Sprachdidaktik: Juniorprofessor Sören Ohlhus

Dienstag, 06. November 2018  / Alter: 12 Tage

Sören Ohlhus forscht und lehrt als Juniorprofessor für Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik an der Universität Hildesheim. Der Sprachwissenschaftler befasst sich mit Gesprächsforschung sowie Schreibentwicklung und untersucht Lehr-Lern-Interaktionen.

Sören Ohlhus forscht als Juniorprofessor am Institut für deutsche Sprache und Literatur. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten in Forschung und Lehre gehören die Entwicklung des schriftlichen Sprachgebrauchs, die Unterrichtskommunikation sowie das Lernen in Interaktionen. Foto: privat

Die Arbeitsschwerpunkte von Sören Ohlhus liegen in den Bereichen Gesprächsforschung, insbesondere die Untersuchung von Lehr-Lern-Interaktionen, sowie Forschung zu Diskurserwerb und Schreibentwicklung. Der Juniorprofessor untersucht unter anderem, wie sich Sprache, Gesten und die materielle Umwelt in der Kommunikation gegenseitig beeinflussen und wie dadurch Lernprozesse angestoßen werden können.

„In meinem Beruf geht es darum, die Erkenntnisse der Sprachwissenschaft für Lernprozesse im Unterricht fruchtbar zu machen. Die Strukturen der Sprache und die vielen Möglichkeiten, sie zu verwenden und über sie nachzudenken, sind dabei ein vielseitiger Lerngegenstand“, so Sören Ohlhus. „Die Sprache ist ein zentrales Medium des Lernens in allen Fächern. Und das macht die Verbindung von Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik so spannend.“

Ohlhus forscht und lehrt seit dem Sommersemester 2017 als Juniorprofessor für Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik im Institut für deutsche Sprache und Literatur in Hildesheim.

Wie kann man kommunikative Prozesse in einem Klassenraum beschreiben?

An der Universität Hildesheim gefällt ihm vor allem, „dass hier bereits viel und aus der Perspektive ganz unterschiedlicher Fächer dazu geforscht wird, was in schulischen Unterricht eigentlich konkret passiert, wie man die komplexen kommunikativen Prozesse in einem Klassenraum überhaupt erfassen und beschreiben kann. Dazu möchte ich einen Beitrag leisten“, so Ohlhus.

„Auf dieser empirischen Basis lassen sich neue Konzepte für den Unterricht entwickeln – nicht zuletzt auch in Zusammenarbeit mit angehenden Lehrerinnen und Lehrern in den eigenen Seminaren.“

„Mir wurde beim Transkribieren von Gesprächsaufnahmen klar , was es für ein Wunder ist, dass die Leute sich verstehen“

Sören Ohlhus ist 44 Jahre alt, geboren in Elmshorn, und hat Germanistik, Philosophie und Informatik an der Universität Hamburg studiert. „Ein wichtiger Moment in meiner wissenschaftlichen Karriere war, als mir beim Transkribieren von Gesprächsaufnahmen klar wurde, was es für ein Wunder ist, dass die Leute sich überhaupt verstehen. Den sich daraus ergebenden Fragen bin ich nach wie vor auf der Spur“, so Ohlhus.

Wer Fragen zu Forschung und Lehre im Bereich der Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik hat, erreicht Prof. Dr. Sören Ohlhus unter ohlhus@uni-hildesheim.de.

Antrittsvorlesung

In seiner öffentlichen Antrittsvorlesung stellt sich der Sprachwissenschaftler am Mittwoch, 7. November 2018, den Universitätsangehörigen und Bürgern vor und gibt Einblicke in sein Forschungsgebiet. In seiner Antrittsvorlesung erläutert Juniorprofessor Sören Ohlhus unter anderem, wie sich Sprache, Gesten und die materielle Umwelt in der Kommunikation gegenseitig beeinflussen und wie dadurch Lernprozesse angestoßen werden können. Der Vortrag mit dem Titel „Sprachliche Zeichen und ihr Umfeld in diskursiven und fachlichen Lernprozessen“ beginnt um 18:00 Uhr am Bühler-Campus der Universität Hildesheim.

Von: Pressestelle, Isa Lange [erstveröffentlicht 06.11.2018, aktualisiert 09.11.2018]

Sören Ohlhus forscht als Juniorprofessor am Institut für deutsche Sprache und Literatur. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten in Forschung und Lehre gehören die Entwicklung des schriftlichen Sprachgebrauchs, die Unterrichtskommunikation sowie das Lernen in Interaktionen. Foto: privat