Perspektiventriangulation: „Kind-Sein“ aus Sicht von unbegleiteten Kindern mit Fluchterfahrung und ihren Pflegeeltern in der Schweiz

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Abstract

Der Beitrag schlägt das Vorgehen einer Perspektiventriangulation von Personengruppen im Sinne einer Rekonstruktion wechselseitiger aufeinander bezogener Akteursperspektiven vor. Dabei greift sie auf die Studie „Unbegleitete minderjährige Geflüchtete in institutioneller Betreuung: Chancen und Herausforderungen“ (Mörgen/Rieker 2021 und 2022) zurück, die die (institutionelle) Unterbringung und Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten untersuchte, wobei die Spannungsverhältnisse von Fürsorge und Zwang im Fokus standen.

DOI 10.18442/falki-8-2-4

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Veröffentlicht

09.12.2025