Sehnsucht: Studierende laden ein zur Konzertreihe „Bühne frei!“

Freitag, 02. Februar 2018  / Alter: 16 Tage

Musikerinnen und Musiker der Universität Hildesheim laden im Februar ein zur Konzertreihe „Bühne frei!“. Die nächsten Konzerte laufen am 11. und 14. Februar im Roemer- und Pelizaeus-Museum, ein Mix aus Klassik, Jazz und Improvisation.

Die Studentinnen Marlen Apel, Lanna Betz, Rose Kaufhold, Franziska Lusch und Ilona Martijn organisieren gemeinsam mit dem Musikdozenten Jan Hellwig die Konzertreihe „Bühne frei!“. Foto: Isa Lange/Uni Hildesheim

In diesem Jahr organisieren die Studentinnen Marlen Apel, Lanna Betz, Rose Kaufhold, Franziska Lusch und Ilona Martijn gemeinsam mit dem Musikdozenten Jan Hellwig die Konzertreihe „Bühne frei!“ unter dem Motto „Sehnsucht“. Mit der Konzertreihe wollen sie für alle Musikinteressierten „gute Erinnerungen schaffen“. „Der Begriff Sehnsucht lässt Freiraum und Interpretationsraum. Musik ist eine Ausdrucksform von Sehnsucht. Wir geben der Sehnsucht mit unserer Musik einen Platz“, sagt Marlen Apel. Die 19-Jährige studiert am Institut für Musik und Musikwissenschaft in Hildesheim.

Drei Konzerte finden im Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim statt. Die Studierenden haben ein Programm aus Klassik, Jazz, Klangexperimente, Rock und Improvisation entwickelt und laden Studierende und Lehrende aller Fachbereich ein zum Matinee und Soiree und zum traditionellen „Valentinskonzert“ am 14. Februar 2018. Jedes Konzert ist eine Premiere, Studierende vom ersten Bachelorsemester bis zum letzten Mastersemester zeigen wie vielfältig Klänge produziert werden können und was man aus Instrumenten herausholen kann. Die Studentin Rose Kaufhold entwickelt zum Beispiel eine elektronische Audioinstallation für den Museumsraum. Sie studiert in Hildesheim „Internationale Kommunikation und Übersetzen“ mit Musik als Anwendungsfach und hat schon in vielen europäischen Städten gespielt. „Die Klänge, die entstehen, sind eine Überraschung, es gibt eine tragende Melodie, dramaturgisch passen die Töne zum Thema Sehnsucht, ich spiele im Roemer-Saal und im Schafhausen-Saal, dort habe ich eine weite Fläche und kann die Leer instrumental immer weiter füllen.“ Erasmus-Studenten aus Bursa und Istanbul improvisieren zusammen mit Kommilitoninnen und Kommilitonen zu Videobildern aus der Türkei Live-Töne und produzieren vor Ort die Musik zum Film und zu den Bildern aus der Stadt.

„Musik schafft existenzielle Momente, wie im Leben, die entstehen und dann wieder vergehen“, so Jan Hellwig, ein Beziehungsgeflecht zwischen Zeit, Raum und Klang entsteht. Und nun hoffen die Musikerinnen und Musiker der Universität Hildesheim, dass möglichst viele Hörer diese Klangräume aufsuchen und darüber nachdenken.

„Es gibt so viele überraschende Talente“

Warum sie die Konzertreihe im Rahmen ihres kulturwissenschaftlichen Studiums organisieren? „Ich wollte nicht nur vor einem PC hocken, sondern neben der Theorie auch etwas Praktisches entwickeln“, sagt Franziska Lusch. Die 21-Jährige zog aus einem Dorf zwischen Karlsruhe und Freiburg zum Studium nach Hildesheim. Sie studiert auf dem Kulturcampus Theater und Musik, hat klassischen Gesangsunterricht, spielt Saxophon und wirkt an der Konzertreihe mit ihrer A-Capella-Gruppe mit. Die Konzerte seien eine „Plattform von Studierenden für Studierende“. „Wir haben eigentlich alles – es gibt Improvisation, Klangexperimente, Jazz, Pop, Rock. Alle, die mitwirken, sind in ganz unterschiedlichen Stadien ihrer Ausbildung. Das macht die Konzerte spannend, man erlebt auch den Lauf, wie so ein Studium vom ersten Semester bis zum Master aussieht“, sagt die Geigenspielerin und Saxophonistin Ilona Martijn. Zum Organisationsteam der „Bühne frei“-Konzertreihe gehören auch Erstsemester. „Weil es spannend klingt“, deshalb wirkt Lanna Betz im Team mit. Die Studentin zog vor einem halben Jahr aus Landau in der Pfalz nach Hildesheim, um Kulturwisseschahften mit den Fächern Musik und Medien zu studieren.

Die Studentinnen möchten Musikerinnen und Musikern einen Raum geben, in dem sie ihr Können öffentlich präsentieren können. Statt in einem kleinen Hörsaal in der Uni verlegen sie die Konzerte in die Räume des Roemer- und Pelizaeus-Museums.

Seit 15 Jahren organisiert Jan Hellwig gemeinsam mit Studierenden die Konzertreihen. Hellwig realisiert und konzipiert seit zwei Jahrzehnten Veranstaltungsformate, an der Universität und auf dem freien Markt. Die Konzertreihe „Bühne frei“ startete 2003. Die damit verbundene Übung bietet Studierenden des Instituts für Musik und Musikwissenschaft die Möglichkeit, die Konzertinhalte zusammenzustellen und die Veranstaltungen zu organisieren. „Es gibt so viele überraschende Talente“, sagt Hellwig voller Wertschätzung über die Studierenden – und plant schon die Konzertreihe für das nächste Jahr.

Termine im Überblick:

SEHNSUCHTsVOL. I - Matinee, 4. Februar 2018, 11:00 Uhr,  Schafhausen-Saal
SEHNSUCHTsVOL. II - Soiree, 11. Februar 2018, 17:00 Uhr, Roemer-Saal
SEHNSUCHTsVOL. III - Valentinskonzert, 14. Februar 2018, 20:00 Uhr, Schafhausen-Saal

Der Eintritt ist frei.

Von: Pressestelle, Isa Lange

Die Studentinnen Marlen Apel, Lanna Betz, Rose Kaufhold, Franziska Lusch und Ilona Martijn organisieren gemeinsam mit dem Musikdozenten Jan Hellwig die Konzertreihe „Bühne frei!“. Foto: Isa Lange/Uni Hildesheim