„Jungs sind Quark, Mädchen sind Salat“ – deskriptive Forschungsperspektiven auf doing gender-Prozesse in der Kindertageseinrichtung
Abstract
Unter Bezugnahme auf Datenmaterial aus der ethnographischen Promotionsstudie „Geschlechterdifferenzierung in der Kindertageseinrichtung – eine qualitativ-rekonstruktive Studie“ wird im Beitrag Geschlecht zunächst theoretisch als Prozesskategorie gerahmt. Daran anschließend werden unterschiedliche Relevanzsetzungen von Geschlecht in einer Kindertageseinrichtung empirisch rekonstruiert. Das im Beitrag präsentierte Daten- und Analysematerial nimmt hierzu einzelne Auszüge eines Beobachtungsprotokolls in Bezug auf doing gender-Prozesse von Kindern im KiTa-Alltag zum Ausgangspunkt für die Rekonstruktion von verschiedenen Genderkonstruktionen über verdichtete Sequenzanalysen. Das dargelegte empirische Vorgehen fokussiert speziell auf Prozesse der Geschlechterdifferenzierung von Kindern, nicht auf Geschlechterdifferenz. Methodologisch wird in diesem Zusammenhang ein sogenannter deskriptiver doing gender-Ansatz verfolgt, der sich im Sinne eines reifizierungssensiblen Vorgehens von essentialisierenden Perspektiven auf die Differenzlinie Geschlecht abgrenzt.
DOI 10.18442/falki-8-1-2
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