„So lernen, dass es für jede*n passt.“ – Mit Blended Learning zu mehr Flexibilität
Freitag, 5. September 2025 - 08:37 Uhr
Spätestens seit der Corona-Pandemie sind sie in aller Munde: Neue Lehr-Lern-Formate und die Verlagerung von Lehre in den digitalen Raum – häufig zusammengefasst unter dem Schlagwort Blended Learning (oder Integriertes Lernen). Aber was steckt dahinter und welche Vorteile bringt es mit sich, Lehren und Lernen umzustellen? Hannah Kröger, Lehramtsstudierende und le@rningLOTSIN im Projekt Digital C@MPUS-le@rning hat sich intensiv mit dem Thema beschäftigt.
„Am Anfang steht die Frage: Wie kann Lernen so gestaltet werden, dass es flexibel und individuell ist,“ erklärt Kröger. „Blended Learning als Verknüpfung zwischen Präsenz und digitalem Raum bietet genau das.“ So können zum Beispiel Vorlesungen online stattfinden und ergänzende Präsenztreffen durchgeführt werden, die zur Vertiefung der Themen, zum Austausch und gemeinsamen Lösen von Herausforderungen geeignet sind. Die Möglichkeit, digitale Formate zeitunabhängig zu gestalten, eröffnet Raum für asynchrones Lernen und damit mehr Flexibilität für pendelnde Studierende oder solche mit Pflegeverantwortung.
Gleichzeitig hängt es vom Inhalt ab, welches Lernformat das Wissen am besten festigt. „Ein Text lässt sich oft gut zu Hause lesen, im ruhigen Umfeld kann der Inhalt besser aufgenommen werden,“ sagt Dr. Sanne Ziethen, Verantwortliche für Transfer des Projekts Digital C@MPUS-le@rning. „Ein Gespräch über den Text kann dann wieder in Präsenz stattfinden, um vom zwischenmenschlichen Austausch zu profitieren. Insbesondere die Kombination aus Selbstlernen und Zusammenarbeit ist es, die Blended Learning so wirksam macht.“
Präsenz- und Online-Lernen sinnvoll verbinden
Kröger hat nun eine Lehreinheit entwickelt, die Blended Learning näherbringen soll. Neben theoretischem Input stehen hier vor allem Beispiele wie Flip the classroom im Fokus. Bei diesem Konzept werden die Vorträge der Lehrperson als Video zur Verfügung gestellt und können von den Lernenden flexibel rezipiert werden. Bei einem wöchentlichen Präsenztreffen ist Zeit für Fragen. Zielgruppe der Lehreinheit? „Das Angebot richtet sich an Dozierende und angehende Lehrkräfte,“ erläutert Kröger. „Denn überall, wo Lehre ist, kann Blended Learning sein – also auch in der Schule.“ Um die Einheit möglichst flexibel einsetzbar zu machen, ist sie als offene Lernressource gestaltet. Bedeutet: Lehrende können die Inhalte spezifisch auf den eigenen Seminarkontext anpassen.
Wer sind die le@rningLOTSEN?
Die le@rningLOTSINNEN Hannah Kröger, Johanna Boick, Merle Scheffen, Lara Wörner und Claudia Varnhorn sind studentische Expert*innen für Mediendidaktik und digitale Lehre. Sie unterstützen in der Gestaltung digitaler Lehre und bringen ihre Studierenden-Perspektive ein. Dazu sind sie vom Einsatz digitaler Tools über die Erstellung von Lernmaterialien als Open Educational Resources (OER) und Lernmanagementsysteme bis hin zu Filmproduktion von Sanne Ziethen umfassend geschult. Kern ihrer Tätigkeit ist die Beratung Lehrender zu gelingender (digitaler) partizipativer Lehre.
Mehr dazu gibt es auf Instagram!
Die le@rningLOTSEN haben einen eigenen Blog, auf dem sie über ihre Arbeit berichten und Tipps und Tricks teilen.
Alle Lerneinheiten der Lotsen gibt es auf twillo – dem Portal für offene Hochschullehre und in der Materialsammlung des Projekts Digital C@MPUS-le@rning.
Für Beratungen zur Anwendung und zur Änderung stehen die le@rningLOTSEN gern unter learninglotsen(at)uni-hildesheim.de zur Verfügung.