Weltweiter Marktführer unterstützt Universität Hildesheim im Bereich Industrie 4.0

Freitag, 17. Juli 2020 um 09:07 Uhr

Ein Forschungsteam der Universität Hildesheim entwickelt gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft ein neuartiges Ökosystem um den rasanten Fortschritt der künstlichen Intelligenz im Bereich der Produktionstechnik nutzbar zu machen.

Von links nach rechts: Thomas Hildebrandt von Phoenix Contact, Monika Staciwa und Dr. Holger Eichelberger von der Arbeitsgruppe SSE der Universität Hildesheim.

Thomas Hildebrandt von Phoenix Contact war Ende Juli 2020 zu Besuch am Samelson-Campus der Universität Hildesheim. Das Unternehmen ist weltweit Marktführer und Innovationsträger im Bereich der Elektrotechnik. In dieser Rolle bietet Phoenix Contact unter anderem eine offene Ökosystem-Lösung namens PLCnext an, die intelligente und anpassbare Automatisierungen von Produktionen ermöglicht. Im Rahmen seines Besuches übergab Thomas Hildebrandt zwei Geräte der PLCnext-Lösung an die Arbeitsgruppe Software Systems Engineering (SSE) der Universität Hildesheim, vertreten durch Dr. Holger Eichelberger. Diese Übergabe steht sinnbildlich für die enge Kooperation zwischen Phoenix Contact und der Arbeitsgruppe SSE im Rahmen des Forschungsprojekts „IIP-Ecosphere“, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des KI-Innovationswettbewerbs „Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme“ gefördert wird. Das Ziel des Forschungsprojekts ist die Schaffung eines KI-Ökosystems, welches eine nächste Ebene in der intelligenten Produktion ermöglicht.

Arbeitsgruppe Software Systems Engineering der Universität Hildesheim entwickelt mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft eine virtuelle Plattform für Künstliche Intelligenz

Im Rahmen von „IIP-Ecosphere“ entwickelt die Arbeitsgruppe SSE zusammen mit anderen Partnern aus Industrie und Wissenschaft eine virtuelle Plattform für Künstliche Intelligenz (KI), die KI-Methoden direkt bis auf Produktionsgeräte bzw. auf Edge-Geräte nahe an der Produktion verteilen und diese adaptiv steuern soll. „Mit diesen zwei Geräten haben wir die besondere Möglichkeit, direkte Erfahrungen mit Echtzeitsteuerungen in diesem Bereich zu machen und unsere Ansätze und Forschungsergebnisse praxisnah zu testen. Wir sind Phoenix Contact für diese direkte Zusammenarbeit sehr dankbar“ sagt Dr. Holger Eichelberger.

Ebenfalls bei dem Besuch dabei war Monika Staciwa, Studentin der Studienvariante „Angewandte Informatik“ des Bachelor-Studiengangs „Informationsmanagement und Informationstechnologie (IMIT)“ an der Universität Hildesheim. Als Teil ihres Studiums arbeitet Monika Staciwa bei der Arbeitsgruppe SSE derzeit an ihrer Projektarbeit, in der sie sich mit der Verteilung von KI-Komponenten auf die übergebenen Geräte von Phoenix Contact beschäftigt. Die Einbindung der Studentin in einen solchen Unternehmensbesuch zeigt einmal mehr die enge Verzahnung von Praxis, Forschung und Lehre an der Universität Hildesheim, von der Studierende, Forschende und Wirtschaftsunternehmen gleichermaßen profitieren.

Im Forschungsprojekt „IIP-Ecosphere“ erarbeitet die Arbeitsgruppe SSE mit weiteren Partnern wie der Lenze-Gruppe, Bitmotec oder Artis Marposs Monitoring Solutions an der geräteübergreifenden Verteilung von KI-Komponenten auf derartige Geräte, wozu Phoenix Contact und Monika Staciwa wesentliche Beiträge leisten. Erste Ergebnisse sollen Interessierten in der Deutschen Messe Technology Academy in Zusammenarbeit mit dem VW Digital Campus zugänglich gemacht werden, wobei insbesondere Herr Hildebrand von Phoenix Contact, die Arbeitsgruppe SSE und das Forschungszentrum L3S aus Hannover beteiligt sein werden.

Über das Forschungsprojekt „IIP Ecosphere – Next Level Ecosphere for Intelligent Industrial Production“

Ein Forschungsteam der Universität Hildesheim entwickelt gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft ein neuartiges Ökosystem um den rasanten Fortschritt der künstlichen Intelligenz im Bereich der Produktionstechnik nutzbar zu machen. Davon profitieren vor allem mittelständische Unternehmen. Für die intelligente Produktion (Industrie 4.0) gilt künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie, um die Produktivität zu steigern. Besonders kleinen und mittelständischen Unternehmen fehlen für den KI-Einsatz allerdings die technischen Voraussetzungen, das Know-how und die passenden Geschäftsmodelle. Die Forschung hierzu treiben die Forschungsteams der Hildesheimer Professoren Klaus Schmid und Lars Schmidt-Thieme in dem Forschungsprojekt mit voran.


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