Neunter Internationaler Doktorandenworkshop der Musikethnologie

Freitag, 11. November 2016 um 14:24 Uhr

Das Center for World Music lädt junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit ein, sich um einen der 16 Plätze im internationalen Doktorandenworkshop zu bewerben. Um aus ihrer Forschung zu berichten, reisen Wissenschaftler seit acht Jahren aus allen Ecken der Welt nach Hildesheim an. Während des Fachtreffens tauschen sie sich über Forschungsmethoden und Forschungsfragen aus.

Vom 27. Juni bis 1. Juli 2017 lädt das Center for World Music in Hildesheim erneut zum Internationalen Doktorandenworkshop der Musikethnologie ein. Das Center lädt Doktorandinnen und Doktoranden ein, ihre Forschung vorzustellen. Themenvorschläge können ab sofort eingereicht werden („Call for Proposals“). Um aus ihrer Forschung zu berichten, können junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Ecken der Welt an dem internationalen Austausch teilnehmen. Das fünftägige Programm bietet Raum für Vorträge und Diskussionen. In Arbeitsgruppen können sich die Doktorandinnen und Doktoranden über Forschungsmethoden und musikethnologische Forschungsfragen austauschen.

Die Universität Hildesheim und die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover unterstützen den Forschungsnachwuchs. Seit acht Jahren bauen sie ein Doktorandennetzwerk in der Musikethnologie aus. Bisher nahmen über 160 junge Fachleute an den Workshops teil.

„Wir haben mit dem Center in Hildesheim einen Partner in Europa, um Gedanken, Musik und Wissen auszutauschen. Das Center ist ein Vorbild: Es leitet die Vielfalt der Musik in der Welt weiter, auch an Schulen“, sagt Professor Philip Bohlman von der University of Chicago, USA. Er arbeitet seit neun Jahren mit dem Center for World Music in Hildesheim zusammen und leitet gemeinsam mit Michael Fuhr (Hildesheim), Cornelia Gruber (Hannover) und Professor Raimund Vogels (Hildesheim/Hannover) den Doktorandenworkshop.

Eine der bisher 160 Promovierenden aus dem Hildesheimer Netzwerk ist Fredeliza Campos Piper. Die Doktorandin aus dem australischen Canberra hat mit 24 Stunden die längste Anreise. Dennoch nahm sie an dem Hildesheimer Doktorandentreffen teil. „Das Center for World Music der Universität Hildesheim unterstützt Doktoranden beim Aufbau von Kompetenzen: Wie kann ich wesentliche Forschungserkenntnisse zusammentragen? Außerdem kann ich mein Netzwerk zu Promovierenden und führenden Wissenschaftlern im Bereich der Musikethnologie erweitern“, sagt Campos Piper. Sie untersucht, wie Menschen sich über Musik zusammenfinden und welche Rolle dabei Instrumente spielen. „Ich gehe auf Musikfestivals in den Philippinen: Wie kann Musik Menschen verbinden? Als ich mit meiner Forschung anfing, dachte ich, ich würde schnell Antworten auf all meine Fragen finden. Nun habe ich viele neue Fragen.”

Jetzt bewerben bis zum 15. Dezember 2016 [PDF]

Kurz erklärt: Internationaler Doktorandenworkshop


Einblicke in den Doktorandenworkshop der Musikethnologie am Center for World Music an der Universität Hildesheim. Zum internationalen Netzwerk gehören bisher 160 Promovierende, unter ihnen Fredeliza Campos Piper aus Canberra. Fotos: Isa Lange/Uni Hildesheim

Einblicke in den Doktorandenworkshop der Musikethnologie am Center for World Music an der Universität Hildesheim. Zum internationalen Netzwerk gehören bisher 160 Promovierende, unter ihnen Fredeliza Campos Piper aus Canberra. Fotos: Isa Lange/Uni Hildesheim