Universität Hildesheim verleiht Honorarprofessur an Dr. Susanne Keuchel

Montag, 25. Januar 2010 um 00:00 Uhr

In einer akademischen Feierstunde verlieh der Fachbereich 2 Kulturwissenschaften und ästhetische Kommunikation der Stiftung Universität Hildesheim Dr. Susanne Keuchel den Titel einer Honorarprofessorin.

In seiner Begrüßung betonte Universitätspräsident Professor Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich die Wichtigkeit der Erweiterung der wissenschaftlichen Ausbildung durch die empirische Kulturforschung, die durch die Ernennung von Dr. Keuchel zur Honorarprofessorin möglich sei. Der Präsident lobte dabei besonders das Engagement von Professorin Dr. Birgit Mandel, die sich um den Ausbau des Instituts für Kulturpolitik vor allem auf dem Gebiet der Kulturvermittlung verdient gemacht habe.
Der Leiter des Instituts für Kulturpolitik, Professor Dr. Wolfgang Schneider, unterstrich die wichtige Verbindung von Theorie und Praxis, die das Studium an der Universität Hildesheim einzigartig mache. In ihrer Laudatio nannte Professorin Dr. Birgit Mandel drei Gründe, die die Ernennung von Susanne Keuchel zur Honorarprofessorin der Stiftung Universität Hildesheim zwingend machten: Mit Susanne Keuchel gewinne die Universität Hildesheim nicht nur die Direktorin eines der wichtigsten Zentren für Kulturpolitik in Deutschland, Susanne Keuchel gehöre auch zu den wenigen Kulturpolitikwissenschaftlerinnen, die mit ihren Erkenntnissen die Kulturpolitik konkret beeinflusse und darüber hinaus eine engagierte Lehrende mit kulturpolitischen Visionen und interdisziplinären Ansätzen.
Im Anschluss an die Laudatio überreichte der Dekan des Fachbereichs 2, Professor Dr. Tilman Borsche, die Ernennungsurkunde an Professorin hc. Dr. Susanne Keuchel, die sich mit einer Antrittsvorlesung zum Thema "Die Rolle der empirischen Forschung in der Kulturpolitik" vorstellte.
Dr. Susanne Keuchel ist Direktorin des Zentrums für Kulturforschung in Bonn und gehört zu den renommiertesten Wissenschaftlerinnen der empirischen Kulturforschung in Europa. Ein Großteil der repräsentativen Studien zur kulturellen Partizipation in Deutschland wurde in den vergangenen 15 Jahren unter ihrer wissenschaftlichen Leitung durchgeführt. Viele der zentralen Erhebungen zur Evaluation kultureller Bildung entstanden unter Federführung von Susanne Keuchel.
Bereits im laufenden Wintersemester 2009/10 kooperiert Susanne Keuchel im Rahmen eines gemeinsam mit Professorin Dr. Birgit Mandel durchgeführten und durch das BKM geförderten Drittmittelprojektes zum Thema Kulturnutzerforschung und Interkultur mit dem Institut.
Dr. Susanne Keuchel (geb. 1966) studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Soziologie an der Universität Bonn und der Technischen Universität Berlin. Sie promovierte 1999 bei Helga de la Motte-Haber in Berlin zum Thema "Audiovisuelle Musikrezeption im Spielfilm". Seit 1993 arbeitet sie als Wissenschaftlerin im Zentrum für Kulturforschung in Bonn, seit 2009 leitet sie das Institut als geschäftsführende Direktorin. Sie ist unter anderem Mitherausgeberin der Publikationen "Kulturelle Bildung in Deutschland", "Das 1. Jugendkulturbarometer", "Kulturbarometer 50 +" sowie Autorin des Buches "Kulturelle Bildung in der Ganztagsschule.