Pre-Conference

Im Vorfeld der Tagung werden bereits am Mittwoch, den 25.09.2019, zwei verschiedene rechtspsychologische Workshops angeboten. Interessierte können sich unabhängig von der Teilnahme an der Tagung für einen dieser Workshops anmelden. Im Folgenden finden Sie Informationen zu den Workshops.

Folgende Workshops werden angeboten:

Workshop 1:
Offender Treatment Using the Good Lives Model
Durchführung: Prof. Tony Ward, PhD
(Victoria University of Wellington, New Zealand)

  • Zeit: 9:00 – 17:00 Uhr
  • Teilnahmegebühr: 260,- €
  • Sprache: Englisch
  • Das Anmeldeformular finden Sie hier.
  • Der Workshop wird von der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen mit 10 Fortbildungspunkten akkreditiert

Workshopinhalte:

Das von Tony Ward und Kollegen entwickelte Good Lives-Modell der Straftäterbehandlung ist ein ressourcenbasierter und holistischer Ansatz. International ist es die wohl einflussreichste Alternative zu den vorherrschenden defizitorientierten Behandlungskonzepten. Der Workshop besteht aus zwei Einheiten: Am Vormittag wird Tony Ward das Good-Lives-Modell in seinen Grundzügen vorstellen. Am Nachmittag werden dann konkret darauf eingegangen, wie Straftäterbehandlung auf Basis des Good Lives-Modells geplant und evaluiert werden kann.

 

Workshop 2:

"...und wenn er dann vor mir sitzt!?" - Soft skills und Selbsterfahrung in der rechtspsychologischen Arbeit mit Klienten.
Durchführung: Dr. Jan Querengässer1 und Prof. Dr. Niels Habermann2
(1 LWL-Akademie für forensische Psychiatrie; 2 SRH Hochschule Heidelberg)

Dieser Workshop ist leider schon ausgebucht.

Dieser Workshop richtet sich insbesondere an Berufsanfänger und Master-Studierende mit rechtspsychologischen Schwerpunkten.

  • Zeit: 13:00 – 18:00 Uhr
  • Keine Teilnahmegebühr
  • Sprache: Deutsch
  • Der Workshop wird von der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen mit 6 Fortbildungspunkten akkreditiert

Workshopinhalte:

"Theoretisch weiß ich ja, wie es geht. Aber was mache ich, wenn vor mir ein echter Vergewaltiger, Räuber, Schizophrener, Missbrauchstäter, Psychopath, Drogensüchtiger, Mörder sitzt?" Sie sind Studierende/r der Rechtspsychologie und diese Gedanken gehen Ihnen durch den Kopf, wenn Sie sich vorstellen, Ihre Studieninhalte eines Tages anzuwenden? Dann sind Sie bei unserem Workshop genau richtig. Wir wollen gemeinsam mit Ihnen an den Themen Beziehungsaufbau und -gestaltung sowie Sozial- und Selbstkompetenz im Kontakt mit forensischen Klienten arbeiten. Unserer Erfahrung nach kommt das Training dieser "soft skills" in der universitären Ausbildung kaum vor. Dabei sind sie mindestens genauso wichtig wie die im Studium im Mittelpunkt stehenden Fach- und Methodenkompetenzen. Anhand von Übungen, Rollenspielen und Diskussionen möchten wir Ihnen dazu konkrete und praktische Erfahrungen vermitteln.

Auch das Thema Selbstreflexion und -erfahrung wird im Workshop behandelt. Denn das Hinterfragen der eigenen Prägungen, Vulnerabilitäten, Grund- und Werthaltungen, das Auseinandersetzen mit den ethischen Dilemmata der gutachterlichen Tätigkeit und nicht zuletzt die Kenntnis der eigenen typischen Erlebens-, Verhaltens- und Reaktionsmuster durch Selbstreflexion und -erfahrung sind Grundvoraussetzungen für eine professionelle und zugleich persönlich befriedigende rechtspsychologische Arbeit mit Klienten. Der Workshop möchte daher Anregungen und Impulse geben, sich im Interesse Ihrer zukünftigen Klienten auch mit sich selbst zu beschäftigen.


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