Minerva 2020 - Entwicklungsplanung der Stiftung Universität Hildesheim

Die Universität Hildesheim blickt auf zehn Jahre kontinuierliches Wachstum in allen Bereichen zurück. Die Studierendenzahlen überschreiten im Wintersemester 2013/14 abermals die Grenze von 6.000, wodurch unsere Kapazität voll ausgeschöpft ist. Rund 430 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie 210 Personen in der Verwaltung, in der Bibliothek und in der Technik sind an der Stiftungsuniversität tätig. Der große Neubau auf dem Hauptcampus nimmt Gestalt an. Einen Rekordanstieg erzielte der Drittmittelbereich, der sich verfünffacht hat und sich inzwischen auf rund sechs Millionen Euro jährlich beläuft. Damit ist die Entwicklung der Universität Hildesheim jedoch nicht „abgeschlossen“. Hochschulentwicklung gehört zu den Daueraufgaben jeder Universität. Wir schreiten weiter voran. Mit MINERVA 2020 beschreiben wir unsere Ziele.

In den Jahren 2011 und 2012 diskutierten Mitglieder und Gremien der Universität Hildesheim Ziele und Maßnahmen der Hochschulentwicklung. Alle Institute, die Fachbereichsräte und sonstigen Gremien beteiligten sich an diesem Prozess. Viele Vorschläge fanden Eingang in die Gesamtplanung. Der Senat befasste sich auf Sondersitzungen im März und im September 2012 mit Ergebnissen der Diskussion. Am 6. März 2013 verabschiedete er einstimmig MINERVA 2020. Der Stiftungsrat diskutierte die Entwicklungsplanung am 14. Dezember 2012 und abschließend am 19. April 2013. Durch Beschlussfassung von Senat, Präsidium und Stiftungsrat ist MINERVA 2020 die gültige Entwicklungsplanung der Stiftung Universität Hildesheim. Sie wird ergänzt durch das 2008 verabschiedete und 2011 ergänzte Leitbild der Stiftungsuniversität.

Das Motto von MINERVA 2020 lautet: Konsolidierung und Profilschärfung. Im laufenden Jahrzehnt wird kein weiteres Wachstum der Studierendenzahlen angestrebt. Stattdessen gilt es, die Leistungen in Forschung und Lehre zu konsolidieren und sowohl im Studienangebot als auch in den Forschungsschwerpunkten das Profil weiter zu schärfen. Zusammen mit dem Leitbild definiert MINERVA 2020 den Handlungsrahmen und die Ziele der Hochschulentwicklung.

Im Januar 2013 feierte die Universität Hildesheim ihr zehnjähriges Bestehen als Stiftungshochschule. Rückblickend sprach der ehemalige niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Thomas Oppermann, der Universität ein großes Lob für das Erreichte aus und erläuterte noch einmal die Zielsetzung des Stiftungsmodells: „Es war notwendig, neue Spielräume für Autonomie und Eigenverantwortung zu schaffen. Die Einführung der Stiftungsuniversitäten war eine Zäsur in der Geschichte der Hochschulreformen. Erstmals wurde ernst gemacht mit der Forderung, die Hochschulen aus der staatlich verordneten Unmündigkeit zu entlassen.“ Zustimmung erhält die Universität auch durch die neue Wissenschaftsministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajić: „Die Uni Hildesheim ist zwar nicht groß, aber wegweisend in der Lehramtsausbildung mit den sehr hohen Praxisanteilen (und) in der Bildungsintegration voll im Trend. Die Kulturwissenschaften sind einmalig in Deutschland. Das beweist: Exzellenz kann man auch ohne Masse produzieren“. Ohne die Rechtsform der öffentlich-rechtlichen Stiftung wären viele Erfolge nicht oder nur eingeschränkt erzielt worden. Insbesondere das Berufungsrecht erwies sich als Meilenstein in der Universitätsgeschichte.

Einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung leistet der neue Schwerpunkt Bildungsintegration, den die Hochschule 2012 mit Unterstützung der damaligen Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka auf den Weg gebracht hat. Das Land Niedersachsen fördert dieses Projekt in besonderer Weise. 

Neben der Stärkung des Forschungsprofils steht die Weiterentwicklung des Studienangebots im Vordergrund. Hierzu zählt auch die Einführung neuer Masterstudiengänge. Nur dadurch sichert die Hochschule ihre Wettbewerbsfähigkeit. Auf diese Weise knüpfen wir an die Erfolge der Vergangenheit und sichern eine gute Zukunft.

Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich
Präsident

Prof. Dr. Jürgen Stark
Vorsitzender des Stiftungsrates

 

Vollständiger Text der Entwicklungsplanung