam zu befüllen.

In der überwiegenden Mehrzahl aller Fälle ist die Quarantäne-Zeit ausgehender E-Mails jedoch deutlich kürzer als 10 Minuten.

 

Jede Nutzerin und jeder Nutzer unseres E-Mail-Systems kann selber deutlich zur Spam-Reduzierung - und damit auch zum beschleunigten E-Mail-Versand - im Netz beitragen, indem sie oder er die Hinweise im Umgang mit E-Mails, die wir hier zusammengestellt haben, aufmerksam beachtet.