Hoher Praxisanteil, Zeit zum Austausch, Input und Moderation durch Expert*innen
Merkmale gelungener Fortbildungen aus der Perspektive von Lehrkräften in Niedersachsen
Abstract
Fortbildungen tragen wesentlich zur Professionalisierung von Lehrkräften sowie zur Implementierung von Innovationen in schulische Lehr- und Lernprozesse bei. Bestehende Studien zeigen jedoch, dass Lehrkräfte in Deutschland vergleichsweise wenig an Fortbildungen teilnehmen und dass Transfer und Umsetzung der vermittelten Inhalte häufig nur eingeschränkt erfolgen. Um das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage nachhaltig zu verbessern, müssen die Interessen der Lehrkräfte stärker berücksichtig werden. Vor diesem Hintergrund hat das regionale Kompetenzzentrum für Lehrkräftefortbildung in Hildesheim im Zeitraum von April 2018 bis März 2020 insgesamt 1.075 Lehrkräfte mittels eines standardisierten Fragebogens im Anschluss an lokale Fortbildungsveranstaltungen befragt. Ziel war es, herauszufinden, welche Gestaltungsmerkmale für die Teilnahme an Fortbildungen ausschlaggebend sind und welche Faktoren Ausschlusskriterien für die Fortbildungsteilnahme darstellen. Die Ergebnisse wurden qualitativ in Anlehnung an die strukturierende Inhaltsanalyse nach Kuckartz (2018) kategorisiert und anschließend quantifiziert. Die Ergebnisse zeigen die Bedeutung, die Lehrkräfte der Berücksichtigung unterrichtspraktischer Themen und Aktivitäten bei der Durchführung von Fortbildungen zumessen. Außerdem deuten die Daten darauf hin, dass eine stärkere Einbindung reflexiver Elemente in Bezug auf das eigene Unterrichtshandeln im Rahmen von Fortbildungen nötig ist. Ausgehend hiervon gibt der Artikel abschließend Empfehlungen für Forschung und Fortbildungspraxis.
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Copyright (c) 2025 Eva Christina Makaria Lentz, Melissa Meurel, Janis Fögele, Jürgen Menthe

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