Universität Hildesheim wird zu einem Reallabor für zukunftsweisende Kompetenzen

Donnerstag, 28. Mai 2026 - 07:32 Uhr
Gruppenfoto des Teams von Green Office

Im neuen zweijährigen Förderprojekt Co-Creation-Hub for Futures Literacy (CoFuLit) wird die Kompetenz für die Zukunft, namens Futures Literacy, an der Universität entwickelt und erprobt. Das Vorhaben wird von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre mit einer Fördersumme von circa 380.000 Euro für die nächsten zwei Jahre unterstützt. Das Projekt zielt darauf, Futures Literacy in der Lehre zu erproben und zu implementieren.

„Mit dem Co‑Creation‑Hub for Futures Literacy geben wir Studierenden Werkzeuge an die Hand, die weit über das Klassenzimmer hinaus einsetzbar sind,“ erklärt Prof. Dr. Sarah Gaubitz, Professorin für Didaktik des Sachunterrichts und Leiterin des Projekts. „Die Studierenden befähigen sich, Zukunftsbilder zu hinterfragen, alternative Szenarien zu entwerfen und neue Handlungsräume zu schaffen – denn Futures Literacy ist eine bedeutende Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts.“

Demnach befähigt Futures Literacy dazu, sich kritisch mit Zukunftsbildern auseinanderzusetzen, alternative Zukünfte zu imaginieren, neue Handlungsräume zu erschließen und selbstwirksam mitzugestalten. „Diese Fähigkeiten werden angesichts eines weit verbreiteten Zukunftsvakuums, multidimensionaler Krisen und zunehmender Zukunftsängste junger Menschen immer bedeutsamer,“ betont Gaubitz. 

Hierfür baut das Projektteam, bestehend aus Dennis Riether, wissenschaftlicher Mitarbeiter im CoFuLit-Projekt, Julia Andreyeva, Projektmitarbeiterin im CoFuLit-Projekt, Dr. Anne Fett vom International Office und Alica Opitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Grundschuldidaktik und Sachunterricht, sowie Katalin Kuse vom Green Office und Prof. Dr. Sarah Gaubitz vom Institut für Grundschuldidaktik und Sachunterricht, ein digitaler Co-Creation-Hub in Form einer Wissensdatenbank sowie einer Austauschplattform auf, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Der gesamte Prozess ist co-kreativ angelegt: Studierende werden aktiv in die Gestaltung des Labors eingebunden, können ihre Perspektiven einbringen und an der Entwicklung neuer Lehrformate für Futures Literacy mitwirken. Der Co-Creation-Hub dient als gemeinsamer Lern- und Gestaltungsraum, in dem Studierende und Lehrende fortlaufend interdisziplinär einsetzbare Futures Literacy-Lernimpulse entwickeln, erproben und evaluieren. Hierauf aufbauend werden in einer eigens konzipierten Lehrveranstaltung Studierende für Futures Literacy qualifiziert. Anschließend bringen sie die Lernimpulse in Sitzungen verschiedener Lehrveranstaltungen ein und fördern die Kompetenzen so bei weiteren Studierenden. So wird Futures Literacy theoretisch erschlossen und praktisch erprobt. Die Ergebnisse werden im Co-Creation-Hub gebündelt und dienen als Grundlage für weitere Entwicklungen. 

Das Fundament des Projekts ist eine enge Verknüpfung verschiedener Perspektiven: Das Projekt wurde zusammen mit dem Green Office (Katalin Kuse) und dem International Office (Dr. Anne Fett) der Universität Hildesheim konzipiert, um Nachhaltigkeit und Internationalisierung als zentrale Querschnittsthemen einzubeziehen. „Damit erreicht der Hub eine breite Zielgruppe und kann in unterschiedliche Lehrformate eingebunden werden,“ sagt Kuse. CoFuLit richtet sich somit an alle Studierenden, insbesondere an Lehramtsstudierende, sodass diese Futures Literacy in einem weiteren Schritt auch in ihrem eigenen Unterricht fördern können. 

Nach der ersten Konzeptions- und Recherchephase startet das Projektteam im kommenden Wintersemester mit konkreten Lehrangeboten und Co-Creation-Räumen. 

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