Neues Dataverse-Repositorium und Online-Veranstaltungen zum Forschungsdatenmanagement

Freitag, 05. Juni 2020 um 09:30 Uhr

Über neue Entwicklungen im Forschungsdatenmanagement, etwa das neue Dataverse-Repositorium, und Online-Veranstaltungen zum Forschungsdatenmanagement informiert Annette Strauch.

Annette Strauch ist für das Forschungsdatenmanagement an der Universität Hildesheim zuständig. Foto: Isa Lange/Uni Hildesheim

Neues Dataverse-Repositorium

Die langfristige Archivierung von Forschungsdaten ist Voraussetzung für die Nachvollziehbarkeit und Überprüfbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse, die auf der Auswertung dieser Daten beruhen. Forschungsdaten werden als eigenständige wissenschaftliche Leistungen sichtbar und gewürdigt.

Mit dem neuen Dataverse-Repositorium können Forscherinnen und Forscher ihre Forschungsdaten seit Mai 2020 dauerhaft sichern, sie nachhaltig und qualitätsgerecht öffentlich im Open Access zur Verfügung stellen und publizieren (mehr erfahren: https://www.uni-hildesheim.de/bibliothek/forschen-publizieren/dataverse/). Die Forschungsdaten erhalten bei der Datenpublikation einen persistenten Identifikator.

Jede Forscherin und jeder Forscher der Universität Hildesheim kann das institutionelle Konto nutzen (Log-In über die Academic Cloud: academiccloud.de) und ein persönliches „Dataverse“ anlegen, um Forschungsdaten als „Datasets“ hochzuladen. Dieser Service wird von der GWDG gehostet, die sich um Datensicherheit und Datenschutz, einschließlich Backups und Zugriffskontrolle sowie um die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit, kümmert.

Mit Inkrafttreten des DFG-Kodex „Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis” am 01.08.2019 müssen alle Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen die 19 Leitlinien rechtsverbindlich umsetzen, um Fördermittel durch die DFG erhalten zu können.

In der DFG-Leitlinie heißt es:

„Wenn wissenschaftliche Erkenntnisse öffentlich zugänglich gemacht werden, werden die zugrunde liegenden Forschungsdaten (in der Regel Rohdaten) – abhängig vom jeweiligen Fachgebiet – in der Regel für einen Zeitraum von zehn Jahren zugänglich und nachvollziehbar in der Einrichtung, wo sie entstanden sind, oder in standortübergreifenden Repositorien aufbewahrt.” (Leitlinie 17)

Digitale Coffee Lectures zum Thema Datenspeicherung und Datenveröffentlichung im Sommersemester

Annette Strauch vom Forschungsdatenmanagement der Universitätsbibliothek Hildesheim lädt im Sommersemester ein zu digitalen „Coffee Lectures“. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie finden die „Coffee Lectures“ online statt. Die Veranstaltung dauert etwa 30 Minuten, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die nächste Online-Veranstaltung mit Kurzvorträgen aus der Universitätsbibliothek findet zum Thema „Aufbereiten und Veröffentlichen – Daten teilen“ am Mittwoch, 10. Juni 2020, um 12:30 Uhr statt. Die Veranstaltung wird aufgrund der aktuellen Corona-Infektionslage DIGITAL übertragen. Die Veranstaltung wird mit dem Webkonferenzsystem auf Basis von BigBlueButton (BBB) bereitgestellt unter https://bbb.uni-hildesheim.de/b/ann-6cx-v3t.

Am Mittwoch, 24. Juni 2020, um 12:30 Uhr dreht sich die „Coffee Lecture“ um das Thema „Vorstellung von Muster-Einwilligungen“. Die Veranstaltung wird mit dem Webkonferenzsystem auf Basis von BigBlueButton (BBB) bereitgestellt unter https://bbb.uni-hildesheim.de/b/ann-uet-rda.

Digitale Sommerschule zum Forschungsdatenmanagement

Wie verbessern wir die Nutzbarkeit von Forschungsdaten, um die Wissenschaft voranzubringen? Das ist eine Frage im Forschungsdatenmanagement allgemein und Inhalt der digitalen Sommerschule zum Forschungsdatenmanagement 2020 an der Universität Hildesheim. Am Mittwoch, 8. Juli 2020, um 14:00 Uhr findet die „Digital Summer School 2020: Forschungsdatenmanagement“ statt.

Guest Speaker der digitalen Sommerschule ist unter anderem Prof. Dr. Bernhard Weisser, Direktor des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Er spricht über Sammlungsübergreifende Zusammenarbeit in der Numismatik. Dr. Claudia Kramer, stellvertretende Leiterin der Forschungsdienste (Wissenschaftsmanagement) am Karlsruher Institut für Technologie spricht über Research Data Management.

Thematisiert wird unter anderem die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), die weiterhin aufgebaut wird, damit Forschungsdaten wissenschaftlich breit nutzbare Datenschätze mit gesellschaftlichem Mehrwert werden können, auch mit dem Ziel zur Anschlussfähigkeit zum Beispiel an die Europäische Forschungscloud (European Open Science Cloud, EOSC).
Die Veranstaltung wird aufgrund der aktuellen Corona-Infektionslage DIGITAL übertragen und dauert 90 Minuten. Die Veranstaltung wird mit dem Webkonferenzsystem auf Basis von BigBlueButton (BBB) bereitgestellt unter https://bbb.uni-hildesheim.de/b/ann-avy-4ww.

Annette Strauch vom Forschungsdatenmanagement ist bei Fragen erreichbar unter fdm@uni-hildesheim.de.