Musikalischer Rückblick auf fünf Jahre Universitätsblasorchester (UBLO)
Freitag, 25. Oktober 2024 – 13:17 Uhr
Am 16. April 2019 initiierte Volker Semmler das Blasorchester der Universität Hildesheim über eine Rundmail. Die erste Probe mit 30 Mitgliedern folgte an einem Wochenende im Juli 2019. Es erweiterte das Spektrum der musikalischen Angebote der Universität, welches zu dem Zeitpunkt etwas geschrumpft war. Trotz einer hohen Fluktuation – oder gerade deshalb – treten am 3. November 2024 ab 15 Uhr im Lichte des fünfjährigen Jubiläums über 35 Musiker*innen im Audimax auf. Das Konzert ist kostenfrei.
Neben Studierenden besteht das UBLO auch aus Mitarbeiter*innen und Dozierenden und ist somit fest im universitären Kosmos verankert. „Besonderer Dank gilt der Universität Hildesheim, dem Institut für Musik und der Universitätsgesellschaft“, kommentiert Volker Semmler. „Deren Vertrauen in unsere Arbeit ermöglichte die letzten fünf Jahre. Die Anschubfinanzierung durch die Universitätsgesellschaft etwa unterstützte den Erwerb einiger Notensätze und unserer Orchestershirts.“
In den fünf Jahren, die das Blasorchester nun existiert, erprobte Volker Semmler als dessen Dirigent verschiedene Organisationsformen, um zur ursprünglichen Vorgehensweise zurückzufinden: Jedes Halbjahr probt das Projektorchester drei Wochenenden lang, um sich auf ein Konzertwochenende vorzubereiten. Geprobt werden dabei Stücke, die Semmler anhand zweier Vorgaben ausgewählt hat: Sie müssen zum jeweils vorgegebenen Thema passen und zugleich auf die aktuelle Zusammensetzung des Orchesters – das heißt auf dessen verschiedene Anspruchsstufen und instrumentale Besetzung – abgestimmt sein. Auch geht er gerne auf Wünsche der Orchestermitglieder ein. Grundsätzlich sind alle symphonischen Blasinstrumente außer der Oboe, des Fagotts und des Baritonsaxophons derzeit im Orchester vertreten. „Und Schlagzeuger kann man nie genug haben“, sagt der Leiter des Ensembles.
Volker Semmler, der 1998 seinen Dirigentenschein machte, hat zwischen 2019 und 2024 hinzulernen können. Nämlich, wie hoch der Organisationsaufwand ist und, dass er sich auch persönlich weiterentwickelt hat: Inzwischen verwendet er neben fertigen Notensätzen auch eigenhändig arrangierte Kompositionen, das Orchesterspiel moderiert er während des Konzertes inhaltlich an. Oftmals stellt er das Erfordernis fest, Stücke anzupassen; nicht zuletzt, um die jeweilige Besetzung stets motiviert zu halten. Dies gelinge unter anderem, indem er auch organisatorische Aufgaben vergebe und auf diese Weise alle Musiker*innen miteinbeziehe. Gegebenenfalls auftretende instrumentale Lücken füllt er mit Musiker*innen von außerhalb und durch regelmäßige Werbung an der Universität.
Viktoria Helene Ong