Lehrpreis 2013/14

Gewinnerin des Jahres

Dr. Nana Zeh

 

Pressemitteilung

Nominierungen

In diesem Jahr wurde der Preis für hervorragende Lehre bereits zum sechsten Mal vergeben. Es gab in diesem Jahr vier Nominierungen,

  • Dr. Stefan Flohr für das Seminar "Funktionalle Anatomie des Bewegungsapparates"
  • Martin Jehle für Seminare und Tutorien zur Filmpraxis, z.B. „Filmpraxis: Dreh- und Kameraarbeit“
  • Prof. Christiane Maaß für das Tutorium „Leichte Sprache für Masterarbeitskandidat(inn)en“
  • Dr. Nana Zeh für Seminar und Übung "Samba und Choro aus Brasilien"

Verleihung

Den mit 3000 € dotierten Preis erhielt Frau Dr Nana Zeh.

Sie ist seit 2007 kontinuierlich als Lehrbeauftragte am Institut für Musik und Musikwissenschaft tätig und erhält den Preis für ihre Veranstaltung „Samba und Choro aus Brasilien“.

Laudatio von VP Prof. Dr. Jürgen Sander

Nachfolgend können Sie die Laudation, gehalten von VP Prof. Dr. Jürgen Sander, nachlesen.

Der Preis für hervorragende Lehre an der Universität Hildesheim im Studienjahr 2013/14 wurde an eine Musikerin vergeben. Die Jury – bestehend aus zwei Studiendekanen und zwei Studierenden der beiden anderen Fachbereiche – hatte diesmal deutlich weniger Anträge als im Vorjahr zu sichten. Sie beschloss, den Preis zu vergeben an Frau Dr. Nana Zeh, die seit 2007 kontinuierlich als Lehrbeauftragte am Institut für Musik und Musikwissenschaft tätig ist, und zwar – dem Vorschlag einer Gruppe von Studierenden folgend – für ihre Veranstaltung  „Samba und Choro aus Brasilien“  („Choro“  ist ein Musikstil aus dem 19. Jahrhundert mit afrikanischen Wurzeln, entstanden aus populärer europäischer Tanzmusik und dem portugiesischen „Fado“).

Nominierungsgründe

Die Studierenden schrieben zu Frau Zehs Veranstaltung:

„Nana Zeh bietet in jedem Semester ein Theorieseminar mit dazugehöriger Übung zu einem Aspekt der brasilianischen Musik an. Seminar und Übung ergänzen sich, können aber auch unabhängig voneinander besucht werden. Viele Studenten besuchen ihre Seminare über mehrere Semester, da es möglich ist, auf jedem Niveau einzusteigen, sie aber Fortgeschrittenen genügend Neues bieten, um auf bisherigen Kenntnissen aufzubauen.

In der Folge loben die Antragstellerinnen:

  • das außerordentliche Engagement und die Motivationsfähigkeit von Frau Zeh,

  • die Einbeziehung und Förderung individueller Fähigkeiten auf jedem Niveau, auch in Hinblick auf spätere Berufsausübung und gerade für Lehramtsstudierende,

  • die Stärkung kreativen und kritischen Denkens und eigenständigen Lernens,

  • Einbeziehung von forschendem sowie inter- und transdisziplinärem Lernen

  • sowie  die Verzahnung von Theorie und Praxis.

Zur Vita von Nana Zeh

Frau Nana Zeh studierte an der Universität Hildesheim Kulturpädagogik, und absolvierte danach eine 3jährige Ausbildung in afro-brasilianischer Percussion. Sie lebte und arbeitete vor ihrer Tätigkeit in Hildesheim 10 Jahre in Rio de Janeiro, wo sie auch promovierte. Neben den Musikkulturen Brasiliens bilden Fragen der Konstruktion kultureller bzw. transkultureller Identitäten und den Konsequenzen für transkulturelle Kulturvermittlung ihre Forschungsthemen, mit denen sie regelmäßig auf nationalen und internationalen Kongressen präsent ist.

Ihre Lehre an der Universität Hildesheim zeichnet sich dadurch aus, dass sie als Musikethnologin, Musikvermittlerin und Percussionistin gleichermaßen qualifiziert und daher in der Lage ist, ihre Themen sowohl wissenschaftlich als auch künstlerisch-praktisch zu behandeln und wechselseitig zu beleuchten. So tritt sie z.B. mit ihren Seminargruppen auch regelmäßig bei Konzerten öffentlich in Erscheinung. Frau Dr. Zeh erfüllt in idealerweise das Hildesheimer Modell der Verschränkung wissenschaftlicher und künstlerischer Praxis.