Professor Wolfgang Schneider stärkt Theater für junges Publikum

Dienstag, 19. März 2019 um 17:06 Uhr

Die internationale Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche ehrt Professor Wolfgang Schneider für sein jahreslanges Wirken für kulturelle Bildung. Der Wissenschaftler hat die Teilhabe an Kunst und Kultur für Kinder und Jugendliche zu einem zentralen Thema in Deutschland gemacht.

Alle zwei Jahre ehrt die internationale Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche Persönlichkeiten, die sich für künstlerische Innovation und kulturpolitische Unterstützung für das Kinder- und Jugendtheater einsetzen. Mit dem „ASSITEJ Preis“ 2019 werden drei Persönlichkeiten ausgezeichnet, die in besonderer Weise für die Förderung und Wahrnehmung des Kinder- und Jugendtheaters eintreten.

Für sein jahreslanges Wirken wird Professor Wolfgang Schneider geehrt. Wolfgang Schneider ist Professor für Kulturpolitik und Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls „Cultural Policy for the Arts in Development“ an der Universität Hildesheim. Er ist Vorsitzender des Fonds Darstellende Künste. Wolfgang Schneider war Gründungsdirektor des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland (1989 bis 1997) sowie von 1997 bis 2018 Vorsitzender der ASSITEJ und von 2002 bis 2011 Präsident der Internationalen Vereinigung des Theaters für junges Publikum. Sein – vor allem ehrenamtliches – Wirken hat das Theater für junges Publikum in Deutschland und international sichtbar und die Forderung nach Teilhabe an Kunst und Kultur für Kinder und Jugendliche zu einem zentralen Anliegen gemacht.

Forderung nach Teilhabe an Kunst und Kultur für Kinder und Jugendliche

Mit dem Preis werden außerdem der Dramaturg Henning Fangauf und die nordrhein-westfälische Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen geehrt. Die feierliche Preisverleihung findet am Freitag, 10. Mai 2019, im GRIPS Theater in Berlin statt und ist Teil des Festivals des Theaters für junges Publikum.

Die ASSITEJ steht für „Association Internationale du Théâtre pour l'Enfance et la Jeunesse“ und ist die internationale Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche in rund 90 Ländern. In Deutschland hat die Vereinigung rund 400 Mitglieder, davon rund 300 professionelle Kinder- und Jugendtheater. Ziel des Zusammenschlusses ist es, jedem Kind in Deutschland die Möglichkeit zu eröffnen, mindestens zweimal im Jahr ein Kinder- und Jugendtheater zu besuchen.

Forschung zur Lage des Kinder- und Jugendtheaters in Deutschland

Am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim ist Theaterförderung Gegenstand von Lehre und Forschung; zuletzt erschienen die Studie „Zur Lage des Kinder- und Jugendtheaters in Deutschland“ von Thomas Renz (Frankfurt am Main 2017) und die von Wolfgang Schneider herausgegebenen Publikationen „Partizipation als Prinzip als Programm. Wege ins Theater für Kinder und Jugendliche“, zusammen mit Anna Eitzeroth (Bielefeld 2017) und „Theatre in Transformation. Artistic Processes and Cultural Policy in South Africa“, zusammen mit Lebogang L. Nawa (Bielefeld 2019). Zum Auftakt eines Internationalen Kinder- und Jugendtheaterfestivals erschien heute „Starke Stücke. Theater für junges Publikum in Hessen und Rhein-Main“, herausgegeben von Wolfgang Schneider und Nadja Blickle (Berlin 2019).


Wolfgang Schneider forscht und lehrt am Institut für Kulturpolitik am Kulturcampus der Universität Hildesheim in den Bereichen kommunale sowie auswärtige Kulturpolitik, kulturelle Bildung sowie Kulturpolitik für Kinder und Theaterpolitik. Fotos: Isa Lange/Uni Hildesheim

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