Theaterliebe: Theater als Arbeitsstätte

Mittwoch, 03. April 2013 um 14:53 Uhr

Dradio Wissen berichtet in einer Themenwoche über den Weg zum Theater. Über das Studium der Theaterwissenschaft und das Verhältnis von Theorie und Praxis an der Universität Hildesheim spricht Annemarie Matzke, Professorin und Performance-Künstlerin.

Die Themenwoche berichtet über den Weg zum Theater, über das Handwerk, Berufsperspektiven, die richtigen Kontakte und Studiengänge – vom Schauspiel über Regie bis Theaterwissenschaft.

Die Professorin und Performance-Künstlerin Annemarie Matzke tourt mit dem Kollektiv „She She Pop" um die Welt. Sie spricht in der Themenwoche Theaterliebe auf DRadio Wissen über das Studium der Theaterwissenschaft und über das Verhältnis von Theorie und Praxis an der Universität Hildesheim. Matzke ist Professorin für Experimentelle Formen des Gegenwartstheaters, forscht und lehrt auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg. Im Interview erzählt sie von ihrer Arbeit in der Performance-Gruppe und informiert über die Inhalte des Studiengangs.

In Hildesheim wählen Studieninteressierte „Theater" als Schwerpunkt im Studium der Kulturwissenschaften oder studieren „Szenische Künste". Die kulturwissenschaftlichen Studiengänge sind traditionell bekannt für eine enge Verzahnung von dem, was theoretisch aufgearbeitet wird und dem, was auf der Bühne und im Stadtraum stattfindet. So entstehen zahlreiche Projekte, in Hildesheim und bundesweit.

„Theorie und Praxis bilden während des Studiums idealerweise ein Gleichgewicht“, sagt Annemarie Matzke. In wissenschaftlichen Seminaren schauen und analysieren die Studierenden Theateraufführungen, lesen theoretische Texte. In praktischen Übungen und szenischen Projekten werden Theaterformen konkret erprobt. „In selbstverantworteten Theaterprojekten entwickeln die Studierenden ihre eigene Ästhetik. Die wissenschaftliche Reflexion wie das praktische Experimentieren sind immer aufeinander bezogen“, fasst Matzke zusammen.

In den ersten beiden Studienjahren lernen die Studierenden vor allem, Aufführungen zu analysieren, erklärt Matzke. Außerdem stehen Grundlagen für die Arbeit auf der Bühne auf dem Studienplan. „Viele Studierende haben bereits Erfahrungen mit dem Theater gesammelt. In Hildesheim im Studium fragen wir erst einmal gemeinsam, was Theater alles sein kann und was es überhaupt bedeutet, auf einer Bühne zu stehen. Als Studierender sollte man sich für das Theater und Kunst in all ihren Formen interessieren.“

Alle Berichte von Christiane Enkeler in der Sendereihe Theaterliebe hören Sie noch einmal in der Sendung „Mein Studium" am Samstag (06. April) um 9:05 Uhr.

Theater oder Szenische Künste studieren? Informieren Sie sich in der Zentralen Studienberatung (Infoline 05121.883-385) oder bei Dozenten und Professoren der Fachstudienberatung.


Sie entwickeln ihre eigene Theatersprache und erforschen Probenprozesse: Studierende und Lehrende im Burg-Theater auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg der Uni Hildesheim. Fotos: Andreas Hartmann

Sie entwickeln ihre eigene Theatersprache und erforschen Probenprozesse: Studierende und Lehrende im Burg-Theater auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg der Uni Hildesheim. Fotos: Andreas Hartmann Sie entwickeln ihre eigene Theatersprache und erforschen Probenprozesse: Studierende und Lehrende im Burg-Theater auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg der Uni Hildesheim. Fotos: Andreas Hartmann