Phänomen 1968 – Die Enkel der 68er blicken zurück und nach vorn

Freitag, 04. Mai 2018  / Alter: 105 Tage

Der Fachbereich „Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation“ startet in das Projektsemester: 350 Studentinnen und Studenten der Universität Hildesheim erforschen mit künstlerischen Mitteln die kulturellen, politischen und sozialen Auf- und Umbrüche von 1968.

50 Jahre danach untersucht das Projektsemester der kulturwissenschaftlichen Studiengänge der Universität Hildesheim die kulturellen, politischen und sozialen Auf- und Umbrüche von 1968. 350 Studierende erforschen dabei, wodurch ihre Großeltern und Eltern bewegt wurden und was sie selbst in Bewegung gesetzt haben. Von Adorno bis zum Sexkino, von Woodstock bis zur Ökobewegung fragen sie in 25 künstlerischen und wissenschaftlichen Projekten nach den Widersprüchen und der aktuellen Relevanz des Phänomens 1968.

„Uns interessiert nicht der nostalgische Rückblick“, so Professor Jens Roselt, Dekan auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg, „sondern die Aufmerksamkeit für Veränderungsprozesse, welche unsere Gegenwart nachhaltig geprägt haben.“

Die Ergebnisse in den Bereichen Literatur, Theater, Medien, Kunst, Musik, Philosophie und der Populären Kultur werden in einer öffentlichen Präsentationsphase vom 4. bis zum 8. Juli 2018 in Hildesheim gezeigt.

Kurz erklärt

Künstlerisch-praktisches Projektsemester an der Universität Hildesheim

Das Hildesheimer Projektsemester findet 2018 zum elften Mal statt. Studentinnen und Studenten des Fachbereichs „Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation“ lassen sich über mehrere Monate auf künstlerische Prozesse jenseits der üblichen 90-Miuten Taktung der Lehrveranstaltungen ein. Sie arbeiten in interdisziplinären Projektgruppen in den Bereichen Theater, Literatur, Medien, Film, Philosophie, Musik und bildende Kunst.

Der Kulturcampus Domäne Marienburg und die Stadt Hildesheim werden dabei für einen Sommer zu einem künstlerischen Produktionsort für Theater, Medien, Film, Kunst und Philosophie.

Die Studiengänge Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis, Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus, Szenische Künste und Philosophie-Künste-Medien zeichnen sich durch die Verbindung von künstlerischer Praxis und wissenschaftlicher Arbeit aus. Seit 1992 findet alle zwei Jahre das fachübergreifende Projektsemester mit einem bestimmten thematischen Schwerpunkt statt.  Die Projekte bieten unter anderem die Chance, Konzepte des Inszenierens, Kuratierens, der Vermittlung und des Kulturmanagements unter realen Bedingungen zu erproben. Neben dem Projektsemester produzieren die Hildesheimer Studiengänge zudem das europäische Theater- und Performancefestival „transeuropa“ sowie das größte Festival junger Literatur in Deutschland „Prosanova“.

Kontakt

Bei Fragen zum Projektsemester ist der Theaterwissenschaftler und Dekan des kulturwissenschaftlichen Fachbereichs, Prof. Dr Jens Roselt erreichbar unter roselt@uni-hildesheim.de.

Von: Pressestelle, Isa Lange