Zukunftsschnuppern an der Universität – Von 3D-Druck bis funny english ist für alle was dabei
Donnerstag, 23. April 2026 - 15:18 Uhr
Für viele ist es der erste Zukunftstag an der Universität Hildesheim – einige waren schonmal hier. 13 Workshops gibt es auch dieses Jahr für Jungen und Mädchen im Schulalter. Insgesamt 173 Jungen und Mädchen lernen verschiedenste Berufsfelder kennen und lernen: Es gibt keine typischen Frauen- und Männerberufe. Es wird programmiert, modelliert, gebastelt, gerechnet, geschrieben und gesprochen. Am Ende ist für die meisten klar: Arbeiten an der Universität ist spannend, macht Spaß und lebt von Kooperation.
Um 8:30 geht es los: Nina Wüstemann, Referentin des Gleichstellungsbüros, begrüßt die Schüler*innen im Forum. „Der Grundgedanke des Zukunftstages ist, dass wir die klassischen Geschlechterstereotype aufbrechen wollen.“ In vielen Studiengängen gäbe es noch immer ein totales Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern, führt sie aus. Dabei habe dies wenig mit mangelndem Interesse zu tun, sondern vor allem mit veralteten Annahmen dazu, was Männer- und Frauenberufe seien.
Die AnkerPeers Selina und Sebastian, studierende Ansprechpartner*innen in der Zentralen Studierendenberatung, stellen Unterschiede zwischen Studium und Schule vor und beantworten fleißig Fragen. Zum Beispiel: „Wie doll macht studieren Spaß von eins bis zehn“. Beide schätzen ihr Studium auf eine stabile sieben ein. „Es macht zwar Spaß, ist aber auch anstrengend“, erklärt Selina mit einem Augenzwinkern. Sebastian schließt sich an.
Dann werden die Kinder und Jugendlichen von ihren Workshopleiter*innen abgeholt. Im Workshop Kind und Sache – Welterschließung im Sachunterricht der Grundschule bauen die Jungs unter Leitung von Tobias Kantorski, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Grundschuldidaktik und Sachunterricht, eine Wasserrakete. Im Anschluss nehmen sie ein Erklärvideo für Grundschüler*innen auf. Parallel gestaltet eine Mädchengruppe in der Metallwerkstatt der Universität einen Kerzenständer aus Draht, Metall und einem weichen Plastik. Und im Veranstaltungsraum der Mensa erhalten 15 Jungs eine Einführung in die Erziehungswissenschaften. Im Anschluss gehen sie mit selbst erstellten Fragebogen über den Campus und machen ihre erste Daten-Erhebung in Form von Interviews.
Organisiert wird der Zukunftstag an der Universität Hildesheim von Martina Melke-Harmgardt aus demGleichstellungsbüro. „Wir haben viele junge Menschen, die bei uns den Zukunftstag besucht haben und dann später an die Uni zurückkommen für ein Studium oder eine Ausbildung. Wir geben den Mädchen und Jungen einen Einblick in unsere Angebote und Eltern und Kinder können uns niedrigschwellig kennenlernen“, erklärt sie.
Die mediale Begleitung des Zukunftstages durch das Team der Stabsstelle Kommunikation und Marketing wird ebenfalls tatkräftig von einem Zukunftskind unterstützt. Elisa (14) fühlt sich bestärkt in ihrem Wunsch später etwas mit Medien zu machen. Wer weiß, vielleicht ja sogar an der Universität Hildesheim.