Zwischen Kunst und Politik

Mittwoch, 20. Januar 2016  / Alter: 3 Jahre

Im Seminar „Zwischen Kunst und Politik. Kulturprojekte mit Flüchtlingen“ haben sich Studierende auf die Suche nach künstlerischen Projekten in der Region begeben, die mit Menschen mit Fluchterfahrungen zusammenarbeiten. Am 27. Januar stellen sie in einer Ausstellung Ergebnisse vor. Am Abend spricht ein Politikwissenschaftler über „Globalisierung und Flucht“: Der öffentliche Vortrag ist Teil einer Qualifizierungsmaßnahme für ehrenamtlich Helfende in der Flüchtlingsarbeit, die vom Landkreis und der Stadt Hildesheim organisiert wird.

Ein Ausstellungsprojekt an der Uni Hildesheim zeigt: Wie positionieren sich Kunst und Kultur in der Flüchtlingsdebatte? Foto: Themenbild Kulturcampus: Andreas Hartmann

Die Flüchtlingspolitik Deutschlands und Europas ist ein heftig diskutiertes Thema, nicht nur in Politik und Medien, sondern auch unter Künstlerinnen und Künstlern und Aktivistinnen und Aktivisten. Im Seminar „Zwischen Kunst und Politik. Kulturprojekte mit Flüchtlingen“ haben sich Studierende des Instituts für Sozialwissenschaften und des Instituts für Kulturpolitik auf die Suche nach künstlerischen Projekten gemacht, die Menschen mit Fluchterfahrungen zum Ausgangs- und Mittelpunkt ihrer Arbeit machen.

Damit treffen die Projekte den Nerv der Zeit. Aber welchen Beitrag zur Diskussion leisten sie? Welche Ideen werden wo umgesetzt? Welche Haltungen im Umgang miteinander lassen sich in ihnen nachweisen? Verändern sich die Akteure im Laufe der Zeit? Gibt es Anbindungen an Kultur- und Bildungsinstitutionen? Welche Resonanz in Medien und Stadtgesellschaft erfährt das Projekt?

Die Studentinnen und Studenten sind solchen Fragen nachgegangen. In Kleingruppen haben sie ausgewählte Projekte in der Tiefe analysiert und dazu auch mit den Protagonisten Kontakt aufgenommen.

Die Ergebnisse der systematischen Untersuchung haben sie als eigenes künstlerisches Projekt aufbereitet: In einer Ausstellung mit performativen und musikalischen Beiträgen, begehbaren Installationen, Audio- und Filmeindrücken wird erlebbar wie Kunst und Kultur sich derzeit in der Flüchtlingsdebatte positionieren. Auch die Künstlerinnen und Künstler selbst werden vor Ort sein: Filmemacher bitten zum Gespräch, Musiker geben Kostproben ihres Könnens, Bücher hängen von der Decke, Fotografen diskutieren über ihre Bilder und vieles mehr.

Die Ausstellung findet ausschließlich am 27. Januar 2016 von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr im Burgtheater (Hs52/001) auf dem Kulturcampus der Universität Hildesheim statt. Der Eintritt ist kostenfrei. Geleitet wird das Seminar von Professor Hannes Schammann vom Institut für Sozialwissenschaften und Nina Stoffers vom Institut für Kulturpolitik.

Zusätzliche Angebote: Vortrag „Globalisierung und Flucht“ und Workshop Theaterimprovisation

Im Anschluss an die Ausstellung findet am 27. Januar 2016 ein Vortrag zum Thema „Globalisierung und Flucht“ von Hannes Schammann, Juniorprofessor für Migrationspolitik an der Universität Hildesheim, statt. Der Vortrag beginnt um 20:00 Uhr auf der Domäne im Hohen Haus (Raum Hs 50/202). Der öffentliche und kostenfreie Vortrag ist Teil einer Qualifizierungsmaßnahme für ehrenamtlich Helfende in der Flüchtlingsarbeit, die vom Landkreis und der Stadt Hildesheim organisiert wird.

Am Donnerstag, 28. Januar 2016, um 18:00 Uhr, findet auf dem Uni-Hauptcampus in Fortsetzung der Ausstellung ein Workshop des Berliner „Refugee Club Impulse“ statt. Darin werden die Referenten Methoden der Theaterimprovisation und des Creative Writing vorstellen, die gezielt auf ein „Empowerment“ von geflüchteten Menschen abzielen. Eine Anmeldung für den Workshop kann bei der Ausstellung erfolgen oder per E-Mail an Prof. Dr. Hannes Schammann (hannes.schammann[at]uni-hildesheim.de) und Nina Stoffers (stoffers[at]uni-hildesheim.de).

Von: Pressestelle

Ein Ausstellungsprojekt an der Uni Hildesheim zeigt: Wie positionieren sich Kunst und Kultur in der Flüchtlingsdebatte? Foto: Themenbild Kulturcampus: Andreas Hartmann