Recht und Sozialpolitik: Vorlesungsreihe zu Flucht und Asyl

Freitag, 06. Mai 2016 um 13:32 Uhr

Die Uni Hildesheim lädt zur Vorlesungsreihe „Refugee Support“ ein. Inhaltlich reichen die Vorträge von Fluchtursachen über Schutz vor Gewalt für geflüchtete Frauen bis zu Aufgaben der Jugendhilfe gegenüber Jugendlichen, die geflohen sind. Der Niedersächsische Innenminister spricht in der Ringvorlesung über Flucht und Asyl in Niedersachsen. Die Vorträge bieten die Möglichkeit, rechts- und sozialpolitische Perspektiven auf das aktuelle Geschehen zu reflektieren und zu diskutieren, so die Veranstalter.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hildesheim laden zur Vorlesungsreihe „Refugee Support – Rechts- und sozialpolitische Perspektiven auf Flucht und Asyl“ (Programm als PDF) ein.

In der Ringvorlesung sprechen Fachleute zu aktuellen Entwicklungen und grundsätzlichen Fragen im Bereich Flucht und Asyl. Studierende und Mitglieder der Universität, die Hildesheimer Öffentlichkeit und Menschen, die ehrenamtlich oder professionell im Bereich Flucht und Asyl tätig sind, sollen die Möglichkeit erhalten, rechts- und sozialpolitische Perspektiven auf das aktuelle Geschehen zu reflektieren und zu diskutieren, so die Veranstalter. Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Die Ringvorlesung beginnt mit der Frage nach den Ursachen: Professor Thomas Demmelhuber von der Universität Erlangen-Nürnberg spricht am 19. April 2016 über das „Warum“, über Fluchtursachen und Migrationsdruck im Nahen Osten. Am 26. April spricht Professor Hannes Schammann, Juniorprofessor für Migrationspolitik an der Universität Hildesheim, über Flüchtlingspolitik in Europa und Deutschland und ihre Grundlagen. Der Vortrag von Professorin Dorothee Frings (Hochschule Niederrhein) thematisiert Gewaltschutz für geflüchtete Frauen, die Aufnahmebedingungen in Einrichtungen und damit zusammenhängende Rechtsfragen (10. Mai).

Am 24. Mai spricht Professorin Constanze Janda von der Hochschule Heidelberg über aktuelle Entwicklungen im Flüchtlingssozialrecht. Am 7. Juni 2016 gibt Jürgen Blume von der Stadt Hildesheim  Einblicke in das Thema „Flüchtlinge in den Kommunen“ am Beispiel von Hildesheim. Über die Aufgaben der Jugendhilfe gegenüber jungen Flüchtlingen sprechen am 21. Juni Carolyn Eubel (Landesjugendamt Hannover) sowie Professor Gunther Graßhoff, Professorin Kirsten Scheiwe und Professor Wolfgang Schröer (Stiftung Universität Hildesheim). Um „Mitgefühl, Professionalität und Politisierung“ geht es in dem abschließenden Vortrag am 5. Juli. Professorin Vicky Täubig von der Universität Siegen spricht über Professionelles Handeln in der sozialen Arbeit.

Die Vorträge mit anschließender Diskussion finden jeweils Dienstags um 18:15 Uhr in der Aula am Bühler-Campus (Lübecker Straße) statt.

Eine besondere Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit Flucht und Asyl in Niedersachsen bietet der Vortrag am 11. Mai 2016:  Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, spricht an der Universität Hildesheim. Der Vortrag findet diesmal an einem Mittwoch um 10:00 Uhr im Hörsaal 4 am Uni-Hauptcampus (Universitätsplatz 1) statt.

Das Institut für Sozial- und Organisationspädagogik und das Institut für Sozialwissenschaften veranstalten die Vorlesungsreihe, unterstützt vom Arbeitskreis „Refugee Support“. Die Themen und die hochkarätigen Vortragenden können Gelegenheiten zur wissenschaftlichen Reflexion sowohl von Grundsatzfragen wie auch von aktuellen Praxen und Problemen bieten, sagt Prof. Kirsten Scheiwe. „Wir hoffen, dass wir damit ein Forum bieten sowohl für Studierende wie auch für  ehrenamtlich oder professionell Tätige und Interessierten aus Hildesheim“, ergänzt Prof. Hannes Schammann. Im Mittelpunkt der Forschung und Lehre von Kirsten Scheiwe und Hannes Schammann stehen rechts- und sozialpolitische Fragen.

Was passiert in Hildesheim? Überblick über Projekte an der Uni

Am Zentrum für Bildungsintegration der Universität Hildesheim arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Schwerpunkt „Bildungsteilhabe von Flüchtlingen“ zusammen. Ob Sprachlernprojekt, Zugang zur Universität, Alphabetisierungsprojekt oder Teilhabe durch Sport, Künste und Musik – einen Überblick über Projekte zur Bildungsteilhabe nach der Flucht findet man online. Die Projekte sind interdisziplinär und breit gefächert – umfassen Forschung, Transfer in die Praxis, Evaluationen und Begleitung von Praxisprojekten.


Sie Veranstalten die Vortragsreihe an der Universität, unterstützt vom Arbeitskreis „Refugee Support“: Professorin Kirsten Scheiwe forscht über das Recht auf soziale Dienstleistungen. Hannes Schammann ist Juniorprofessor für Migrationspolitik an der Universität Hildesheim. Fotos: Isa Lange/Uni Hildesheim