Seminar am Institut für Interkulturelle Kommunikation zu Migration und Integration in Hildesheim

Dienstag, 24. Juli 2018  / Alter: 91 Tage

Studentinnen und Studenten haben am Institut für Interkulturelle Kommunikation ein Semester lang gemeinsam mit zugewanderten Absolventeninnen und Absolventen eines Sprachkurses über Integration und Desintegration diskutiert. Das Seminar fand im Rahmen der Initiative „Glokale Orte“ des Elbinstituts Hamburg statt.

Wissenschaftliche Abschlusspräsentation am Institut für Interkulturelle Kommunikation in Hildesheim. Foto: Elbinstitut

Studentinnen und Studenten der Universität Hildesheim haben ein Semester lang gemeinsam mit zugewanderten Absolventeninnen und Absolventen eines Sprachkurses über das Zusammenleben in Hildesheim diskutiert und unter anderem auf Grundlage der Biografien der Teilnehmer „Stories von Integration und Desintegration“ geschrieben. Im Seminar „Analyse und Vermittlung: Migration und Integration“ diskutierten sie über die Situation in Hildesheim. Zum Auftakt kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einem „Glokalen Tisch“ zusammen. Dort trafen sich die Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmer zum ersten Mal und diskutierten gemeinsam mit der Sprach- und Sozialwissenschaftlerin Dr. Steffi Nothnagel, der Doktorandin Nawal Msellek, und der Initiatorin Barbara Seibert und Gästen vom Elbinstitut Hamburg in Plenum und Arbeitskreisen unterschiedliche Themen von „Integration und Desintegration“.

In den folgenden Wochen bearbeiteten die Hildesheimer Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmer unter Leitung von Steffi Nothnagel dann Themen von Migrationstheorie bis hin zu persönlichen (Des)-Integrationserfahrungen. Dieser Austausch über Erlebnisse und Erfahrungen der zugewanderten und einheimischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bildete den Ausgangspunkt für die gemeinsame wissenschaftliche Bearbeitung der thematischen Schwerpunkte: „Das Kopftuch in Hildesheim“, „Sprachlosigkeit – Momente der Desintegration“, „Integration durch Kochen und Musik“. Die Ergebnisse der Auseinandersetzung wurden im Rahmen einer wissenschaftlichen Abschlusspräsentation zum Ende der Vorlesungszeit am Bühler-Campus vorgestellt.

Die Seminarveranstaltung fand statt im Rahmen der Initiative „Glokale Orte“. Zwischen September 2017 und Ende 2019 werden an bundesweit 25 Orten verschiedene Projekte stattfinden, die eine Gemeinsamkeit haben: Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Aufnahme- und Zuwanderungsgesellschaft arbeiten gemeinsam an je einem Thema, von „Sicherheit“ über „Digitalisierung“ bis hin zu „Arbeit“, „Umwelt“ und vielen weiteren Themen, als deutliches Zeichen gegen Rassismus und Segregation und für eine wechselseitig anerkennende glokale Gesellschaft“, erläutert die Geografin Barbara Seibert. Die Direktorin des Elbinstituts Hamburg hat die Initiative „Glokale Orte“ ins Leben gerufen. Die Stiftung Universität Hildesheim ist bisher der einzige universitäre Standort.

Kontakt bei Fragen

Fachliche Informationen zum Seminar: Dr. Steffi Nothnagel, steffi.nothnagel[at]uni-hildesheim.de

Fachliche Information zu „Glokale Orte“: Barbara Seibert, bseibert[at]elbinstitut.de

Von: Pressestelle, Isa Lange

Wissenschaftliche Abschlusspräsentation am Institut für Interkulturelle Kommunikation in Hildesheim. Foto: Elbinstitut